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Brennweite bei einer Digitalkamera richtig einstellen - so gelingen Ihnen gute Fotos

Wenn Sie die Brennweite von Ihrer Digitalkamera nicht per Automatik einstellen lassen wollen, können Sie oft Fotos machen, mit denen Sie zufriedener sind, weil sie Ihnen und Ihren persönlichen Sehvorstellungen mehr entsprechen. Denn die Kamera sieht objektiv, sie sehen subjektiv. Diese Hinweise sind für Freizeitfotografen gedacht, die sich noch wenig auskennen.

Digitalkamera mit Teleobjektiv - das sollten Sie über die Brennweite wissen.
Digitalkamera mit Teleobjektiv - das sollten Sie über die Brennweite wissen.

Machen Sie sich klar, was eine Brennweite ist

  • Die Brennweite ist die Entfernung von der Linse, dem Auge der Digitalkamera, zum Brennpunkt, auch Fokus genannt. Sie wird in Millimetern angegeben. Die Brennweite bestimmt den Bildausschnitt.
  • Wenn Sie ein und dasselbe Motiv mit verschiedenen Brennweiten aufnehmen und dabei Ihren Standpunkt nicht verändern, dann ändert sich nicht die Perspektive, sondern nur der Abbildungsmaßstab, d.h. der Ausschnitt wird vergrößert oder verkleinert. Sie könnten also, statt ein anderes Objektiv zu verwenden, einen Ausschnitt vergrößern. 
  • Die Vergrößerung eines Ausschnitts bei der Digitalkamera (Digital-Zoom) erreichen Sie durch eine höhere Auflösung. Wenn Sie etwa eine Kamera mit 3-fach-Zoom haben und diesen Zoom durch eine Ausschnittvergrößerung bei gleichem Abbildungsmaßstab erreichen möchten, brauchen sie vier Mal so viele Pixel.
  • Die Brennweite kann von 17 mm bis 2000 mm (Teleobjektiv) reichen. Ein Schloss, das Sie mit 17 mm aus reichlicher Entfernung sehen, sehen Sie mit einem Teleobjektiv (2000 mm) im Detail. Sie erkennen also zum Beispiel einen Schornstein - grob veranschaulicht.
  • Eine Brennweite von 50 mm bezeichnet man als Normalobjektiv, da es in etwa dem Blickwinkel Ihres Auges, nämlich 46 Grad, entspricht. 
  • Bei einer Brennweite von unter 50 mm spricht man von einem Weitwinkelobjektiv. Sogenannte Fisheye-Objektive haben einen Blickwinkel von 180 Grad, wobei meist ein kreisförmiges Bild entsteht. 
  • Bei Brennweiten, die 50 mm überschreiten, spricht man von Tele-, Supertele- oder sogar Ultrateleobjektive.
  • Im Unterschied zum Kleinbildfilm in einer analogen Kamera ist der sog. CCD-Aufnahmechip in einer digitalen Kamera kleiner. Das hat zur Folge, dass die Werte für die Brennweite wesentlich kleiner sind. Nun gibt es auch noch unterschiedliche CCDs, sodass die Hersteller von Digitalkameras die Brennweite der einfachen Handhabung zuliebe umgerechnet auf das Kleinbildformat angeben. So müssen Sie nicht mühsam rechnen.

Fotografieren mit Digitalkamera - das sollten Sie wissen

    • Sowohl Weitwinkel- als auch Teleobjektive entsprechen nicht mehr dem, was das menschliche Auge wahrnehmen kann. Damit kann ein Foto verhunzt erscheinen, Sie können dadurch aber ebensogut erst ein besonders gelungenes Foto machen, wenn dank Verfremdungseffekt ein Foto ästhetisch an Qualität gewinnt.
    • Beachten Sie, dass mit zunehmender Brennweite der Digitalkamera die Lichtstärke abnimmt, sie also gegebenenfalls zum Ausgleich den Blitz benutzen sollten oder mit einem Stativ zu arbeiten sich empfiehlt.
    • Je größer die Brennweite, desto schwieriger ist es, gute Objektive zu bekommen, was die Lichtstärke, die Auflösung und die Verzerrung angeht. Bei Digitalkameras ist die Brennweite begrenzt (etwa auf etwa 38 bis 190 mm). Dank Gewinde lassen sich aber Weitwinkel- bzw. Telekonverter aufschrauben. 
    • Billigere Digitalkameras haben meist nur wenige Zoomstufen. Sie können also nicht kontinuierlich ein Motiv heranzoomen. Wenn Sie selbst genau den Bildausschnitt auswählen möchten, der notwendig ist für ein gelungenes Foto, dann sollten Sie eine Digitalkamera wählen, mit der Sie mechanisch die Brennweite verstellen können, und zwar stufenlos. Das ist bei Spiegelreflex-Objektiven gewährleistet.
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