- 12.01.2012 Michaela Geiger
Manchmal ist man hin und her gerissen. Man holt einen Brief aus dem Briefkasten, und obwohl er an jemand anderen adressiert ist, interessiert einen brennend, was drin steht. Viele spielen dann mit dem Gedanken, den Brief einfach unbemerkt zu öffnen. Das sollten Sie aber unterlassen. Dafür sprechen viele Gründe, die hier in diesem Artikel aufgeführt werden.
Brief unbemerkt öffnen - diese Gründe sprechen dagegen
- Der wichtigste Grund ist das Briefgeheimnis. Post, die nicht an Sie gerichtet ist, unterliegt dem Briefgeheimnis. Sie haben kein Recht, diesen Brief zu öffnen. Es ist sogar gesetzlich verboten.
- Wenn man Ihnen nicht ausdrücklich erlaubt hat, die Post zu öffnen, die nicht an Sie adressiert ist, sollte es für Sie eine Frage des guten Anstands sein, dass Sie sich daran halten. Besonders in einer Beziehung ist es oft so, dass Paare gegenseitig die Post öffnen. Mit Zustimmung des Partners ist das auch o. k. Ohne die Zustimmung jedoch sollte hier das Vertrauen größer als die Versuchung sein.
Der Versuchung widerstehen - so könnte es klappen
- Überlegen Sie einmal. Möchten Sie, dass man Ihre Post heimlich und ungefragt öffnet? Wohl kaum. Also räumen Sie dieses Recht auf Privatsphäre auch jeder anderen Person ein.
- Sollten Sie Grund haben, Ihrem Partner zu misstrauen, sprechen Sie ihn einfach darauf an. Sagen Sie ihm, dass Ihnen der Brief merkwürdig vorkommt und dass Sie gerne wissen möchten, um was es sich bei dieser Post handelt. Wenn Ihr Partner nichts zu verbergen hat, wird er Ihnen den Brief vermutlich zeigen.
Auch wenn Sie noch so viel Grund für Ihr Misstrauen haben, das Öffnen eines Briefes, der nicht an Sie adressiert ist, geht gar nicht. Versuchen Sie also am besten erst gar nicht, Ihre Tat zu verheimlichen, indem Sie den Brief unbemerkt öffnen. Kommt diese Vorgehensweise ans Licht, sind Sie am Ende der jenige, der schlecht dasteht. Haben Sie ein wenig Vertrauen oder haben Sie Mut zur Offenheit.