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Bio-Puten - Aufzuchtsinformationen

Lebensmittel aus dem kontrolliert biologischen Anbau werden immer beliebter. Dazu gehören nicht nur Gemüse und Obst, sondern auch Fleisch, beispielsweise von Bio-Puten. Wenn Sie überzeugter Verbraucher von Bioprodukten sind, möchten Sie beim Einkauf sicher sein, dass die Haltung von Geflügel artgerecht durchgeführt wurde.

Bio-Puten leben länger und artgerecht.
Bio-Puten leben länger und artgerecht.

Richtlinien zur Aufzucht von Bio-Puten

  • Bioland ist der größte deutsche Anbauverband für ökologische Erzeugnisse. Die Mitglieder arbeiten nach erstellten Richtlinien, die die Anforderungen der EG-Öko-Verordnung übertreffen. Beachten Sie, dass diese Richtlinien auch Gültigkeit für die Aufzucht von Bio-Puten haben.
  • Schauen Sie sich die Putenhaltung bei einem Bio-Bauern an, wird Ihnen auffallen, dass Sie Geflügel auf der Wiese vorfinden. Für jedes Tier ist hier eine Fläche von 10 m2 vorgesehen, sodass sie sich bewegen und ein artgerechtes Verhalten zeigen können. Durch die verschiedenen Wetterverhältnisse wird das Immunsystem gestärkt und die Bildung von Vitamin D gefördert. Bei schlechtem Wetter findet das Geflügel zusätzlich zum Stall einen überdachten Auslauf.
  • Auch die Stallhaltung ist beim Bio-Bauern vorbildlich. Auf einer  Stallfläche von 1600 m2 finden nur 2500 Tiere genügend Platz, sodass Stress und Krankheiten verhindert werden. Es ist interessant für Sie zu wissen, dass große Fenster, die 3% der Stallfläche ausmachen, ausreichend Licht in die Unterkunft bringen und die Tiere Sitzstangen vorfinden, die eine Rangordnung untereinander ermöglichen.
  • Es ist wichtig für Sie zu wissen, dass das Geflügel zusätzlich zum Grünfutter mit ganzen und gequetschten Körnern gefüttert wird. Künstlich erzeugte Aminosäuren sind verboten, sodass die Tiere nur mit natürlichem Eiweißfutter ernährt werden.
  • Beachten Sie, dass die Haltungsbedingungen durch den Biobauern an das Geflügel angepasst werden. Das bedeutet, dass die Gefiederpflege und Futteraufnahme nicht behindert werden darf und daher das Beschneiden und Touchieren der Schnäbel verboten ist.
  • Wenn Sie sich Zwerghühner kaufen möchten, dann sollten Sie wissen, dass es zwei …

  • Kaufen Sie Fleisch von Bio-Puten, wird Ihnen auffallen, dass die Fleischqualität besonders gut ist. Das liegt vor allem an einem gesunden und langsamen Wachstum der Tiere. So werden Hennen und Hähne frühstens nach 20 Wochen geschlachtet, wenn sie ein Gewicht von neun bis zwölf Kilogramm bei weiblichen Tieren und 14 bis 18 kg bei Männchen erreicht haben.

Konventionelle Haltung von Mastgeflügel kennenlernen

  • Bei der Geflügelzucht, die nicht nach den Bio-Richtlinien durchgeführt wird, ist die Herdenobergrenze nicht beschränkt. Beachten Sie, dass sich hierbei bis zu 29 Hähne oder 35 Hennen auf einer Stallfläche von 10 m2 befinden dürfen. Dagegen sind bei der Bio-Puten-Haltung weniger als die Hälfte der Tiere auf dieser Fläche erlaubt.
  • Auch die Gesamtstallfläche und die darin befindliche Fensterfläche sind nicht reglementiert, ein freies Laufen auf einer Grünfläche ist nicht vorgeschrieben. Es ist wichtig für Sie zu wissen, dass das Geflügel keine Sitzstangen kennenlernen, da sie die wichtigen Sitzgelegenheiten im Stall nicht vorfinden.
  • Im Gegensatz zur Biozucht ist das Füttern mit künstlichen Aminosäuren erlaubt. Es darf den Tieren der Schnabel gekürzt oder touchiert werden, sodass die Aufnahme des Futters und die Pflege des Gefieders nur eingeschränkt möglich sind. Dafür wird damit die Verletzungsgefahr durch Bepicken verhindert, was bei der Enge des Aufenthaltsortes häufig vorkommt.
  • Obwohl das Geflügel bereits zwischen der 14. und 20. Woche geschlachtet wird, besitzen sie bereits ein Gewicht von 10 bis 22 kg. Dies können Sie auf die Mastfütterung und Antibiotikagabe zurückführen.
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