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Bettwanzen erkennen - so gelingt es

Eigentlich fand man sie nach dem Zweiten Weltkrieg kaum mehr in europäischen Wohnungen, doch in den letzten Jahren werden sie immer mehr Thema: die Bettwanzen. Nachdem New York vergangenes Jahr von einer epidemieähnlichen Bettwanzenplage heimgesucht wurde, schleppten deutsche Urlauber die Blutsauger in die Heimat ein - vielleicht auch in Ihre Wohnung. Aber wie erkennen Sie die Insekten und wie werden Sie sie wieder los?

Bettwanzen erkennen Sie beispielsweise an Häutungshüllen.
Bettwanzen erkennen Sie beispielsweise an Häutungshüllen. © M._Großmann / Pixelio

So erkennen Sie die Wanzen

  • Zunächst sollten Sie über das Ungeziefer wissen, dass es fünf bis neun Millimeter groß ist, sich rasant vermehrt und mit sechs Beinen ausgestattet ist. Durch ihre geringe Größe bleiben sie oft über lange Zeit unentdeckt. Trotzdessen gibt es die Möglichekeit, die blutsaugenden Parasiten rechtzeitig zu erkennen.
  • Als Erstes sollten Sie sich bei Verdacht auf Bettwanzen die Frage stellen, ob Sie die Insekten vielleicht von irgendwo eingeschleppt haben könnten. Waren Sie gerade erst im Urlaub, oder haben Sie vor kurzem etwas auf dem Flohmarkt erworben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Bettwanzen zu Hause haben könnten, relativ groß.
  • Ein weiterer Hinweis für Bettwanzen sind die juckenden Stiche, die die Parasiten auf Ihrer Haut zurücklassen. Erkennen Sie also rötliche Quaddeln auf Ihrem Körper, so kann dies ein Anzeichen von Bettwanzenbefall sein.
  • Achten Sie schließlich auch auf schwarze Flecken am Boden - weil die Tiere Kot absondern, sind die schwarzen Punkte ein deutliches Zeichen für den Befall. Finden Sie auf Ihrem Bettlaken dazu kleine Blutspuren oder Häutungshüllen der Tiere, sollten Sie sicher sein, Betroffener der Bettwanzenplage zu sein.
  • Den letzten Hinweis kann Ihnen Ihre Nase geben. Weil alle Wanzen Stinkdrüsen besitzen, sollten Sie auf unbestimmbaren, leicht süßlichen Geruch in Ihrer Wohnung achten. Trifft nun die Hälfte der oben beschriebenen Anzeichen auf Ihre Wohnung zu, so sollten Sie sich schleunigst auf die Suche nach den Wanzen begeben.
  • Tagsüber können Sie die Ritzen Ihres Bettes, Ihres Sofas und Ihrer Tapeten sowie Lichtschalter überprüfen. Werden Sie fündig, so ist es nun an der Zeit, gegen das Ungeziefer vorzugehen.

Wie Sie Bettwanzen bekämpfen

  • Für alle Textilien Ihrer Wohnung ist Ihnen zunächst zum Kochwaschgang zu raten - heißes Wasser kann das Ungeziefer bedingt abtöten. Getan ist es damit aber noch lange nicht, weil die Wanzen mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits Eier gelegt haben und wohl schon in der ganzen Wohnung verteilt sind.
  • Am besten ist es, wenn Sie alle offensichtlich mit Wanzen befallenen Gegenstände entsorgen - achten Sie dabei aber darauf, dass der Müllsack dicht ist und bringen Sie ihn schnellstmöglich nach draußen.
  • Vorerst sollten Sie den Wanzenbefall so eindämmen - um die Schädlinge aber auf Dauer aus der Wohnung zu kriegen, sollten Sie einen geprüften Schädlingsbekämpfer kommen lassen. Die Website des Deutschen Schädlingsbekämpfer Verbands kann Ihnen bei der Suche nach einem Experten helfen.
  • Wollen Sie Insektizide nicht in Ihrem Haus, so kann der Experte Ihre Wohnung mit Hilfe von Spezialöfenbis zu 60 Grad Celsius aufheizen. Ist es mit dem Befall in Ihrer Wohnung nicht allzu weit fortgeschritten, so wird man versuchen, die betroffenen Gegenstände bei -18 Grad Celsius einzufrieren und so Schädlinge mitsamt ihrer Eier abzutöten.

Zwar können Sie Schädlingsbekämpfungsmittel auch im Supermarkt kaufen, jedoch sollte Ihnen davon abgeraten sein, selbst gegen die Wanzen vorzugehen. Oft schlagen die verkaufsüblichen Mittel auf die Gesundheit des Anwenders - geben Sie sich also lieber damit zufrieden, den Befall zu erkennen und lassen Sie dringend den Experten den Rest erledigen.

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