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Bewerbungsgrund richtig angeben

Mit Ihrer Bewerbung zeigen Sie Interesse an einer Stelle und gehen vielleicht den ersten Schritt in eine neue berufliche Zukunft. Dazu gehört, dass Sie den Bewerbungsgrund angeben. Warum möchten Sie also bei diesem Unternehmen arbeiten? Was hat Sie dazu bewogen, sich zu bewerben? Davon, wie Sie den Grund beschreiben, kann der Erfolg Ihrer Bewerbung abhängen.

"Warum haben Sie sich beworben?" Auf diese Frage sollte man eine gute Antwort haben.
"Warum haben Sie sich beworben?" Auf diese Frage sollte man eine gute Antwort haben.

Es gibt unzählige Gründe dafür, sich auf eine Stellenausschreibung zu bewerben. Meistens sind diese privater Natur. Vielleicht sind Sie oder Ihr Partner umgezogen und müssen sich daher eine neue Stelle suchen. Vielleicht wollen Sie mehr verdienen als im vorhergehenden Job oder Sie bewerben sich aus der Arbeitslosigkeit heraus.

Die neue Herausforderung – ein langweiliger Bewerbungsgrund

Eine Standardfloskel in vielen Bewerbungen ist die Suche nach einer neuen Herausforderung. Diesen Bewerbungsgrund lesen Unternehmer und Personalverantwortliche immer wieder, da sie oft verwendet werden. Die Floskel klingt daher abgedroschen und langweilig.

  • Zudem lässt die Floskel vermuten, dass Sie die wirklichen Gründe der Bewerbung nicht nennen möchten und sich daher hinter der Aussagen, eine neue Herausforderung zu suchen, verstecken.
  • Haben Sie stattdessen den Mut, private Gründe zu nennen. Wenn Sie etwa deswegen einen neuen Job suchen, weil Sie umgezogen sind, ist dies verständlich und nachvollziehbar. Sie können etwa schreiben, dass Sie durch einen Wohnortwechsel eine neue Stelle suchen.
  • Sie können ebenso beschreiben, dass Sie sich in der neuen Heimat zu Hause fühlen und dass Sie viel mit der Region verbindet. Wenn Sie schon einmal in der Nähe dieses Ortes gelebt haben, sollte dies ebenfalls erwähnt werden. Diese Information verstärkt die persönliche Note und begründet Ihre Verbundenheit mit der Region. Die meisten Arbeitgeber sind daran interessiert, Personal langfristig zu binden, daher ist dieser Bewerbungsgrund ein Pluspunkt.

Keinen negativen Bewerbungsgrund angeben

Verzichten Sie auf negative Gründe, wenn es beim vorherigen Arbeitgeber Differenzen gab. Streitigkeiten im vorherigen Job, eine Kündigung des Arbeitgebers oder andere negative Dinge sollten Sie unter den Tisch fallen lassen. Ansonsten werden negative Äußerungen schnell als Lästern empfunden und es entsteht der Eindruck, dass Sie sich auch über den potentiellen neuen Job schnell negativ äußern könnten.

  • Wenn Sie bestimmte Fähigkeiten und Kompetenzen bei der vorhergehenden Stelle nicht einsetzen konnten, dann formulieren Sie den Bewerbungsgrund stattdessen positiv: „Bei Ihnen sehe ich langfristig die Möglichkeit, meine Fähigkeiten im Bereich XY erfolgreich einzusetzen“.
  • War Ihnen Ihr bisheriger Job zu langweilig, können Sie stattdessen beispielsweise schreiben: „Ihre Firma bietet mir die Möglichkeit, mehr Verantwortung zu übernehmen“.
  • Sammeln Sie dazu Informationen über die neue Stelle, um diese für Ihre Ausführungen zu nutzen und Ihre Argumente entsprechend zu formulieren. Auch ein guter Ruf des Unternehmens kann ein Grund sein. Ein Beispiel: „Sie haben einen ausgezeichneten Ruf, der mich beeindruckt hat“.
  • Verknüpfen Sie das Anforderungsprofil des Unternehmens mit Stationen in Ihrem Lebenslauf, um Ihre Eignung zu unterstreichen. Die Anforderungen sind in der Stellenanzeige formuliert. Betonen Sie vor allem Leistungen, die Sie nachweisen können, etwa Ausbildungsabschlüsse, in Arbeitszeugnissen dokumentierte Berufserfahrung oder Zertifikate für Weiterbildungen.
  • Wenn Sie sich aus der Arbeitslosigkeit heraus bewerben, sollten Sie diesen Bewerbungsgrund nicht explizit benennen. Aus Ihrem Lebenslauf geht vermutlich hervor, dass Sie momentan nicht angestellt sind. Es ist unüblich, dies darüber hinaus im Anschreiben zu erwähnen. Beziehen Sie sich eher darauf, warum Sie bei der neuen Stelle den beruflichen Wiedereinstieg anstreben.
  • Suchen Sie aufgrund der Insolvenz des vorherigen Unternehmens eine neue Stelle oder ist Ihr befristeter Vertrag ausgelaufen, darf dies aber erwähnt werden. Für diese Ursachen können Sie nichts. Zudem zeugt es von Motivation, sich danach wieder um eine Stelle in der gleichen Branche zu bemühen.

So unterschiedlich die Gründe für eine Bewerbung sind, so unterschiedlich ist auch die Antwort auf die Frage, ob Sie diese ehrlich kommunizieren sollten. Wie Sie sehen, gibt es private Gründe, die Sie gern nennen dürfen. Manches sollte hingegen unter den Tisch fallen.

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