Das Wort "Blanchieren" kommt aus dem Französischen, wo "blanchir" so viel wie "weißen" bzw. "weiß machen“ bedeutet. Es wird auch als Überbrühen oder Abwällen bezeichnet. Sie können sowohl Gemüse als auch Fleisch blanchieren. Fleisch wird durch Blanchieren an der Oberfläche weiß, wodurch sich der Name erklärt. Wie Sie Gemüse am besten blanchieren, erfahren Sie in diesem Artikel.
- 19.08.2011 Nora D. Augustin
So gelingt Ihnen das Blanchieren essbarer Pflanzen
- Verwenden Sie einen möglichst großen Topf. Bringen Sie in diesem Topf ausreichend Wasser zum Kochen. Wenn Sie etwa 500 g Gemüse blanchieren wollen, dann brauchen Sie einen Topf, der etwa fünf Liter fasst.
- Da es vor allem auch Sinn und Zweck des Blanchierens ist, Gemüse schonend zu behandeln, dürfen Sie es nur relativ kurz in das Wasser tauchen. Die Kürze hängt von dem jeweiligen Gemüse ab, das heißt seiner Dicke und Dichte. Außerdem davon, ob Sie es einfrieren möchten (wozu häufig Gemüse blanchiert wird) oder gleich verspeisen möchten. Es genügen meist zehn bis dreißig Sekunden Abbrühen. Beim Eintauchen in kochendes Wasser werden bereits Enzyme so ausgeschaltet, dass sie Inhaltsstoffe im Gemüse nicht mehr abbauen können, für eine unerwünschte Farbveränderung (Bräunung) des Gemüses sorgen können, und auch das Entstehen von Missaromen wird unterbunden. Sauerstoff verflüchtigt sich, was dazu beiträgt, dass Ihr Gemüse länger konservierbar ist. Gemüse wird nämlich gerne vor dem Einfrieren blanchiert. Auch die Keimbelastung können Sie dank Blanchieren reduzieren.
- Geben Sie etwas Essig oder Zitronensaft in das Wasser. Dadurch erhält sich die frische, schöne Farbe vom Gemüse besser.
- Geben Sie Salz in das Wasser, wenn Sie Gemüse kochen, das Sie gleich verzehren möchten. Dann schmeckt es besser - ähnlich wie Nudeln, die auch in Salzwasser gekocht werden. Wenn Sie allerdings Tomaten blanchieren, um Sie besser häuten zu können, bringt Salzwasser nichts.
- Halten Sie einen Behälter mit Eiswasser bereit, also kaltes Wasser mit Eiswürfeln. Schrecken Sie das blanchierte Gemüse danach im Eiswasser ab. Das hat ebenfalls den Sinn, die Farbe zu erhalten, sogar die Struktur und möglichst viel vom Geschmack können Sie so besser bewahren. Sie können Ihr blanchiertes Gemüse auch unter einem Strahl kalten Wassers aus dem Wasserhahn abschrecken.
- Schütten Sie das Wasser, das Sie zum Blanchieren verwendet haben, weg. Es enthält Schadstoffe wie Nitrate, die gesundheitsschädlich wirken können.
Hinweise zum Abbrühen einzelner Gemüsesorten
- Empfindliche Gemüse, wie etwa Blattgemüse, zum Beispiel Spinat, können Sie allein durch Blanchieren schon so behandelt haben, das es gar ist. Es genügt sogar oft, das Gemüse einfach mit heißem Wasser zu überbrühen. Auch das fällt unter "Blanchieren". Ein paar Sekunden Kontakt mit kochend heißem Wasser genügen, wenn Sie den Spinat gleich verzehren möchten. Sie brauchen das empfindliche Gemüse dann nur noch zu würzen und können es verspeisen. Wenn Sie Spinat beispielsweise hingegen einfrieren wollen, dann sollten Sie ihn länger blanchieren.
- Wenn Sie Gemüse wie Tomaten blanchieren, hat das noch einen ganz anderen Zweck: Sie können dann die Haut leichter abziehen. Auch das macht Sinn, was Ihre Gesundheit angeht, denn Pestizide und ähnliche schädliche Fremdstoffe, die Ihrem Organismus nicht zuträglich sind, können dadurch besser entfernt werden, abgesehen davon, dass Tomatenhaut schwer verdaulich ist.