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Bruttonutzen - Erklärung

Wer im Verkauf tätig ist, sollte wichtige Kennzahlen wie Stück- und Produktertrag sowie Stück- und Bruttonutzen kennen. Es ist nicht selten eine Kunst für sich, die Vielzahl verschiedener Begriffe zu unterscheiden. Dabei sind die Begriffe aus der Industrie nicht immer identisch mit denen im Handel.

Kalkulieren im Handel mit der Rentabilitätszahl Bruttonutzen
Kalkulieren im Handel mit der Rentabilitätszahl Bruttonutzen

Im Handelsalltag eines Verkäufers werden selbst einfachste Kennzahlen wie "Stücknutzen" häufig unterschiedlich interpretiert. Begriffe wie "Bruttonutzen", "Stückertrag", "Produktertrag" oder “Rohertrag“ sind häufig in diesem Zusammenhang zu hören, wobei im Allgemeinen ein und dasselbe gemeint ist.

Kennzahlen die ein Verkäufer wissen sollte

Es gibt neben unterschiedlich interpretierbaren natürlich auch solche Kennzahlen, die das nicht in dem Maße zulassen.

  • Wenn ein Kunde von der Spanne spricht, sollte der Verkäufer genau wissen, was sein Gegenüber damit meint. Er muss zwischen einer Netto- oder Aufschlagsspanne trennen, weil der jeweilige Kunde mit entsprechenden Zahlen gerechnet hat.
  • Im Handel ist die am meisten verwendete Kennzahl die Nettospanne in Prozent. Errechnet wird sie, indem man den Stücknutzen ins Verhältnis zum Verkaufspreis setzt, beide Größen werden ohne Mehrwertsteuer angesetzt. Eine andere wichtige Kennzahl ist der Umschlag, der Stücknutzen und die Flächenproduktivität.
  • Von Bedeutung ist außerdem die Kennziffer Bruttonutzen. Hier handelt es sich um eine Rentabilitätszahl, die angibt, was ein im Rahmen der Handelstätigkeit eingesetzter Betrag an Betriebsergebnis einbringt. 

Bruttonutzen als wichtige Rentabilitätszahl im Handel

Der Bruttonutzen gibt Auskunft darüber, ob der realisierte Warenumschlag mit Bruttogewinnen einhergeht. Vereinfacht ausgedrückt ist er das Produkt aus Umschlagshäufigkeit und Stückspanne.

  • Der Bruttonutzen errechnet sich, indem man den Kalkulationsaufschlag in Prozent des Einkaufspreises mit der Umschlagshäufigkeit multipliziert wird. Ein exakteres Ergebnis erhält man, wenn vor dem Multiplizieren zusätzlich vom Kalkulationsaufschlag in Prozent die variablen Gemeinkosten in Prozent abgezogen werden. 
  • In der Realität kann es zu weiteren Abweichungen kommen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Zahlungsziele und Skonti in Anspruch genommen werden.

Der Bruttonutzen kann zudem als sinnvolle Zielgröße unabhängig davon herangezogen werden, ob die Menge beziehungsweise in der Tendenz eher Hoch- oder Niedrigpreise im Vordergrund stehen.

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