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Bohnern eines Fußbodens - so machen Sie es richtig

Bohnern ist eine altbewährte Methode, um harte Fußbodenbeläge zu pflegen und deren Lebensdauer zu erhalten. Zum Pflegen mit Bohnerwachs eignen sich alle offenporigen Holzfußböden, Korkfußböden sowie Feinsteinfußböden - Insbesondere Linoleumböden - einer Art Vorläufer unseres heutigen "PVC"-. Durch die Pflege mit Bohnerwachs schützen Sie Böden vor Austrocknung und frühzeitiger Alterung. Nachteil: Der Pflegeaufwand ist deutlich höher als üblich und Sie müssen die Pflege regelmäßig durchführen.

Linoleum-, Holz- und Korkfußböden sollten mit Bohnerwachs gepflegt werden.
Linoleum-, Holz- und Korkfußböden sollten mit Bohnerwachs gepflegt werden.

Was Sie benötigen:

  • Staubsauger oder Besen und Kehrschaufel
  • Wischmoop mit Feudel und Eimer
  • 2 - 3 grössere Putztücher aus Naturfaser
  • Bohnerwachs
  • Bohnerbesen

Erst Bodenreinigung  - dann bohnern

    1. Vor dem Bohnern müssen Sie zuerst den Boden gut reinigen. Grober Schmutz, Staub- und Sandreste sollten Sie vollständig entfernen. Sicherheit erlangen Sie am besten mit einer Feucht- oder Nassreinigung, allerdings müssen Sie danach dem Boden genügend Trockenzeit geben.
    2. Bohnerwachs und nasser Boden vertragen sich nicht. Achten Sie auch darauf, nicht zuviel Reinigungsmitteln zu verwenden. Die Wachspflege gelingt dann nicht so gut, weil Reinigungsmittelreste die Poren des Bodens verstopfen. Das Bohnerwachs kann dann nicht richtig in die Oberfläche eindringen und seine schützende Wirkung entfalten.
    3. Bohnerwachs ist eine Art Paste ähnlich einer herkömmlichen Schuhcreme aus der Tube. Zu beachten sind evtl. Inhaltsstoffe im Bohnerwachs, die empfindliche Nasen oder Häute stören können. Lesen Sie also beim Kauf die Zutatenliste auf der Tube. Einige Bioläden, Biobaustoffläden, Reformhäuser aber auch gut sortierte Baumärkte führen Bohnerwachs auf Bienenwachsbasis. Unverzichtbar ist der Bohnerbesen - eine Art größere und schwere(!) Bürste an einem beweglichen Stiel, ähnlich eines Wischmopp mit Klotz. Dieser dient zum Polieren der gesamten Bodenfläche, nachdem der Wachsauftrag erfolgt ist.

    Vorsicht beim Auftragen des Bohnerwachses

      1. Nach dem Sie den Boden gut gereinigt haben, erfolgt das Auftragen des Bohnerwachses auf die gesamte Bodenfläche. Am besten benutzen Sie ein bereits am Wischmopp befestigtes Putztuch oder wickeln einen größeren Stoffrest (altes Hemd o.ä.) aus Naturfaser um einen Schrubber. Dieser dient Ihnen als "Verteiler".
      2. Geben Sie etwas Bohnerwachs direkt auf den Fußboden und verteilen es gleichmäßig auf die Fläche oder geben Sie etwas Wachs auf das Wischtuch und verteilen es dann. Beides nicht zu weitflächig, da leicht Stellen übersehen werden.
      3. Vorsicht! Durch das Wachsen wird die Bodenoberfläche verdammt glatt und rutschig! Geeignetes Schuhwerk schützt vor unliebsamen Ausrutschern. Das Bohnern von Ecken, Kanten und Kleinstflächen müssen Sie händisch direkt mit dem Putztuch durchführen. 
      4. Die Kunst des Bohnerns erlangen Sie durch einen Wachsauftrag zwischen zuviel und zuwenig. Überschüssiges Wachs müssen Sie mühselig wegpolieren. Zuwenig Wachs spüren Sie als üble Bremswirkung beim Polieren und es fehlt der schützende Film. Ziel ist ein seidiger, wunderbarer Glanz des ganzen Fläche!  

      Kräftiges Zupacken ist beim Bohnern nötig

      • Ihr unbedingtes Werkzeug - der Bohnerbesen - erfordert tatkräftigen Einsatz. Um genügend Polierdruck auf den Boden zu bringen, ist der Bohnerbesen mit einem Zusatzgewicht ausgestattet – tolle Übung für Sie und ihre Muskeln.
      • Der Bohnerbesen muss meist mehrfach über die Fläche gezogen werden, um das Wachs in die Poren zu bringen und die Fläche glänzen zu lassen. Für größere Flächen gibt es auch Poliermaschinen, die man sich im Baumarkt oder Bodenfachhandel ausleihen kann – kräftiges Zupacken ist aber auch hier vonnöten.
      • Maschineller Einsatz wird meistens bei Grund- oder Erstpflege sowie in professionellem Einsatz durchgeführt.
      • Und: Für Treppen eignen sich die Maschinen wegen ihrer Größe und Sperrigkeit leider nicht. Bei der Wachsbodenpflege im Treppenhaus oder von anderen Personen begangenen Flächen ist ein Warnschild (auch ständig) wegen der Rutschgefahr unbedingt angebracht.
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