Alle Kategorien
Suche

BU-Rente beantragen - das sollten Sie dabei beachten

Da es meistens bei der Berufsunfähigkeitsrente (folgend BU-Rente) um viel Geld geht, sind die Anforderungen an den Rentenanspruch entsprechend hoch. Damit die Auszahlung nicht versagt wird, müssen Sie daher vorbereitet sein und ggf. fachliche Hilfe in Anspruch nehmen, um die Rente zu beantragen.

Die BU-Rente stellt hohe Anforderungen.
Die BU-Rente stellt hohe Anforderungen.

BU-Rente beantragen - die Voraussetzungen für die Rente

  • Berufsunfähigkeit liegt nicht schon dann vor, wenn die letzte Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann, sofern man noch andere (verfügbare) Tätigkeiten übernehmen kann, die von der Ausbildung abgedeckt werden. Zumindest muss Ihre Berufsfähigkeit auf die Hälfte der Berufsfähigkeit eines gesunden Arbeitnehmers der gleichen Berufsgruppe herabgesetzt sein. Im Gegensatz zur Erwerbsunfähigkeit kommt es auf die Zumutbarkeit der Übernahme einer anderen Tätigkeit an.
  • Um eine BU-Rente beantragen zu können, müssen Sie ferner 60 Monate lang entsprechend versichert gewesen sein sowie in fünf Jahren mindestens 36 Versicherungsbeiträge gezahlt haben. Die Höhe der Auszahlungen richtet sich nach der Summe der eingezahlten Beiträge und nach dem Zeitraum der Einzahlungen.
  • Bei der BU-Rente ist eine Prognoseentscheidung eines Arztes einzuholen. In den Vertragsbedingungen Ihrer Versicherung steht, für welchen Zeitraum diese Prognose abzugeben ist. Meist sind es entweder sechs Monate oder gar drei Jahre. Oftmals verlangen die Versicherungen die Begutachtung eines Fachmediziners als Gutachter. Ein Besuch beim Hausarzt ist also eher selten ausreichend. Sprechen Sie die Personalie am besten zunächst mit Ihrer Versicherung ab.

Antragstellung und mögliche Reaktion bei Ablehnung

  • Um die BU-Rente zu beantragen, sollten Sie sich zunächst gut darüber informieren, welche Unterlagen Ihre Versicherung von Ihnen verlangt, und welche Anforderungen hieran gestellt werden. Reichen Sie alle Unterlagen vollständig ein, so dauert die Bearbeitung seitens der Versicherung nicht so lange, da nichts weiter oder nur noch wenig nachgereicht werden muss.
  • Als absoluter Versicherungslaie sollten Sie einen Versicherungsexperten zurate ziehen. Immerhin geht es um viel Geld, wenn Sie die Rente beantragen. Hilfe bekommen Sie zum Beispiel beim Bundesverband der Versicherungsberater.
  • Ein spezielles Formular benötigen Sie nicht, ein ausdrücklicher Antrag, den Ihre Versicherung im Vordruck aushändigen kann, ist jedoch empfehlenswert. Daneben ist meist die Einreichung eines Versicherungsscheins im Original erforderlich sowie das ärztliche Gutachten (falls bereits erstellt) oder zumindest ein Befund, eine ausführliche Beschreibung Ihrer letzten Tätigkeit und eine Berufsbeschreibung.
  • Waren Sie selbstständig sind, so müssen Sie auch darlegen, dass auch eine Umorganisation der Betriebsstätte an der Berufsunfähigkeit nichts ändert.
  • Verweigert Ihre Versicherung die Rentenzahlung, können Sie sich entweder kostenlos an einen Ombudsmann für Versicherungen wenden, der zwischen Ihnen und der Versicherung vermittelt. Sie können auch (oder zusätzlich) Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen.
  • Als Laie sollten Sie nach negativen Entscheidungen über den Widerspruch einen Rechtsanwalt  hinzuziehen und die Erfolgschancen einer Klage ausloten. In jedem Fall aber sollten Sie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht informieren, die den Vorgang überprüft.
Teilen: