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Boomerang-Effekt - Wissenwertes über die Wirkung in der Werbung

Der Boomerang-Effekt hat etwas mit dem Verhalten des Wurfholzes zu tun, das plötzlich in eine andere Richtung fliegt, als es geworfen wurde. Dieser Effekt lässt sich auf viele Prinzipien und Ereignisse im menschlichen Alltag übertragen und stellt bspw. ein großes Problem in der Werbung dar.

Der Boomerang-Effekt ist häufig in unserem Alltag zu beobachten.
Der Boomerang-Effekt ist häufig in unserem Alltag zu beobachten. © Rike / Pixelio

Generelles zur Boomerang-Wirkung

  • Jeder Mutter kennt den Boomerang-Effekt aus eigener Wahrnehmung, denn nur zu oft erreicht sie mit der Erziehung das Gegenteil, von dem was sie erreichen will. Ein Verbot macht etwas erst richtig interessant, und wenn Mutti den Spinat so lobt, dann reagiert der Sprössling mit Misstrauen und verweigert den Genuss des Gemüses.
  • Es ist in jeglicher Hinsicht schwierig, vorher zu ahnen, wie eine Maßnahme ankommen wird. Fast jede Art der Beeinflussung kann das Gegenteil von den bewirken, was erreicht werden soll. 
  • Dabei zeigt es sich, dass es oft auf die Dosierung einer Maßnahme ankommt. Mit anderen Worten, wenn Sie etwas erreichen wollen, kann es sein, dass Sie sich erst dem Ziel nähern, zum Beispiel durch eine Ermahnung an andere, eine Sache endlich zu tun, und sich dann plötzlich von diesem Ziel wieder entfernen, obwohl Sie Ihr Verhalten nicht ändern. Die Wirkung Ihrer Maßnahme verhält sich wie ein Boomerang, nach einiger Zeit wendet diese sich gegen Sie.

Nutzung des Effekts in der Werbung

  • Der Boomerang-Effekt wird oft ganz gezielt angewendet, in dem eine Botschaft mit dem Begriff "Verboten" verknüpft wird, denn Verbote reizen zum Übertreten. Denken Sie zum Beispiel an Formulierungen, dass der Pudding verboten gut schmecke oder Sie dank der neuen Hautcreme verboten gut aussehen werden.
  • Indirekt wird der Effekt auch ausgenutzt, wenn dem Kunden suggeriert wird, dass ihm ein Produkt nicht oder nur in kleinen Mengen verkauft werden soll. Höchstabnahmen oder Artikel, die momentan vergriffen sind, lösen aus, dass die Kunden das Produkt haben wollen, weil man es ihnen nicht verkaufen will.

Die Wirkung des Boomerangs verhindern

  • Meist geht es jedoch darum, den Boomerang-Effekt zu vermeiden. Hat der Kunde eine negative Einstellung zu einer Firma oder zu einem Produkt, ist es immer schwierig, diese Einstellung zu ändern, denn jede Werbung, die zu einer positiven Einstellung führt, wird als Gängelung empfunden werden. Oft ist es besser, mit der Werbung abzuwarten, bis die Aufmerksamkeit des Kunden auf andere Produkte gerichtet ist.
  • Extrem problematisch ist jede Art von Werbung, die an Angst geknüpft ist; so konnte sich der Sicherheitsgurt nicht durchsetzen, weil die massive Werbung mit Unfällen zur Ablehnung des Gurtes führte. Eine Änderung der Werbestrategie hin zu einem niedlichen Teddy, der „Erst gurten - dann starten" verkündete, brachte die Lösung.
  • Aktuell sehen Sie sich, zumindest als Raucher, täglich mit angstbesetzter Werbung konfrontiert. Die Aufdrucke auf Zigaretten- und Tabakpackungen, die Ihnen Unfruchtbarkeit und Lungenkrebs versprechen, versetzen Sie in eine Art Trotzhaltung, die Sie im Rauchen verstärkt. Auch das ist eine Auswirkung des Boomerang-Effekts.
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