Bewerbung auf eine Praktikumsstelle - so wird Ihr Anschreiben überzeugend

Das Anschreiben ist Ihre Visitenkarte. Das Anschreiben ist Ihre Visitenkarte.
Für die meisten ist ein Praktikum eine wertvolle Erfahrung, für einige sogar der direkte Weg in den Beruf. Gerade wenn sich mit der Bewerbung auf eine Praktikumsstelle eine solche Chance eröffnen könnte, sollte man Sorgfalt walten lassen. In der folgenden Anleitung finden Sie Hinweise, wie Sie Ihre Bewerbungsunterlagen auf den Punkt gestalten.
Ralf Winkler
30.11.2011 Ralf Winkler
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Formalia einer Bewerbung

Die Bewerbungsunterlagen und besonders das Anschreiben geben einem Personalverantwortlichen einen ersten, oft auch entscheidenden Eindruck vom Bewerber. Die Bewerbung auf eine Praktikumsstelle sollte dementsprechend möglichst wenige Makel aufweisen. Das beginnt schon bei der Form, die Auskunft darüber gibt, wie gewissenhaft Sie Ihre Arbeit erledigen. Die Gestaltung von Anschreiben ist normiert und folgt weitestgehend den Regeln eines förmlichen Briefs. Zu den Angaben, die unbedingt zu finden sein müssen, gehören deshalb die Adresse des Unternehmens, Ihre eigene Adresse, das Datum und der Ort, an dem die Bewerbung erstellt wurde, ein aussagekräftiger Betreff und die Begrüßungsformel. Hier einige Hinweise zu den einzelnen Teilen:

  • Beim Betreff sollten Sie konkret werden. Ein oberflächlicher "Betreff: Bewerbung" reicht nicht aus. Besser wäre beispielsweise "Ihre Annonce..." oder "Bewerbung als".
  • Für die Begrüßung kennen Sie im Idealfall den Namen des Personalers und können ihn oder sie direkt ansprechen. Achten Sie dabei auf einen eventuellen Titel wie Doktor, der keinesfalls vergessen werden darf. Wissen Sie noch nicht, wer Ihre Bewerbung in den Händen halten wird, weichen Sie auf "Sehr geehrte Damen und Herren..." aus.
  • Nun folgt das eigentliche Anschreiben, auf das weiter unten noch einmal eingegangen wird. Unter diesem Text stehen Ihre handgeschriebene Unterschrift und eine Auflistung der angehängten Dokumente.
  • Auch bei Bewerbungen auf Praktikumsstellen gilt es, einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen. Drucken Sie Ihre Bewerbung deshalb nicht einfach auf billiges Druckerpapier, sondern dickere Blätter. Da diese teurer sind, empfiehlt es sich, den Druck einem Copyshop zu überlassen. Achten Sie außerdem darauf, keine Knicke, Flecken oder ähnliches auf den Unterlagen zu hinterlassen.

Das Anschreiben für die Praktikumsstelle

Jetzt wird es persönlich. Neben den Formalia, die beachtet werden müssen, geht es bei der Bewerbung auf eine Praktikumsstelle vor allem darum, dass Sie Ihre Person interessant darstellen:

  • Zeigen Sie zuerst einmal, um was es Ihnen geht und dass es Ihnen ernst ist. Die gängige Formulierung "Hiermit möchte ich mich..." können Sie deshalb getrost vergessen. Sie möchten nicht nur, Sie tun es: "Hiermit bewerbe ich mich".
  • Erklären Sie, warum Sie sich auf die Praktikumsstelle bewerben. Hier ist es gut, wenn Sie bereits zuvor mit einem Mitarbeiter des Unternehmens gesprochen haben und Bezug auf das Gespräch nehmen können. Andernfalls sollten Sie zumindest erklären, wie Sie auf Ihren zukünftigen Arbeitsplatz aufmerksam geworden sind.
  • Nun wird es Zeit zu vermitteln, was Sie an der Stelle reizt und warum ausgerechnet Sie bestens für das Praktikum geeignet sind. Dabei dürfen Sie kurz auf ihre bisherigen Qualifizierungen eingehen. Für die Praktikumsstelle Irrelevantes hat im Anschreiben der Bewerbung allerdings keinen Platz. Jahrelange Erfahrung mit Computerspielen ist beispielsweise bei einer Bewerbung auf ein Praktikum als Koch völlig uninteressant.
  • Auf kleine Notlügen sollten Sie ebenfalls verzichten, auch wenn diese Ihre Bewerbung auf die Praktikumsstelle vermeintlich wirksamer macht. Werden im Gespräch Ihre angeblich "sehr guten Englischkenntnisse in Wort und Schrift" geprüft und Sie können nicht auf die englischen Fragen des Personalverantwortlichen reagieren, fällt der Schwindel auf - und Sie aus dem Kandidatenpool heraus.
  • Zum Abschluss erklären Sie, dass Sie sich über eine Antwort freuen und für ein Gespräch zur Verfügung stehen. Das vermeintlich höflichere "würde ich mich freuen" ist hier ebenfalls nicht nötig.
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