Buchsbaum an sich ist keine so attraktive Pflanze. Sie hat nur grüne Blätter und bringt unscheinbare Blüten hervor. Als Hecke und als Strauch für einen Formschnitt ist Buchsbaum jedoch sehr beliebt. Er wächst langsam und behält daher lange seine Form. Der Strauch bleibt das ganze Jahr über grün und kompakt.

Eine Hecke pflanzen

  1. Buchsbaum kann immer gepflanzt werden, wenn der Boden frostfrei ist. Am besten jedoch im Herbst oder zeitigen Frühjahr.
  2. Im Handel erhalten Sie kleine Pflanzen, die gut für eine Hecke geeignet sind. Für einen Meter benötigen Sie acht bis zehn Pflanzen. 
  3. Pflanzen Sie die Buchbäumchen ruhig etwas tiefer, als sie im Topf standen. Gießen Sie gründlich an und schützen Sie die frisch gepflanzten, kleinen Sträucher vor scharfen Winden. 
  4. Buchsbaum kommt mit beinahe jedem Boden zurecht, ist aber dankbar für eine jährliche Gabe organischen Düngers oder Komposterde.
  5. Die immergrünen Pflanzen stehen in der Sonne und im Halbschatten am besten. Im Schatten wuchert der Strauch, was in den meisten Fällen nicht erwünscht ist.
  6. Eine einmal angewachsene Buchsbaum-Hecke ist sehr widerstandsfähig. Bei Trockenheit sollten Sie jedoch gießen. Sehr starke Fröste können die jungen Triebe schädigen, aber selten den ganzen Strauch.

Verwendung von Buchsbaum im Garten

  • In alten Bauerngärten war es üblich, die Beete mit einer niedrigen Buchsbaum-Hecke einzufassen. Am häufigsten wurden vier Beete im Quadrat eingefasst, durch die ein Wegekreuz führte. In der Mitte der gekreuzten Wege legte die Bäuerin ein kreisförmiges Beet an, welches auch mit Buchs umrandet wurde. Diese Mitte diente als Blickfang für eine Stammrose oder andere dekorative Pflanzen.
  • Mit niedrigen Buchsbaum-Hecken können Sie beinahe Stickmuster in Ihren Garten zaubern. Sicher haben Sie in öffentlichen Parkanlagen solche immergrünen Bordüren schon gesehen. 
  • Hingucker im Garten können auch einzelne Figuren sein, die aus Buchsbaum gestaltet wurden. Ob Spiralen, Kugeln oder Tierformen, der Gärtner braucht Geduld, bis der Buchsbaum so gewachsen ist, wie gewünscht. Einmal in Form gebracht, sind diese Prachtstücke aber gerade im Winter wichtige Gestaltungselemente im Garten. Sie stehen auch gut in Kübeln und können so nach Bedarf verstellt werden.

Eine Hecke aus Buchsbaum-Stecklingen

  • Da es sehr teuer ist, ganze Beete mit gekauften Pflanzen einzufassen, lohnt es sich, den Buchsbaum selbst zu vermehren. 
  • Nutzen Sie am besten gleich den Verschnitt vom Schneiden bestehender Hecken für neue Stecklinge. Diese setzen Sie in kleine Töpfe, gleich an Ort und Stelle oder zunächst in ein Stecklingsbeet. Tauchen Sie die Stecklinge kurz in Bewurzelungspulver, dann klappt die Vermehrung besser. Es geht aber auch ohne. 
  • Wichtig ist, dass Sie die Stecklinge reichlich und regelmäßig gießen. Selbst wenn Ihnen mehrere Stecklinge eingehen, können Sie auf diese Art preiswert Ihren Buchsbaum vermehren. 
  • Die kleinen Pflänzchen vertragen das Umpflanzen gut. Selbst alte Sträucher oder ganze Hecken lassen sich umpflanzen.