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Boiler anschließen - eine Anleitung für Laien

Boiler können außer mit Strom auch mit Gas beheizt werden. An Gasgeräte sollten Sie als Laie aber nicht Hand anlegen, das ist Sache von Fachleuten. Hier soll es deshalb um Elektroboiler gehen, die Sie bei Beachtung der entsprechenden Sicherheitsstandarts auch als Heimwerker selber anschließen können.

Die Heizschlange aus einem Boiler
Die Heizschlange aus einem Boiler

Was Sie benötigen:

  • Sachkenntnisse
  • Schraubenschlüssel
  • Elektrikerwerkzeuge
  • Dübel
  • Wandschrauben

Boiler brauchen Strom und Wasser

  • Die Voraussetzungen zum Anschließen eines Boilers ist eine Steckdose in unmittelbarer Nähe sowie die Wasserleitung mit dem Mischer als Auslaufventil. Der Mischer muss so platziert sein, dass man warmes wie kaltes Wasser an die benötigten Stellen bekommt. Vielfach kommt ein Schwenkhahn dafür infrage.
  • Nun sollte der Boiler auch in die Nähe des Auslaufventils, damit die Zu- und Ableitung möglichst kurz gehalten werden kann. Er muss aber nicht unbedingt senkrecht über dem Mischer hängen. Handelt es sich um einen Unterbauboiler, bestimmen die örtlichen Platzverhältnisse den Montageort. Dort schrauben Sie den Boiler an den vorgesehenen Aufhängungen an.
  • Versehen Sie, wenn möglich, die Wasserzuleitung zum Mischer mit einem Absperrventil. Sie können dann bei einer Störung den Unterbauboiler abdrehen, ohne die Wohnung ohne Wasser zu lassen. Bei drucklosen Boilern ist das nicht erforderlich. Schauen Sie in die technischen Daten, welche Art Boiler Sie haben.

Das Anschließen der Wasserversorgung

  • Die Anschlußstutzen am Boiler sind gekennzeichnet mit Eingang und Ausgang. Kaltes Wasser muss in den Eingang fließen, aus dem Ausgang kommt das heiße Wasser. Verbinden Sie die Stutzen mit den mitgelieferten Röhrchen oder Schläuchen mit den entsprechenden Anschlüssen am Mischer.
  • Oft müssen dazu die Verbindungsröhrchen gebogen werden. Da sie aus sehr weichem Kupfer bestehen, ist das mit wenig Kraftaufwand möglich. Damit die Röhrchen nicht einknicken, spannen Sie sie locker in den Schraubstock beim Biegen. Extreme Kurven sollten Sie sich vom Klempner herstellen lassen.
  • Wenn die Röhrchen die richtige Form haben, sägen Sie die passende Länge ab, feilen die Grate weg und schrauben die Leitungen mit den Überwurfmuttern fest. Es darf keine Spannung entstehen, dann müssen Sie noch einmal nachbiegen. Jetzt drehen Sie das warme Wasser auf, bis der Boiler überläuft.

So kommt der Strom in den Boiler

  • Wurde Ihr Boiler mit einer elektrischen Schnur und Stecker geliefert, müssen Sie ihn nur noch anstecken. Je nach Inhalt wird es eine Zeit dauern, bis sich ein Rauschen im Inneren hören lässt. Das ist das Zeichen, dass Ihr Wasser heiß wird. Stellen Sie dann die gewünschte Temperatur am Wahlschalter ein - fertig.
  • Besitzt der Boiler aber eine Anschlussleiste für eine feste Zuleitung, ist die elektrische Installation bis hinter das Gerät zu verlegen. Dort schauen dann die drei Kabel aus der Wand, oder es liegt dort zum Anschließen eine Abzweigdose mit drei Kontakten.
  • Sorgen Sie dafür, dass der Strom abgestellt ist. Klemmen Sie das gelbgrüne Kabel an die Klemme mit dem Massesymbol. Sie liegt oft auf dem Gehäuse. Die beiden anderen Kabel sind unkritisch, die können Sie beliebig  anschließen.
  • Bevor Sie das Gehäuse schließen, lassen Sie den Boiler heiß werden und kontrollieren Sie die Wasserdichtheit sowie das automatische Einschalten nach der Wasserentnahme und das Abschalten bei der erreichten Wahltemperatur. Gehen Sie sparsam mit warmem Wasser um, ein Boiler ist ein Stromfresser.
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