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Bienenkot - Wissenswertes für den "jungen" Imker

Wer sich für die Imkerei interessiert und vielleicht Hobby-Imker werden möchte, wird sich viel Zeit nehmen müssen, bis alle notwendigen Handgriffe perfekt sitzen. Daher ist es sinnvoll, wenn Sie sich einem Imkerverein anschließen, vor allem, weil es sehr viel zu lernen gibt, auf das Sie vorbereitet sein sollten, wie z.B. zu dem Bienenkot im Stock.

Imker zu sein ist, sehr interessant.
Imker zu sein ist, sehr interessant.

Bienenzucht ist sehr interessant

  • Die Imkerei ist im Grunde ein recht sauberes Hobby, denn die Bienen selber legen Wert auf Sauberkeit. Für jeden Imker ist deshalb der Bienenkot im Stock ein Warnsignal. Um das zu verstehen, sollten Sie sich an Ihr neues Hobby langsam, mit Geduld und Ruhe heranwagen. Bevor Sie Ihr neues Hobby beginnen, sollten Sie nach einem Imkerverein Ausschau halten, denn die „Alten Hasen“ werden Ihnen viele Insidertipps verraten können.
  • Für die Anschaffung notwendiger Unterkünfte, Völker, Beuten, Schutzbekleidung usw. werden Sie etwa 1500,-  bis 1700,- € kalkulieren müssen. Als Hobby-Imker starten Sie am besten mit 2-3 Bienenvölkern. Manche „alteingesessenen“ Imkermeister versorgen sogar bis zu 20. Weitere Gerätschaften, wie z.B. eine Honigschleuder, werden Sie erst im Laufe der Zeit benötigen. Um Geld zu sparen, rentiert es sich, einige Utensilien gebraucht zu kaufen.
  • Stellen Sie sich darauf ein, dass Ihr Zeitaufwand zur Versorgung Ihres Imker-Hobbys in den ersten zwei Jahren noch erheblich höher sein wird als bei einem erfahrenen „Alt-Imker“. Das Imker-Hobby ist selbstredend sehr naturnah und orientiert an dem bevorzugten „Bienenjahr“. D.h., im Frühjahr, Sommer und Herbst gibt es durch die Schwarmzeiten, Einfangzeiten, Ernte, Volksführung viel zu tun, während im Winter nicht ganz so viel Arbeit anfällt, wenn nicht gerade der Bienenkot auf eine Krankheit aufmerksam macht.

Bienenkot gehört nicht in den Stock

  • Bienen leben in großen Völkern, manchmal sind es bis zu 40.000 Tiere. Vorrangig leben nur die Königin, sowie die Arbeiter-, Ammen- und Ausschaubienen in einem Stock zusammen. Obwohl die Arbeiterbienen zum Winter sterben, sorgen sie für ausreichenden Wintervorrat, der dann der nachfolgenden Generation zur Verfügung steht. Während des Sommers ziehen die Ammen die Drohnen (männliche Bienen) auf, die den Stock später verlassen. Die Bienen sind so gut organisiert, dass sie wie eine Einheit wirken. Fachleute sprechen daher von dem „Bien“. Innerhalb des Brutnestes misst die Luftfeuchtigkeit etwa 40 %. Die Bien-Temperatur liegt bei 35 °C.
  • Bienen halten ihr Nest in der Regel sauber. Wenn Sie in Ihrem Stock Bienenkot entdecken, könnte z.B. eine Virus-Darm-Erkrankung vorliegen. Bienen besitzen einen Vorder-, Mittel- und Enddarm. Der Vorderdarm zieht sich dabei bis zum Schlund und der Honigblase. Wie ein Kropf wölbt sich die Honigblase am Vorderdarm und dient dem Sammeln von Nektar und Honigtau. Bienen versorgen mit dem in der Honigblase transportierten Nektar u.a. die Jungtiere. Im Mitteldarm findet die eigentliche Verdauung bis zum Enddarm statt.
  • Ein Bienenstock, der mit Bienenkot besetzt ist,  weist, wie schon erklärt, auf eine Erkrankung der Bienen hin. Im Mitteldarm der Tiere befinden sich Jochpilze, auch Nosema genannt. Diese können als Erreger zu der Erkrankung „Nosemose“ führen, welche evtl. einen solchen Kotbefall verursachen können. Die Erkrankung ist nur schwer in den Griff zu bekommen, denn Pilze bilden Sporen, die im Grunde jedes Bienenvolk in sich trägt. Sind die Bienen geschwächt, z.B. durch Schlechtwetterzeiten, Hungerphasen, Kälte oder mangelnde Hygiene, kann es schnell zum Ausbruch der Krankheit kommen.
  • Bienen, die daran erkrankt sind, haben nur wenig  Chancen zu überleben. Die Sporen keimen sehr schnell und zerstören die Darmzellen, sodass die Biene stirbt. Zu Beginn der Erkrankung zeigen sich die betroffenen Bienen sehr matt. Sie können nicht mehr fliegen und ihr Hinterleib schwillt immer mehr an. Durchfall ist die Folge und der Kot spritzt in den Bienenstock. Erfahrene Imker beobachten daher ihre Bienenstöcke rund ums Jahr sehr gut und achten vor allem auf höchste Hygiene.
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