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Bodenplatte glätten nach dem Guss - so geht es

Eine Bodenplatte zu bauen, ist in vielen Projekten die Voraussetzung. Dabei ist das Herstellen an sich nicht das Problem, wenn man sich mit Schalung auskennt und ein wenig handwerkliches Geschick aufbringt. Das Glätten ist dann eine spezielle Aufgabe, die schon erhöhte Anforderungen stellt.

Eine große Bodenplatte lässt man gießen.
Eine große Bodenplatte lässt man gießen. © Florian_Knapp / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • eine glatte Abziehschiene
  • Rüttler
  • Abziehbrett, -Kelle
  • Eine ruhige Hand

Die Bodenplatte muss eben sein

  • Ganz gleich, wie dick eine Bodenplatte ist, an der Oberfläche wird entschieden, ob der Bauhandwerker gut gearbeitet hat. Sie sollten Ihre Bodenplatte so gut wie möglich verdichten, damit Luftblasen entweichen und der Beton alle Hohlräume vollständig ausfüllt. Dass die Schalung in beiden Ebenen in Waage zu stehen hat, ist wohl selbstverständlich.
  • Bei kleineren Objekten macht sich ein Schwingschleifer gut, den Sie an die 4 Seiten der Schalung drücken, damit die fließfähige Masse in Schwingungen gerät. Ist kein anderes Werkzeug zur Hand, klopfen Sie mit einem Hammer im 50-cm-Abstand kräftig an die Schalung. Eine größere Bodenplatte sollten Sie mit einem geliehenen Rüttler professionell verdichten.

Die Schalung gut vorbereiten

  1. Um die Bodenplatte schön glatt zu bekommen, muss auch die Oberkante der Schalung ohne Unebenheiten sein. Nötigenfalls hobeln Sie die raue Oberfläche vor dem Betonieren ab. Machen Sie den Beton nicht zu steif, er muss sich gut gießen lassen und ohne Hilfe in alle Ecken fließen.
  2. Gießen Sie so viel Beton in die Schalung, dass etwas überzulaufen droht. Ergänzen Sie Fehlstellen nach dem Verdichten mit einer Kelle frischen Materials. Jetzt beginnen Sie an einer Stirnseite, den überflüssigen Beton mit der Abziehschiene zu verteilen und zu entfernen.

Das Glätten ist der finale Handgriff

  1. Versuchen Sie immer, eine kleine Wulst von Beton vor der Schiene zu haben. Zuviel nehmen Sie mit der Kelle auf. Bewegen Sie die Schiene ständig hin und her, wenn Sie den Beton abziehen. Lassen Sie ihn dann so lange ruhen, bis die Oberfläche nicht mehr wässrig ist. Dann wird die Oberfläche zum Glätten "gepudert", einen Schleier trockenen Zements verteilen Sie gleichmäßig über die Fläche.
  2. Der Zement nimmt sofort Feuchtigkeit an, er wirkt als Gleitmittel. Nehmen Sie nun eine lange Glättschiene oder eine Kelle, möglichst aus Edelstahl, und streichen Sie ohne Druck gleichmäßig über die Oberfläche, sodass eine glänzende Optik entsteht. Je gleichmäßiger Sie die Kelle beim Glätten führen, desto glatter wird das Ergebnis.
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