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Blut zu dickflüssig? - Hinweise

Wenn ein erhöhter Hämatokrit bei der Blutuntersuchung festgestellt wurde, spricht man auch davon, dass das Blut zu dickflüssig sei. Was bedeutet dies im Klartext und welche Ursachen können dahinterstecken?

Zu viele Erythrozyten machen das Blut dickflüssig.
Zu viele Erythrozyten machen das Blut dickflüssig.

Begriffsklärung - Hämatokrit und dickflüssiges Blut

Wer sich mit den Ergebnissen einer Blutuntersuchung beschäftigt, wird mit einigen Fachbegriffen konfrontiert. 

  • Wenn davon die Rede ist, dass das Blut zu dickflüssig ist, beruht dies meist darauf, dass ein erhöhter Hämatokritwert festgestellt wurde.
  • Der Begriff Hämatokrit meint den Anteil der zellulären Bestandteile im Blut. Den allergrößten Teil davon machen mit etwa 99 % die roten Blutkörperchen, die Erythrozyten, aus. Darüber hinaus sind auch weiße Blutkörperchen und Thrombozyten, die Blutplättchen, enthalten.
  • Der Blutwert wird in Prozent angegeben. Bei Frauen gilt ein Wert zwischen 36 % und 48 % als normal, bei Männern ein Wert zwischen 40 % und 53 %.

Je nach Labor können die Normalwerte schwanken - die genauen Zahlen kann man übrigens auf der Auswertung des Blutbildes ablesen. 

Mögliche Ursachen für das veränderte Blutbild 

Ganz unterschiedliche Ursachen können dafür verantwortlich sein, dass Ihr Blut zu dickflüssig ist.

  • Die erste davon ist denkbar simpel: Wenn zu wenig getrunken wird, fehlt Wasser auch im Blut. Damit erhöht sich auch der prozentuale Anteil der festen Bestandteile. 
  • Einige andere Gründe hängen mit der erstaunlichen Anpassungsfähigkeit des Körpers zusammen. Bei anhaltendem Sauerstoffmangel im Blut beginnt dieser nämlich, mehr rote Blutkörperchen zu produzieren, um das knappe Gut effektiver in den ganzen Körper zu transportieren. Man spricht dann von einer Polyglobulie. 
  • Zu ihr kann es schon durch das Rauchen oder einen Aufenthalt im Gebirge kommen. Sportler nutzen den letzteren Effekt, indem sie auf einer gewissen Höhe ihr Training absolvieren. Andere nutzen illegalerweise EPO, das ohne das Vorherrschen von Sauerstoffmangel ebenfalls die Bildung der Erythrozyten ankurbelt - mit erheblichem Risiko für die Gesundheit übrigens. 
  • Spezielle Tumore können EPO selbst produzieren und zu einer erheblichen Erhöhung des Hämatokritwerts führen. 
  • Zu einer Polyglobulie kann es auch infolge von Erkrankungen kommen, die für Sauerstoffmangel im Körper sorgen. Dazu zählen insbesondere Herz- und Lungenkrankheiten. 
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