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Bitumenschindeln - Eigenschaften und Anwendung

Bitumenschindeln können eine lohnenswerte Alternative für Ihre Dacheindeckung sein. Am häufigsten werden die Schindeln für kleine Dächer, zum Beispiel von Carports oder Gartenhäusern verwendet. Aber auch große Dächer können Sie damit eindecken, wie es in den USA längst üblich ist.

Innerhalb den USA sind Bitumienschindeln eines der häufigsten Materialien für Hausdächer.
Innerhalb den USA sind Bitumienschindeln eines der häufigsten Materialien für Hausdächer.

Verwendung von Bitumenschindeln

Bitumenschindeln sind auch unter dem Namen Dachpappe bekannt, wobei hier eher die Bitumenbahnen gemeint sind. Jedoch ist das Material der Dachschindeln das gleiche. Einen Quadratmeter Bitumenschindeln bekommen Sie schon für circa 15 Euro. Ein Quadratmeter Dachziegel kostet mindestens das Doppelte.

  • Die Schindeln bestehen aus einem stabilen Glasvliesträger, der von beiden Seiten mit einer Bitumenschicht versehen ist. Darauf befindet sich eine wetterfeste und farbige Granulatschicht.
  • Sie erhalten die Dachschindeln in unterschiedlichen Formen und Farben. Des Weiteren gibt es verschiedene Bitumenarten oder Herstellungsverfahren, die auf die verschiedenen Anforderungen des Daches abgestimmt sind.
  • Einer Dacheindeckung mit Bitumen sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt Schindeln für jedes Klima und jede Dachneigung. Sie müssen lediglich das richtige Produkt auswählen.
  • Die meisten Hersteller geben eine Haltbarkeit der Dachfläche von 25 bis 35 Jahren an. Betondachstein müssen Sie ungefähr nach gleicher Zeit neu eindecken. Dachziegel haben zwar eine deutlich längere Haltbarkeit, sind aber in der Anschaffung teurer. Noch teurere Möglichkeiten sind Kupfer-, Schiefer- oder Reetdächer.
  • Ein Bitumendach ist dafür bei Sturm und Hagel weniger anfällig. Aus diesem Grund werden in den USA viele Dächer nur mit Bitumenschindeln eingedeckt. In Mitteleuropa hingegen verwendet man die Dachschindeln meistens nur fürs Gartenhaus, Carport oder Vogelhäuser.

Notwendige Materialien

Bitumenschindeln können Sie als erfahrener Heimwerker selbst verlegen. Sie benötigen dafür aber das richtige Handwerkszeug.

  • Die Dachschindeln werden auf dem Dach verklebt und genagelt. Dafür benötigen Sie spezielle Nägel und Kleber, die für das Verlegen zugelassen sind.
  • Die Unterkonstruktion besteht in der Regel aus Holzbrettern, die über der Dachdämmung angebracht werden. Lassen Sie zwischen Dämmung und Dachfläche einen Abstand. So ist eine Belüftung des Daches von Traufe bis Fist gewährleistet. Verwenden Sie für die Unterkonstruktion Bretter, Bauplatten oder Schichtholz. Diese sollten mindestens 25 Millimeter stark sein.
  • Zusätzlich können Sie noch eine Vordeckbahn auf die Unterkonstruktion aufbringen. Diese schützt das Dach vor Regen. Gerade bei flachen Dächern mit einer Neigung unter 20 Prozent sind diese Bahnen zu empfehlen.
  • An den Rändern sowie am Kamin benötigen Sie Bleche, wie bei einem konventionellen Dach. Verwenden Sie dafür korrosionsbeständiges Material wie Kupfer.
  • Die Schindeln verlegen Sie mit Überlappung. Des Weiteren gibt es Besonderheiten bei der Anfangsreihe sowie beim Dachfirst. Hier müssen Sie zum Beispiel die Bahnen überlappen lassen. Mit einer guten Anleitung, lässt sich das Dach schnell und einfach eindecken.

Ein Bitumendach ist nicht nur bei Gartenhäusern eine gute Alternative

Auch wenn es in Deutschland noch unüblich ist, das Haus mit Bitumenschindeln einzudecken, ist es eine Überlegung wert. Das Material ist günstig und schnell verlegt. Die Vorteile gegenüber den herkömmlichen Dächern liegen klar bei der Sturm- und Wetterbeständigkeit. Wenn Sie nur Ihren Carport oder das Gartenhaus eindecken wollen, werden Sie sowieso kaum ein besseres Produkt finden.

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