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Bioland Honig - von Bienen und Imkern

Beim Erwerb von Bioland Honig kann der Verbraucher sich sicher sein, einen Honig zu erstehen, der nach strengen Richtlinien produziert wurde. Es geht hier nicht allein um die Reinheit des Honigs, sondern auch um die Behandlung der eigentlichen Produzenten dieses Naturproduktes durch den jeweiligen Imker, der Bienen.

Sie sollten immer wissen, was Sie sich aufs Brot schmieren.
Sie sollten immer wissen, was Sie sich aufs Brot schmieren.

Warum Bioland Honig teurer sein muss

Immer mehr Menschen zahlen für Produkte mit dem Biolandsiegel gerne den angemessenen höheren Preis. Am Beispiel des Bioland Honigs könnte Ihnen bewusst werden, worin hier der Unterschied begründet liegt. Es wird unter anderem strengstens darauf geachtet, dass der Imker seinen Bienen den Lebensraum bietet, den Sie weitestgehend als wildlebende Tiere auch für sich in Anspruch nehmen würden.

  • Der Bioland-Imker bietet seinen Tieren nur Bienenstöcke an, die ganz ohne Kunststoffwaben oder Styropor- oder Hartschaumbeuten hergestellt werden. Hier wird nach Biolandvorgaben beim Wabenbau darauf geachtet, dass hier nur Bienenwachs verwendet wird.
  • Dem Wachs kommt schließlich nicht nur die Aufgabe der Honigaufbewahrung zu, insbesondere hat die natürliche Wabe auch die Funktion eines Filters, indem sie Rückstände und Schadstoffe bindet. Eine Biene würde ihre "Wohnung" in freier Wildbahn nicht mit Styropor ausstatten, daher besteht jede Beute eines Bioland-Bienenstocks auch aus unbehandeltem natürlichen Holz.
  • In der konventionellen Honigproduktion hat das Bild des Imkers, der sich mit einer rauchenden Pfeife seinen Bienenvölkern nähert, um den produzierten Honig zu ernten, leider in vielen Fällen längst nur noch geschichtlichen Wert. Auch hier wird viel zu oft mit chemischen Mitteln eine Beruhigung der Bienen bewirkt. Dies ist Bioland-Imkern, die ihren Honig unter dem Biolandsiegel auf den Markt bringen möchten, untersagt.
  • Selbst gegen die Varroa-Milbe wird der Bio-Imker keine Mittel einsetzen, die sich am Ende im Honig wiederfinden werden. Da ein Bienenvolk gegen diese Milben geschützt werden muss, wird hier auf organische Säuren, die oftmals einen natürlichen Inhaltsstoff unserer Lebensmittel darstellen, zurückgegriffen.

Die Standortwahl und die Behandlung des Bienenvolkes

  • Bienen beweiden in der Regel ein Gebiet zwischen 30 und 100 Quadratkilometer. Hierbei können den Bienen keinerlei Grenzen auferlegt werden. Daher ist es für einen Bioland-Imker entscheidend, bei der Standortwahl darauf zu achten, im eigenen Umfeld möglicherweise nur Biofelder vorzufinden und sich von großen konventionellen Anbaugebieten, die nicht nach Bio-Kriterien arbeiten, fernzuhalten. Denn hier werden in aller Regel Mittel eingesetzt, die zu unerwünschten Rückständen im Honig führen können.
  • Außerdem ist es laut Biolandvorgaben nicht erlaubt, der Bienenkönigin die Flügel zu stutzen, um sie dauerhaft an den Bienenstock zu binden. Leider ist dies in der Praxis bei der herkömmlichen Bienenhaltung durchaus erlaubt und gängige Praxis.
  • Während des Überwinterns wird den Bienen, die nach Biolandvorgaben zur Honigproduktion gehalten werden, nur Biohonig und Biozucker angeboten und keinesfalls, wie es bei der herkömmlichen Bienenhaltung auch erlaubt ist, raffinierter Zucker.

Mit diesem Wissen über den Grund des manchmal erheblichen Preisunterschiedes zwischen konventionellem und Bioland Honig, werden Sie dem teureren Bio-Honig vielleicht in Zukunft etwas mehr Beachtung schenken.

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