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Bienenallergie - so gehen Sie vor, wenn Sie gestochen werden

Wer unter einer Bienenallergie leidet, ist gerade im Sommer vielen Situationen ausgesetzt, die lebensbedrohlich sein können. Ein Stich von einer Biene reicht unter Umständen, damit gefährliche Beschwerden auftreten. Dieser Ratgeber erklärt, was Sie im Vorfeld veranlassen können und wie Sie bei einem Bienenstich vorgehen.

Bienenstiche sind für Allergiker lebensbedrohlich.
Bienenstiche sind für Allergiker lebensbedrohlich.

Was Sie benötigen:

  • Notfallset
  • Telefon

Vorgehensweise bei Bienenallergie

Normale Reaktionen auf einen Bienenstich sind Schwellung, Schmerzen, Rötung oder Juckreiz um die Einstichstelle herum. Treten keine weiteren Beschwerden auf, handelt es sich nicht um eine Allergie, sondern um die üblichen Reaktionen des Körpers. Bei einer Bienenallergie hingegen sind die Symptome weitaus ausgeprägter; hinzu können Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel oder Kreislaufversagen kommen. Je nach Lokalisation des Stiches kann ein Bienenstich schnell lebensbedrohlich werden.

  1. Wenn Sie eine Bienenallergie haben, ist es vorbeugend wichtig, dass Sie für den Fall der Fälle die Menschen, mit denen Sie sich umgeben, darüber informieren. Sie sollten dabei unbedingt auch die möglichen Folgen eines Bienenstiches erklären. Wenn Ihre Mitmenschen wissen, wie sie bei einem Bienenstich reagieren müssen, hilft Ihnen das im Zweifelsfall.
  2. Von Ihrem Hausarzt können Sie sich ein Notfallset verschreiben lassen, die Sie immer mit sich tragen sollten. Da Bienenstiche oft in der freien Natur geschehen, Telefon, Handy und somit ärztliche Hilfe unter Umständen nicht schnell erreichbar sind, kann Ihnen diese Notfallapotheke eventuell das Leben retten. Sie enthält ein Antiallergikum, Kortison und Adrenalin, die die schlimmsten Symptome so weit eindämmen, dass ausreichend Zeit besteht, bis der Rettungsdienst eintrifft.
  3. Die Medikamente aus dem Notfallset nehmen Sie sofort nach dem Stich ein, auch wenn noch keine Symptome aufgetreten sind.
  4. Nachdem Sie die Medikamente aus dem Notfallset angewendet haben, rufen Sie den Rettungsdienst an und schildern Ihre Situation. Gegebenenfalls können umstehende Personen diese Aufgabe für Sie übernehmen, wenn Sie sich dazu nicht in der Lage sehen.
  5. Versuchen Sie nun, Ruhe zu bewahren. Wenn Sie in Hektik oder gar Panik verfallen, können sich die Beschwerden unter Umständen verschlimmern.
  6. Wenn Sie merken, dass Ihnen schwindelig wird oder Kopfschmerzen auftreten, legen Sie sich nach Möglichkeit in die sogenannte Schocklage. Der Rücken liegt dabei auf dem Boden, die Beine erhöht zum Beispiel auf einer Bank oder einem Stuhl. Wenn diese Möglichkeiten nicht gegeben sind, kann eine umstehende Person Ihre Beine in erhöhter Position halten.
  7. Bitten Sie außerdem eine Person, in Ihrer Nähe zu bleiben, bis der Rettungsdienst eintrifft. Falls Sie ohnmächtig werden sollten, kann diese Sie in die Seitenlage legen und dem Rettungsdienst Angaben zur Situation machen.
  8. Vom Notarzt erhalten Sie je nach Ausmaß der Beschwerden weitere Medikamente in höherer Dosierung.
  9. Oft ist ein Krankenhausaufenthalt von einigen Tagen notwendig. Da die Symptome in vielen Fällen erst nach zwei bis drei Tagen ihr Maximum erreicht haben, ist es wichtig, dass Sie in dieser Zeit unter Beobachtung bleiben.

Circa zwei Monate nach dem Bienenstich können Sie bei einem Allergologen eine Hyposensibilisierung beginnen. Ihr Körper wird dabei mit geringsten Mengen des Bienengiftes konfrontiert und gewöhnt sich im Laufe der Behandlung daran. Zwar dauert es häufig einige Jahre, bis die Therapie gänzlich abgeschlossen ist, dann ist die Bienenallergie jedoch auch in vielen Fällen verschwunden.

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