Brunnenbohrungen im eigenen Garten - darauf sollten Sie achten

Ein Gartenbrunnen ist schön und praktisch Ein Gartenbrunnen ist schön und praktisch
Viele Eigenheimbesitzer möchten ihren Garten mit Brunnenwasser bewässern, zudem ist ein Brunnen ja auch ein schöner Anblick. Brunnenbohrungen sind jedoch keine klassische Handwerkerarbeit und erfordern einiges Know-how.
Jana Donatin
09.09.2011 Jana Donatin
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Vorbereitungen für Brunnenbohrungen: Wo ist das Grundwasser?

  • Bevor Sie überhaupt daran denken können, einen Brunnen anzulegen, müssen Sie sich bei den verschiedensten Behörden informieren, ob Ihr Vorhaben möglich ist. Je nachdem, wie Ihr Brunnen genutzt werden soll, sind andere Behördengänge nötig.
  • Wollen Sie Ihren Brunnen zur Bewässerung der Beete und Bäume einsetzen, müssen Sie Ihre lokale Wasserbehörde informieren, da Brunnenbohrungen anzeigepflichtig sind. Befindet sich Ihr Grundstück in einem Grundwasserschutzgebiet, dürfen Sie gar nicht bohren. Wollen Sie das Wasser zusätzlich als Trinkwasser nutzen, muss das Gesundheitsamt vorher die Wasserqualität beurteilen.
  • Sprechen Sie mit Ihrem regionalen Wasserversorger, um sowohl den Grundwasserstand als auch die Wasserergiebigkeit in Erfahrung zu bringen. Erst jetzt können Sie entscheiden, ob sich ein Brunnenprojekt für Sie überhaupt lohnt.
  • Auch mit der Umweltbehörde müssen Sie Kontakt aufnehmen, denn spezielle geografische Besonderheiten könnten gegen Brunnenbohrungen sprechen.
  • Da ein Brunnenbau viel Lärm verursacht, sollten Sie auch mit Ihren Nachbarn sprechen, ob die mehrtägigen Arbeiten für sie akzeptabel sind. Wollen Sie in einem gepachteten Schrebergarten bohren, müssen Sie außerdem die Erlaubnis der Gartengemeinschaft und des Vorstands einholen.
  • Sie benötigen schweres Werkzeug, das Sie sich jedoch im Fachhandel ausleihen können.
  • Überlegen Sie, ob Sie sich die Arbeiten zutrauen, da sie sehr kraftintensiv sind. Auch Grundkenntnisse im Brunnenbau sollten vorhanden oder angelesen sein.
  • Informieren Sie sich über die verschiedenen Brunnentypen und entscheiden Sie, welcher Typ Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht und sich in Ihrem Garten realisieren lässt. Am häufigsten bauen Privatpersonen Bohr- oder Rammbrunnen, jedoch werden auch noch klassische Schachtbrunnen angelegt. Letztere Variante liefert jedoch nur wenig Wasser und ist aufgrund des großen Durchmessers aus hygienischer Sicht nicht zu empfehlen.

Einen Brunnen anlegen: So gehen Sie vor

  1. Führen Sie Brunnenbohrungen möglichst nicht im Hochsommer durch, da in dieser Zeit der Grundwasserspiegel noch weiter absinkt. Führen Sie zunächst Probebohrungen mit einem Erdbohrer durch oder bohren gezielt an der Grundwasserquelle.
  2. Nutzen Sie ein Bohrrohr von mindestens 200 mm Durchmesser sowie einen Erdbohrer und bohren so lange, bis Sie das nasse Erdreich erreichen. Setzen Sie das Bohrrohr in das Bohrloch und arbeiten Sie mit einer Kiespumpe weiter.
  3. Beschweren Sie die Kiespumpe mit Gewichten und Wasser, bis die Pumpe arbeitet. Bewegen Sie die Pumpe auf und ab und ziehen sie heraus, wenn sie sich genug mit Bohrgut gefüllt hat. Ziehen Sie nun das Bohrrohr heraus. Wiederholen Sie diese Vorgehensweise so lange, bis das Bohrrohr mindestens fünf Meter in das Grundwasser vorgedrungen ist.
  4. Ist das Bohrloch tief genug, können Sie ein Brunnenfilterrohr einbauen, an dieses schließt sich ein weiteres Rohr an, das bis zur Erdoberfläche reicht. Zum Abschluss schütten Sie Kies auf.

Brunnenbohrungen sind Knochenarbeit, haben sich im Boden Verdichtungen gebildet, ist das Durchbohren schwierig bis unmöglich. Führen Sie die Arbeiten deshalb nicht allein durch, sondern wechseln sich mit Freunden ab.

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