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Brandversicherung abschließen - so ermitteln Sie den Wert der zu versichernden Immobilie

Für den Abschluss einer Brandversicherung wird der Wiederaufbauwert einer Immobilie benötigt. Diesen findet man mithilfe von Wertermittlungsbögen heraus, die bei der Versicherung angefordert werden können. Bei einem älteren Gebäude empfiehlt es sich, mit einem Sachverständigen zusammenzuarbeiten, da hier meistens keine Bauunterlagen mehr vorliegen bzw. das Gebäude durch diverse Renovierungs- und Umbaumaßnahmen stark verändert wurde. Eine weitere Möglichkeit ist die Umrechnung der aufgewendeten Baukosten.

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Was Sie benötigen:

  • Baupläne
  • Bauunterlagen
  • Wertermittlungsbogen

Wertermittlung einer Immobilie für die Brandversicherung

  • Um den Wiederaufbauwert für die Brandversicherung zu ermitteln, werden verschiedene Angaben benötigt. Zunächst wird der Gebäudetyp ermittelt. Dabei wird unterschieden, ob das Haus unterkellert ist, wieviele Geschosse das Gebäude hat und ob das Dachgeschoss ausgebaut ist.
  • Die Bauausführung ist für die Brandversicherung ebenfalls relevant. Hier werden die Baumaterialien für den Außen- und Innenbereich eingestuft. Zusätzlich werden die Angaben über die Ausstattung des Sanitärbereichs und die Art des Heizsystems benötigt. Die Wohnfläche in qm und die Anzahl der Garagen werden ebenso berücksichtigt.
  • Aus diesen Angaben wird dann der Wert von 1914 errechnet. Bei dem Wert von 1914 handelt es sich um einen fiktiven Rechenwert. Dieser gibt an, welchen Wert das Gebäude 1914 in Goldmark gehabt hätte. Der Wert von 1914 wird deswegen als Bezugsgröße verwendet, weil im Jahr 1914 die Immobilienpreise das letzte Mal stabil waren.
  • Mit Beginn des 1. Weltkrieges und der Weltwirtschaftskrise sind die Immobilienwerte und die Werte für Grund und Boden kräftig angestiegen, gleichzeitig haben auch die Baupreise kräftig angezogen.

Berechnung des Wiederaufbauwertes einer Immobilie für die Versicherung

  • Um den aktuellen Wiederaufbauwert der Immobilie zu berechnen, wird der Wert von 1914 mit dem aktuellen Baupreisindex multipliziert. Dieser Index wird jährlich vom statistischen Bundesamt neu berechnet. Er berücksichtigt die Wertsteigerung der Immobilien über die Jahre.
  • Der Wiederaufbauwert entspricht meistens nicht dem Kaufwert einer Immobilie, da bei dieser Berechnung die Grundstücksgröße und die regionale Lage der Immobilie nicht berücksichtigt werden. Der Wiederaufbauwert dient allein als Wert bei der Brandversicherung.
  • Für die Berechnung der Versicherungsprämie wird ebenfalls der Wert von 1914 zugrunde gelegt. Allerdings wird hier nicht mit dem Baupreisindex multipliziert, sondern mit dem gleitenden Neuwertfaktor. Dieser wird jährlich vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. festgelegt. Er berücksichtigt die Entwicklung der Baupreise sowie der Tariflöhne im Baugewerbe. Über das Ergebnis kann dann der Versicherungsbeitrag berechnet werden.
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