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Brennholz umsonst oder für kleines Geld besorgen - so geht's

Da die Preise für Brennholz ordentlich zugelegt haben, kann das abendlich prasselnde Kaminfeuer auf Dauer ganz schön ins Geld gehen. Ein kleiner Sack Buchenholzscheite aus dem Baumarkt ist schnell verbrannt und deshalb auf Dauer auch keine Lösung. Was tun Sie aber, wenn Sie möglichst wenig Geld für Brennholz ausgeben können oder es sogar umsonst bekommen möchten?

Ein abgebrochener Baum bedeutet Aufwand für den Grundstücksbesitzer.
Ein abgebrochener Baum bedeutet Aufwand für den Grundstücksbesitzer.

Sicherlich ist es praktisch, sich fertig zugeschnittenes Brennholz aus dem Baumarkt ins Haus zu holen. Aber leider ist diese Luxusvariante der Brennholzbeschaffung auf Dauer ein teurer Spaß. Auch der Kauf von Brennholz bei kommerziellen Anbietern kostet - je nach Zustand und Maß - einiges an Geld. Wenn Sie bereit sind, ein wenig Zeit und einiges an Muskelkraft einzusetzen, können Sie Holz für Ihren Kamin günstig oder gar umsonst beschaffen. Wichtig ist es, dass Sie sich darüber bewusst sind, dass dies mit einigem Aufwand verbunden sein kann.

Brennholz umsonst - hier könnten Sie fündig werden

Wenn Sie umsonst an Brennholz kommen möchten, müssen Sie sich von der romantischen Vorstellung von exakt zugeschnittenen Hartholzscheiten befreien. Holzabfälle und hölzerne Paletten brennen genauso gut.

  • Kleinvieh macht auch Mist - dies sollte Ihre Devise sein, wenn Sie in kleinen Schreinereien oder Zimmereien nach Abfällen fragen. Nicht jeder Handwerker verbrennt sein Abfallholz selber. Denken Sie auch an den Nachbarn, bei dem Sie regelmäßig Bastel- oder Bauarbeiten mit Holz beobachten. Vielleicht ist er Ihnen dankbar, wenn Sie ihm seinen Holzabfall abnehmen.
  • Fahren Sie am Wochenende durch Neubaugebiete und sprechen Sie Häuslebauer an. Viele Baumaterialien werden auf Paletten geliefert und die Hausbesitzer sind froh, wenn sie sie umsonst loswerden können. Schwere Baumaterialien werden häufig sogar auf Hartholzpaletten geliefert und sind deshalb als Brennholz besonders wertvoll für Sie.
  • Auch größere Firmen bekommen ihre Ware häufig im wahrsten Sinne des Wortes "palettenweise". Die Lagerarbeiter sind in diesem Fall für Sie die richtigen Ansprechpartner. Ein paar Euros für die Kaffeekasse, und mancher ist möglicherweise bereit, einige Zeit lang Paletten für Sie beiseite zu stellen.

Schweißtreibend aber lohnend - ganze Bäume ergattern

Ein liegender Baum ist meist beeindruckend groß und macht beim Zersägen eine Menge Arbeit. Eine große Motorsäge, mindestens ein Helfer und eine Transportmöglichkeit für das Holz sind Voraussetzung für die folgenden Methoden, Brennholz umsonst zu beschaffen.

  • Des einen Leid - des anderen Freud. Nach schweren Stürmen ist mancher Hausbesitzer froh, wenn der umgekippte oder abgebrochene Baum auf seinem Grundstück umsonst entsorgt wird. Vorsicht: Sturmholz aus dem Wald dürfen Sie nicht so ohne Weiteres mitnehmen!
  • Totholz auf verwaisten Grundstücken steht oder liegt oft jahrelang. Deren Besitzer sind an der kostenintensiven Beseitigung oft nicht interessiert. Möglicherweise erscheinen Sie ihnen als "rettender Engel", wenn Sie die Beseitigung abgestorbener Bäume anbieten. Fragen Sie Nachbarn oder die Gemeindeverwaltung nach dem Besitzer des Grundstücks und kontaktieren Sie ihn.
  • Fällt Ihnen bei Waldspaziergängen seit vielen Jahren eine Stelle auf, an der immer dasselbe Polterholz liegt? Fragen Sie in der Verwaltung der entsprechenden Gemeinde nach dem zuständigen Förster und erkundigen Sie sich danach. Vielleicht haben Sie ja Glück und der Förster erlaubt Ihnen, das Holz abzuholen.
  • In Neubaugebieten stehen Bäume den Häuslebauern oft im Weg und müssen gefällt werden. Das Fällen sollten Sie möglicherweise einem Profi überlassen, das Auseinandersägen und Abtransportieren können Sie dann übernehmen. Sie müssen jedoch davon ausgehen, dass kommerzielle Holzfäller das Material für sich beanspruchen. Klären Sie dies besser im Vorfeld mit dem Bauherren.

Wichtige Tipps - was Sie beachten müssen

  • Gehen Sie nicht einfach ungefragt auf Grundstücke und legen Sie drauf los. Fragen Sie immer vorher den Grundstückseigentümer, auch wenn es mühsam ist, ihn ausfindig zu machen. Hinterlassen Sie das Grundstück in ordentlichem Zustand.
  • Lackiertes, oberflächenbeschichtetes oder behandeltes Holz dürfen Sie nicht verbrennen.
  • In manchen Gemeinden benötigen Sie eine Baumfällgenehmigung, wenn Sie einen Baum selber fällen möchten. Dies gilt auch für Privatgrundstücke. Fragen Sie sicherheitshalber bei der Verwaltung nach.
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