- 11.04.2011 Felicitas Schmidt
Wenn Sie das Klassenziel nicht erreichen, werden Sie nicht in die nächst höhere Jahrgangsstufe versetzt und bleiben sitzen. Das ist natürlich sehr ärgerlich, zum einen, weil Sie Zeit verlieren, zum anderen weil Sie es vielleicht vermeiden hätten können.
Versetzungsgefährdet - so vermeiden Sie sitzen zu bleiben
- Das deutsche Schulsystem ist so geregelt, dass man im Jahreszeugnis (nicht im Zwischenzeugnis!) nur einmal die Note 5 und kein Mal die Note 6 stehen haben darf. Zweimal eine Note 5 entspricht im Ergebnis dann auch einer Note 6. Um in die nächste Jahrgangsstufe vorrücken zu können, können Sie sich also maximal eine 5 leisten.
- In Ausnahmefällen gibt es die Möglichkeit, bei zweimal der Note 5 einen der Fünfer mit anderen Fächern auszugleichen, in denen Sie hervorragende Leistungen (Note 1) aufgebracht haben. Dieses Fächer müssen aber dann Hauptfächer bzw. Vorrückungsfächer sein. Allerdings besteht diese Möglichkeit nur in Absprache mit dem Schuldirektor und dem Klassenlehrer. Auf diese Möglichkeit verlassen sollten Sie sich aber lieber nicht.
- Um etwas gegen das Sitzenbleiben zu unternehmen, müssen Sie rechtzeitig handeln. Am wichtigsten ist dabei, sich ehrlich und selbstkritisch zu prüfen, in welchen Fächern Sie Schwierigkeiten haben und wo Sie schlechte Noten erwarten.
- Das ist der erste Schritt, dann geht es daran, die Defizite in den jeweiligen Fächern auszugleichen und zu beheben. Oft unterschätzt aber wirklich hilfreich ist regelmäßige Anwesenheit im Unterricht. Dort bekommen Sie den Stoff vermittelt, über den Sie später geprüft werden. Gerade in den höheren Stufen wird Schuleschwänzen immer verlockender. Sie schaden sich dabei aber nur selber, vor allem wenn Sie befürchten sitzen zu bleiben.
- Machen Sie kein Geheimnis aus Ihren Problemfächern! Fragen Sie beim entsprechenden Lehrer ruhig zweimal oder dreimal nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Fragen Sie ihn nach der Stunde, welche Möglichkeiten er Ihnen rät, sich in dem jeweiligen Fach zu verbessern.
- Vielleicht haben Sie auch den ein oder anderen Mitschüler, der in Ihrem Problemfach ein absolutes As ist? Fragen Sie ihn doch, ob er Ihnen vielleicht die Dinge erklären kann, die Sie nicht so gut verstehen. Wichtig ist, dass Sie rechtzeitig etwas unternehmen.
- Vier Wochen vor Schuljahresende ist es für alles zu spät, da sind die Noten alle schon gemacht. Wenn Sie merken, dass Sie bereits zum Halbjahr in einem oder mehreren Fächern Schwierigkeiten haben, sollten Sie mit Ihrem Lehrer sprechen. Professionelle Nachhilfe kann da nämlich noch viel leisten. Das kostet zwar Geld und ist nicht ganz billig, andererseits kann Ihnen das sehr viel helfen, das Klassenziel doch noch zu erreichen. Ein guter Nachhilfelehrer wird sofort erkennen, in welchen Bereichen Sie unsicher sind und mit entsprechenden Lernmaßnahmen gegensteuern.
Und ganz wichtig: Resignieren Sie nicht, weil Sie denken, es sei ohnehin schon zu spät, das Sitzenbleiben noch zu verhindern. Hängen Sie sich richtig rein, dann schaffen Sie die Klasse doch noch!