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Blumen, die Schnecken nicht mögen

Schnecken richten großen Schaden an Blumen und Gemüse an. Setzen Sie Pflanzen ein, die diese Tiere nicht mögen und bekämpfen Sie Schnecken maßvoll.

Schnecken haben blitzschnell Ihre Blumen verspeist.
Schnecken haben blitzschnell Ihre Blumen verspeist.

Nicht alle Schnecken sind Schädlinge

Alle Gehäuseschnecken fressen entweder abgestorbene Pflanzen oder die Gelege anderer Schnecken. Die meisten Nacktschnecken fressen überwiegend lebende Pflanzen. Große Schäden richten in erster Linie drei Schneckenarten an: Die Spanischen Wegschnecke, die Gartenwegschnecke und die Ackerschnecke.

Die heute in ganz Europa verbreitet Spanische Wegschnecke ist acht bis zwölf Zentimeter lang und schmutzig-bräunlich, rötlich bis orangegelb. Sie frisst in erster Linie Tagetes, Kürbis und Melonenpflanzen. Fehlt es an diesen Pflanzen, frisst sie alle oberirdischen Teile der meisten Gewächse.

Die Gartenwegschnecke ist höchstens vier Zentimeter lang und grau bis schwarz gefärbt. Ihre Hauptnahrung sind Wurzeln. Die gelblich-weiße bis braune, oft mit netzartiger Zeichnung versehene Ackerschnecke erreicht maximal fünf Zentimeter. Sie klettert gerne und frisst meist den oberen Bereich der Pflanzen. 

Da die Tiere einen weichen und nassen Körper haben und auf einer Schleimspur kriechen, brauchen sie Feuchtigkeit zum Leben. Sie meiden es, an heißen Tagen aus den Verstecken zu kriechen. Die Nahrungssuche findet daher überwiegend nachts statt. 

Blumen, die die Kriecher nicht mögen

Schnecken mögen nicht alle Pflanzen gleich gerne. Bevor sie verhungern, werden Sie aber auch ungeliebte Gewächse fressen. Die meisten Schnecken meiden Rosen und andere dornige Büsche. Gehölze sind ohnehin wenig gefährdet, da die Tiere nicht über die trockene Rinde kriechen, um an die Blätter zu gelangen. Lavendel vertreibt die Schnecken auch von benachbarten Pflanzen.

Die besten Chancen, dass Schnecken Ihre Blumen verschonen, haben Sie, wenn Sie den Tieren Alternativen lassen, die ihnen gut schmecken. Manche Gärtner pflanzen bewusst Tagetes als Schneckenfutter an, um zu verhindern, dass Schnecken an andere Gewächse gehen.

Schnecken meiden die in der Tabelle erwähnten Gewächse, sofern es andere Pflanzen gibt, von denen sie leben können.

Pflanzen, die Schnecken nicht schmecken

Einjährige Blumen

Stauden

Gewürze und Gemüse

Calendula (Ringelblume)

Achillea (Schafgarbe)

Matricaria chamomilla (Kamille)

Cosmea (Schmuckkörbchen)

Aquilegia (Akelei)

Satureja (Bohnenkraut)

Chrys. Parthenium (Edelkamille).

Aruncus (Geißblatt)

Lavendel

Dianthus (Nelke)

Coronaria (Lichtnelke)

 

Euphorbia (Wolfsmilch)

Inula Orientalis (Alant)

 

Petunia (Petunie)

Iris Kaempferi (Japanische Iris)

 

Primula (Primel)

Lychnis (Pechnelken)

 

Statice Sinuata (Meerlavendel)

Paeonia (Pfingstrose)

 

 

Primula Rosea (Rosenprimel)

 

Andere Arten des Pflanzenschutzes

Bierfallen erfreuen sich bei Gärtnern und Schnecken gleicher Beliebtheit. Der Mensch sieht die vielen Schnecken in den Fallen und übersieht, dass Bierfallen Schnecken aus anderen Gärten anlocken und nur ein kleiner Teil der Tiere darin ertrinkt.

Der Einsatz von Schneckenkorn ist ähnlich problematisch. Die verendeten Schnecken werden von Igeln, Vögeln und Blindschleichen gefressen, die an dem Korn sterben können. Sie gefährden durch diese Produkte die wichtigsten Feinde der Schnecken.

Das Absammeln ist mühsam. Sie müssen konsequent jeden Morgen und jeden Abend Schnecken auflesen. Tipp: Legen Sie Dachziegel, Holzlatten oder Orangenschalen in die Beete, um den Schnecken einen Unterschlupf zu bieten. Dort versammeln sie sich und das Auflesen ist einfach.

Ein Schneckenzaun aus Metall oder Kunststoff verhindert, dass Schnecken von außen in die Beete gelangen. Er nützt nichts, wenn die Tiere dort im Erdreich bereits lauern. Gleiches gilt für Wälle aus Sand, Asche, Steinmehl oder Kalk.

Eine der wirkungsvollsten Methoden ist bei vielen Gärtnern nicht bekannt. Schnecken legen im Herbst Ihre Eier ins Erdreich. Wenn Sie im Spätherbst mit einer Grabgabel die Erde lockern, erfrieren die Schneckeneier im Winter. 

Auch hat es sich als nützlich erwiesen, morgens statt abends zu gießen und auf das Benetzen von Flächen zu verzichten. Schnecken brauchen feuchten Boden. Wenn Sie jede Pflanze einzeln lediglich bei Bedarf gießen, haben es die Tiere schwer. Je trockener der Boden ist, umso besser.

Alleine mit Pflanzen, die Schnecken nicht mögen, werden Sie es nicht schaffen, einer Schneckenplage Herr zu werden. In der Not fressen die Tiere alle Pflanzen.

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