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Brunnenbohrer richtig anwenden - so geht's

Wenn Sie nach Wasser im Garten selber bohren wollen, müssen Sie dafür einen Brunnenbohrer einsetzen. Die Handhabung ist einfach, aber aus Unkenntnis machen viele Menschen Fehler und zerstören das Werkzeug nach wenigen Metern im Erdreich.

Wasser finden Sie mit dem Brunnenbohrer.
Wasser finden Sie mit dem Brunnenbohrer.

Was Sie benötigen:

  • Brunnenbohrer
  • Handgriff
  • Gestänge
  • Gestängehalter

Aufbau des Brunnenbohrers

Ein Brunnenbohrer besteht aus drei Teilen, die Sie unbedingt benötigen:

  1. Das Teil, mit dem Sie bei der Arbeit am meisten beschäftigt sein werden, ist ein T-förmiges Stück, der Handgriff. Das Teil ist so geformt, dass Sie es mit der notwendigen Kraft betätigen können. Die Griffe dürfen nicht verlängert werden, um mehr Kraft aufwenden zu können.
  2. Des Weiteren gehören zum Brunnenbohrer 1 m lange Rohre, das Bohrgestänge. Dieses setzen Sie erst während des Bohrens zusammen, jedoch nicht zuvor.
  3. Außerdem benötigen Sie noch einen entsprechenden Bohrer. Dieser Erdbohrer sieht aus wie eine große Schraube, die sich um einen Vierkantstab  windet. Mit solchen Bohrern können Sie keine harten Gesteinsschichten durchbohren.

Ein sinnvolles, aber nicht notweniges Zubehör, ist eine Art Klammer, mit der Sie das Gestänge daran hindern,  in das Bohrloch zu fallen. Ab 5 m Bohrtiefe sollten Sie immer einen Gestängehalter benutzen.

So bohren Sie nach Wasser

Stellen Sie vor Beginn des Bohrens sicher, dass Sie keine Leitungen treffen können und dass es keine Altlasten gibt, der Boden also giftig sein könnte. Außerdem müssen Sie sicher sein, dass Sie an dem Standort einen Brunnen bohren dürfen. Sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind, können Sie loslegen:

  1. Setzen Sie den Erdbohrer an und drehen diesen ins Erdreich. Da erfordert viel Kraft, aber auch keine brutale Gewalt.
  2. Obwohl es eigentlich klar sein sollte, muss, wenn Sie ein Loch bohren, etwas aus der Erde geholt werden. Das geht nur, wenn Sie den Bohrer regelmäßig nach 2, maximal 3 Umdrehungen, aus dem Bohrloch herausholen und so das Erdreich entfernen. Der Bohrer ist nicht in der Lage, die Erde anders aus dem Loch zu transportieren.
  3. Wenn Sie nie mehr als 3 Umdrehungen machen, bevor Sie den Brunnenbohrer aus dem Bohrloch holen, wird dies auch immer leicht möglich sein. Drehen Sie zu weit auf einmal in das Erdreich, bekommen Sie den Bohrer nicht mehr heraus. Zerren Sie diesen niemals mit Gewalt heraus, drehen Sie den Brunnenbohrer lieber ein Stück zurück, statt ihn mit einer Winde oder Ähnlichem herauszureißen.
  4. Sobald Sie eine Tiefe von mehr als 5 m erreicht haben, ist es nicht mehr sinnvoll, das gesamte Gestänge  herauszuziehen. Dieses wäre kaum noch senkrecht zu halten. Fangen Sie lieber an, das Gestänge beim Herausziehen nach maximal 3 m zu trennen. Dabei ist dringend zu raten, den Gestängehalter einzusetzen, damit das im Bohrloch verbleibende Bohrgestänge mit dem Bohrer nicht in das Bohrloch herabstürzen kann. Ist dieses geschehen, sind der Bohrer und das Bohrloch verloren. Verzichten Sie nie auf die Teilung des Gestänges, denn dieses kann umkippen und großen Schaden anrichten.
  5. Wenn Sie auf eine harte Schicht stoßen, die Sie nicht durch Drehen durchdringen können, der Brunnenbohrer also nicht mehr in die Tiefe geht, müssen Sie an einer anderen Stelle bohren oder eine Fachfirma mit schwerem Gerät zu Hilfe bitten. Schlagen Sie nie auf den Brunnenbohrer, um diesen weiter hineinzutreiben, Sie erreichen nichts und zerstören diesen nur.
  6. Außer einem nassen Erdreich, das Sie herausholen, erkennen Sie eine Wasser führende Schicht am Gegendruck. Wenn Sie den Bohrer nach Beseitigung der anhaftenden Erde wieder einsetzen, steht er weiter aus dem Bohrloch heraus als zuvor.
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