Das Bluesschema ist eine bestimmte Akkordfolge, die über 12 Takte gespielt wird. Das Schema ist so bekannt, dass auch einander unbekannte Musiker spontan zusammen spielen können.
- 03.05.2011 Katharina Schnack
Das klassische Bluesschema ist eine großartige Grundlage für Improvisationen. Egal, ob Sie Ihre Mitmusiker kennen oder nicht, wenn jemand sagt, man wolle einen Blues in A oder C spielen, kennen alle die Grundharmonien des Stücks.
Das klassische Bluesschema
- Es gibt Variationen des klassischen Bluesschemas, aber für den Hausgebrauch reicht die Grundform. Wer sie beherrscht, kann sich auch bei anderen Schemen schnell die Besonderheiten erklären lassen und mitspielen.
- Ein Bluesschema besteht aus 12 Takten, die meistens so lange wiederholt werden, wie das Stück dauert. Alternativ können Refrains eingebaut werden, das muss dann aber gesondert abgesprochen werden.
- Die ersten vier Takte werden mit einem Akkord auf dem Grundton der Tonart begleitet. Ein Bluesschema in A-Dur beginnt also mit vier Takten A-Dur.
- Die folgenden zwei Takte werden auf dem vierten Ton der Tonleiter aufgebaut. Für einen A-Dur-Blues hieße das D-Dur. Es folgen zwei Takte auf der ersten Stufe, also A-Dur.
- Der neunte und zehnte Takt wird mit einem Akkord auf der fünften Stufe der Tonleiter begleitet, also für A-Dur mit zwei Takten E-Dur. Als Letztes kommen noch einmal zwei Takte auf der ersten Stufe, bevor das Bluesschema von Neuem mit vier Takten auf der ersten Stufe beginnt.
- Zusammengefasst sieht das Bluesschema also folgendermaßen aus: 1, 1, 1, 1, 4, 4, 1, 1, 5, 5, 1, 1.
- Auf der Gitarre können Sie dieses Bluesschema ganz einfach begleiten, indem Sie die Akkorde in einem bestimmten Rhythmus spielen. Sehr bluesig wird das Ganze, wenn Sie im dritten und vierten Takt und in den letzten beiden Takten Bridges einbauen, die zum nächsten Akkord überleiten.
- Hören Sie sich einmal klassische Bluessongs an und verfolgen Sie das Bluesschema mit. Sie werden die Überleitungen deutlich erkennen.