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Blitzableiter - Kosten richtig kalkulieren

Mit einem Blitzableiter werden Energien von 1,21 Giga-Watt sicher ins Erdreich geleitet. Das geht nur mit entsprechend teuren Materialien, die natürlich auch recht hohe Kosten verursachen.

Bei Blitzableitern nicht improvisieren.
Bei Blitzableitern nicht improvisieren.

Was Sie benötigen:

  • Kostenvoranschlag
  • Beratung

So berechnen Sie die Kosten für Ihren Blitzableiter

Bei manchen Angeboten für Blitzableiter, die weit unter 500 Euro kosten sollen, kann man nur davon ausgehen, dass viele sich berufen fühlen aber wenige auserwählt sind, Energien von über einem Giga-Watt über viele Meter sicher ins Erdreich zu leiten, ohne dass das Haus Schaden nimmt. Der Blitz wählt den Weg des geringsten Widerstandes und nur Material, das ausgezeichnet leitet und eine entsprechende Dicke hat, sorgt dafür, dass der Blitzableiter den Blitz wirklich ableitet, das verursacht natürlich Kosten.

  • Der Blitz muss "eingefangen" werden, dazu wird ein 8 mm dicker Kupferdraht (evtl. auch Aluminium) entlang aller Dachkanten verlegt. Allein der Kupferpreis für 1 m solchen Drahtes beträgt 2,75 €. So eine Blitzableiteranlage hat schnell 100 m und mehr. Also müssen Sie ohne Arbeitslohn und Befestigungsmaterial mit ca. 275 € nur für die Fangeinrichtung rechnen.
  • Der nächste Teil ist die Erdung, denn die Energie des Blitzes muss sicher ins Erdreich geleitet werden. Dazu wird ein 10 mm dickes Edelstahlkabel genommen, das mindestens 9 m ins Erdreich eingelassen werden muss, sofern kein ausreichender Erdanschluss vorhanden ist. Für 2 Ableitungen müssen Sie nochmals mit ca, 200 € rechnen, zusammen sind das schon 500 € nur Materialkosten.
  • Fangeinrichtung und Erdableitung zusammen kosten Ihnen mit Befestigungsmaterial und Arbeitslohn mindestens 2.000 € bei einem kleinen Wohnhaus. Selbermachen geht nicht, denn ein kleiner Fehler führt dazu, dass der Blitz zwar eingefangen wird, aber dann mitten durch Ihr Haus abgeleitet wird. Das ist gefährlicher als ein Haus ohne Blitzableiter!
  • Fehlt die Erdung, müssen Sie noch mit weiteren 1.000 € rechnen. Viele Hauserdungen sind so schlecht, dass ein Blitzableiter nicht angeschlossen werden kann, weil so der Blitz ins Innere des Hauses geleitet werden würde.
  • Elektronische Geräte sind auch mit Blitzableiter im Haus nicht geschützt, dafür muss noch ein sogenannter innerer Blitzschutz installiert werden, der vor Überspannungen schützt, denn die hohe Blitzenergie induziert in das Leistungsnetz des Hauses starke Spannungen. 

Der Bau eines Blitzableiters ist nichts für Heimwerker, aber technisch versierte Heimwerker können in Zusammenarbeit mit einem Blitzschutzunternehmen die Übernahme bestimmter Arbeiten vereinbaren und so Kosten sparen

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