Alle Kategorien
Suche

Bohnenzucht - so funktioniert die Züchtung von Bohnen

Bei der Gartenbohne unterscheidet man zwischen Stangen- und Buschbohnen. Die einjährigen Bohnen sind ein sehr nahrhaftes und gesundes Gemüse. Die Bohnenzucht ist relativ unproblematisch.

Die Bohnenzucht im heimischen Garten ist relativ unproblematisch.
Die Bohnenzucht im heimischen Garten ist relativ unproblematisch.

Was Sie benötigen:

  • Holzstangen

Wissenswertes zur Bohnenzucht von Stangen- und Buschbohnen

  • Da Bohnen sehr frostempfindlich sind, sollten Sie mit der Bohnenzucht erst nach den Eisheiligen, also nach dem 15. Mai, beginnen. Die Bodentemperatur sollte nicht unter 10 Grad liegen. 
  • Stangenbohnen ranken an Stützen empor. Diese werden bestenfalls in Form einer Pyramide aufgestellt. Die Holzstangen sollten in einem Abstand von 40 - 60 cm angebracht werden und mindestens 2 m hoch sein, wobei die Bohnenranken selbst bis zu 4 m in die Höhe wachsen können. Um die Holzstangen herum legen Sie dann jeweils 6 - 8 Bohnenkerne in etwa 3 cm Tiefe. Aus den Blüten entwickeln sich später die Bohnenhülsen, in denen die Bohnenkerne bzw. die Samen wachsen. Geerntet werden können Stangenbohnen je nach Sorte von Mitte Juli bis Anfang Oktober. Stangenbohnen eignen sich beispielsweise für Eintöpfe, als Gemüsebeilage oder als Zutat für Salate. 
  • Buschbohnen benötigen mehr Platz als Stangenbohnen. Es gibt sie als gelbe oder grüne Bohnen, wobei die gelben Bohnen auch als Wachsbohnen bekannt sind. Bei dieser Bohnenzucht wird in Reihen ausgesät. Dabei sollte sowohl der Abstand zwischen den einzelnen Horsten und den Reihen jeweils ca. 40 cm betragen. Sind die Pflänzchen etwa 10 cm hoch, wird die Erde um die Pflanze herum angehäufelt, was die Stabilität erhöht. Geerntet werden Buschbohnen je nach Sorte von Ende Juni bis Anfang August. Buschbohnen dürfen ebenso wie Stangenbohnen nur gekocht und niemals roh verzehrt werden. 
  • Sind die Bohnenkerne ausgesät, spielt das Gießen sowohl bei Busch- als auch Stangenbohnen eine wichtige Rolle. Um die Erde nicht wegzuschwemmen, sollten Sie zum Gießen eine Gießkanne mit Brause verwenden. Vor allem mit Beginn der Blüte ist ein regelmäßiges Gießen notwendig, und das am besten immer abends.

Hierauf sollten Sie beim Anbau von Bohnen achten

  • Bei der Bohnenzucht sollten Sie darauf achten, sie nicht in der Nähe von Zwiebeln, Lauch, Erbsen oder Fenchel anzupflanzen, denn diese Gemüse würden das Wachstum der Bohnen hemmen. 
  • Wählen Sie für die Anzucht einen warmen, windgeschützten und sonnigen Standort. Der Boden sollte locker, humusreich, durchlässig und neutral sein mit einem pH-Wert von 6,5. 
  • Vor der Aussaat sollten Sie den Boden entsprechend vorbereiten. Dieser sollte gut aufgelockert und dann mit einer Harke eingeebnet werden. Zudem ist es ratsam, die betreffende Fläche oberflächlich mit Kompost und einem Volldünger zu versorgen. Allerdings sollten Sie nicht zu viel Kompost verwenden, für 10 m² reichen etwa 50 l. Da die Bohnen zu den Mittelzehrern gehören und dem Boden viele Nährstoffe entziehen, sind neben der Grunddüngung während der Bodenvorbereitung noch ein bis zwei sogenannte Kopfdüngungen während der Wachstumsphase ratsam. Die erste Kopfdüngung sollte erfolgen, sobald sich die ersten Laubblätter zeigen, und die zweite etwa 3 - 4 Wochen danach. 
  • Bohnen bzw. die reifenden Kerne können vom sogenannten Erbsenwickler befallen werden. Dem können Sie vorbeugen, wenn Sie einen luftigen Standort für die Bohnenzucht wählen. Weitere mögliche Krankheiten sind die Fettflecken- und die Brennfleckenkrankheit. Diese erkennt man an gelben, öligen oder schwarzbraunen Flecken. In beiden Fällen sollten Sie betroffene Pflanzenteile entfernen und entsorgen.
Teilen: