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Bewegungsangebot im Kindergarten - so regen Sie zu mehr Aktivität an

Bewegung ist ein natürlicher Drang eines jeden Kindes, der enorm wichtig für die gesamte Entwicklung ist. Denn durch Bewegung wird dem Kind erst ermöglicht, seine Umwelt vollständig zu erfassen und zu begreifen. Deshalb muss gerade der Kindergarten ein umfassendes Bewegungsangebot anbieten, um den Kindern gerecht zu werden.

Regen Sie zur Bewegung an!
Regen Sie zur Bewegung an!

Was Sie benötigen:

  • Platzangebot
  • Turnhalle
  • Spiel- und Turngeräte
  • verschiedenste Materialen, die zur Bewegung anregen
  • angeleitete Spiele
  • Freispielphasen

Bewegungsangebote im Kindergarten - Jetzt wird getobt!

Im Kindergarten gibt es mehrere Faktoren, die zu berücksichtigen sind, um ein ausgiebiges Bewegungsangebot anbieten zu können.

  • Zuerst einmal hängt es von den räumlichen Gegebenheiten ab, wie viel Platz überhaupt für Bewegungsangebote zur Verfügung stehen. Sicherlich kann man nicht einfach einen zusätzlichen Raum herzaubern, sollte der Kindergarten eher klein und verwinkelt gebaut sein. Dennoch kann man versuchen den Gruppenraum und den Außenspielbereich mit anderen Augen zu sehen. Gibt es Möglichkeiten, etwas mehr Platz zu schaffen? Regale um- oder gar abzubauen, um eine Tobeecke einzurichten oder zu vergrößern? Gibt es im Außenbereich Stellen, die für ein neues Spielgerät herhalten könnten? 
  • Es ist auch möglich nach einer Kooperation mit einer nahegelegenen Turnhalle zu suchen, um diese mitnutzen zu können. Dort haben Sie reichlich Platz und Materialien zur Verfügung, um bewegungsreiche Stunden zu verbringen.
  • Darüber hinaus können Sie den Kindern verschiedene Materialien anbieten, die zur Bewegung animieren. Neben großen Spiel- und Turngeräten, die natürlich sehr teuer sind, können Sie Materialien wie Tücher, Seile oder feste Papprollen zur freien Verfügung stellen. Auf diese Weise können sich die Kinder eigene Spiele ausdenken, die allesamt Bewegung beinhalten.
  • Neben freien Bewegungsangeboten gibt es eine Reihe angeleiteter Spiele, die den Kindern viel Spaß bereiten. Bauen Sie so oft es geht solche Spiele in den Alltag ein oder legen Sie einen festen Vormittag in der Woche fest, an dem Sie spezielle Bewegungsangebote anbieten.
  • Zu einem angeleiteten Bewegungsangebot gehört vorab eine Freispielphase, in der die Kinder neue Materialien selbst ausprobieren und auf eigene Faust entdecken können. Auf diese Weise können die Kinder vorbehaltlos auf Entdeckungstour gehen, bevor Sie selbst ein Spiel anleiten.
  • Damit den Kindern der Spaß an der Bewegung erhalten bleibt, verzichten Sie zunächst auf Konkurrenzspiele, bei denen es immer einen Verlierer gibt. Möglicherweise sind es immer dieselben Kinder, die verlieren, diejenigen, die etwas schüchterner und zurückhaltender sind, als andere. Ihnen würde durch Konkurrenzspiele die Möglichkeit genommen, genau dieser Zurückhaltung entgegenzuwirken und ein gesundes Selbstvertrauen zu entwickeln.
  • Wenn Sie merken, dass die Kinder nicht richtig in ein Spiel finden oder, dass es ihnen in dem Moment an Ideen und Kreativität fehlt, geben Sie den Kindern Impulse: "Was könnte der Reifen darstellen? "Ein Auto." "Super, dann kannst du mit deinem Auto durch den Kindergarten fahren, vielleicht kannst du noch andere Kinder mitnehmen?"
  • Trauen Sie den Kindern Ihre Fähigkeiten zu! Mancher Erwachsene würde sich das nicht zutrauen, deshalb werden die Kleinen häufig unterschätzt. Sicherlich wird auch einmal etwas nicht so funktionieren, wie sich die Kinder das vorgestellt haben, aber genau das sind die Erfahrungswerte, die den Kindern helfen sich selbst einzuschätzen. Es gehört genauso dazu, dass ein Kind hinfällt oder sich stößt, denn auch das sind Erfahrungswerte, die es bei der nächsten Aktion berücksichtigen wird.

In jedem Fall sollte immer der Spaß an der Bewegung im Vordergrund stehen!

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