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Brasilien - Wissenswertes über die Bevölkerung des südamerikanisches Landes

Denkt man an den Karneval in Rio - der zu den wohl größten Attraktionen in Brasilien gehört - dann übersieht man schnell das, was sich hinter der schillernden Fassade verbirgt. Nicht nur die Armut ist groß, auch die Kriminalitätsrate des Landes liegt über dem Durchschnitt.

Die Armut ist groß - ein Slum in Rio.
Die Armut ist groß - ein Slum in Rio.

Schillernde Farben, schöne und fröhliche Menschen - der Karneval in Rio de Janeiro lässt einen schnell vergessen, dass es sich bei Brasilien um ein Land handelt, in dem die Bevölkerung täglich mit vielen Missständen zu kämpfen hat.

Brasilien - Bevölkerung und Armut

Auch wenn Rio de Janeiro sicher die bekannteste Stadt Brasiliens ist, die Hauptstadt des südamerikanischen Staates ist Brasilia. Die Bevölkerungsdichte des rund 8.514.215 Quadratkilometer großen Landes liegt bei etwa 22,5 Einwohnern pro Quadratkilometer.

  • Das hört sich zunächst nicht viel an, doch bedenkt man, dass das Amazonasgebiet und die Bergregionen des Landes nur spärlich besiedelt sind, dann verwundert es wenig, dass die Bevölkerungsdichte des Bundesstaates Rio de Janeiro bei über 300 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt. Ebenso verhält es sich im "Distrito Federal do Brasil", dem Hauptstadtdistrikt des Landes, bei dem es sich übrigens um einen Stadtstaat handelt.
  • Viele Einwohner Brasiliens leben in Elendsvierteln. Zum Alltag in den Favelas (Slums) gehört nicht nur die Armut, auch Kriminalität bestimmt das tägliche Leben. Favelas gehören zu den größten Umschlagplätzen für Drogen. In Rio de Janeiro bemüht man sich, dieses Problem zu kontrollieren. So hat die Polizei der Kriminalität im größten Slum der Stadt - dem Elendsviertel Rocinha, vom dem Sie sicher schon einmal gehört haben - den Kampf angesagt und kann dort schon Erfolge verbuchen.
  • Allerdings tut das dem Drogenhandel und der Kriminalität keinen Abbruch. Die Dealer von Rocinha haben sich nicht zur Ruhe gesetzt, sie haben lediglich das Viertel gewechselt. Immerhin, im größten Slum von Rio ist es ruhiger geworden.
  • Auch in den ländlichen Regionen des Landes müssen die Menschen ums Überleben kämpfen. Ein Großteil dieser Menschen lebt von der Landwirtschaft, doch es gibt nur Einzelne, die etwas besitzen. Selbst das Wenige, das den Kleinbauern zum Leben bleibt, ist ihnen nicht sicher. Ihre Existenz wird durch ständige Konflikte mit Großgrundbesitzern und Unternehmen, die auf dem Land der Bauern nach Rohstoffen suchen wollen, erschwert und gefährdet.

Kriminalität und Sicherheit in dem südamerikanischen Land

Auch wenn die Kriminalität bekämpft wird: Raubüberfälle, Morde und Entführungen gehören zum brasilianischen Alltag.

  • Kriminelle und Drogensyndikate machen das Leben in Brasilien unsicher. Ein Bericht der "Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung", der im Oktober 2011 veröffentlicht wurde, bestätigt die hohe Mordrate, unter der die Bevölkerung zu leiden hat: Auf 100.000 Einwohnen fallen dem Bericht zufolge 22,7 Tötungsdelikte.
  • Die Polizei ist nicht nur machtlos, oft ist sie in die Verbrechen verwickelt. Viele Polizisten gelten als korrupt oder ihnen wird ein Machtmissbrauch vorgeworfen - und es handelt sich hierbei nicht etwa um unbedeutende Straftaten: Menschen verschwinden und es wird gemordet. Ein möglicher Auslöser für dieses Verhalten ist der Verdienst - das Gehalt der brasilianischen Ordnungshüter ist gering.

Kriminalität und Armut bestimmen das Leben eines Großteils der brasilianischen Bevölkerung. Das Leid in dem südamerikanischen Land ist groß. Ein altes und bekanntes Problem - doch der Staat will seiner Bevölkerung helfen: Brasilien hat der Kriminalität den Kampf angesagt. Was die Armut betrifft, so soll bis zum Jahre 2016 - zumindest die extreme Armut - vollständig beseitigt werden. Bleibt zu hoffen, das Brasilien seine ehrgeizigen Pläne auch tatsächlich in die Tat umsetzen kann.

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