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Bettfloh - so gelingt das witzige Faschingskostüm

Die wirklich originellen Faschingskostüme sind häufig auch unglaublich witzig. Allerdings brauchen Sie ein wenig Selbstbewusstsein, wenn Sie nicht eines der schönen Kostüme wie Prinzessin oder Kätzchen oder Superman wählen, sondern sich z. B. als Bettfloh verkleiden.

Bei ihm würden Sie Bettflöhe als Vorbilder finden.
Bei ihm würden Sie Bettflöhe als Vorbilder finden.

Was Sie benötigen:

  • braune, enge Hose und braunes T-Shirt
  • DIN-A3-Bögen Polypropylen-Folie
  • Zwingen oder Klammern
  • dünnes und dickes Gummiband
  • braunes Filz
  • künstlicher Flokati oder anderes Zottelfell
  • roten Edding
  • Schminke
  • große leere Plastikflasche
  • "Etikett" aus dem Computer
  • Klebstoff

Dafür ist ein Bettfloh ein Kostüm, mit dem Sie eine Menge Aufsehen, einige rätselhafte Blicke und vielleicht auch einen Preis für das originellste Kostüm abräumen können. So wird er hergestellt:

So entsteht ein Bettfloh-Kostüm

  1. Ein Floh ist braun, und er hat auf dem Rücken einen Panzer, der ringförmig den Körper bedeckt. Außerdem hat er im vorderen Bereich des Körpers sechs behaarte Beine, also drei an jeder Seite. Der Körper selbst ist einfach braun.
  2. Sie könnten sich nun einen Ganzkörperanzug aus braunem Plüsch nähen, zum Beispiel nach einem käuflichen Schnitt, wenn Flöhe nicht angeboten werden, finden Sie vielleicht ein Schnittmuster für ein Spinnenkostüm. Aber damit man dann den Floh erkennt, müsste ohnehin noch einiges geschehen - deshalb können Sie sich die Grundausstattung durchaus auch einfacher (und luftiger) machen.
  3. Sie nehmen einfach einen kleidsamen, ziemlich engen Ganzkörperanzug in brauner Farbe, den Sie z. B. auf Ihrem Kleiderschrank zusammenstellen könnten: Vielleicht haben Sie eine braune, blickdichte Strumpfhose und ein braunes T-Shirt oder einen gut sitzenden braunen Pullover. Im Zweifel kaufen Sie einzelne Teile dazu - Strumpfhose oder T-Shirt sind schon für wenige Euro zu haben.
  4. Wichtiger für das Flohkostüm ist der Panzer, den Sie aus mehreren DIN-A3-Bögen einer braunen, biegsamen und leichten Folie anfertigen. In guten Bastelgeschäften gibt es z. B. solche Bögen aus eingefärbtem Polypropylen, die sehen sehr schön halbtransparent aus und sind sehr leicht, das ergibt einen wirklich dekorativen Panzer.
  5. Sie teilen die DIN-A3-Bögen jeweils quer durch in zwei breite Streifen, aus denen zwei Panzerglieder werden. Der Panzer beginnt an den Schulterblättern und sollte bis deutlich über das Gesäß gehen, dafür brauchen Sie etwa sechs Panzerglieder. Diese werden an den Seiten etwas abgerundet, der Floh wächst nicht in geraden Ecken.
  6. Dann muss der Chitinpanzer verbunden werden, und das so, dass die einzelnen Glieder etwas überlappen. Was sich so kompliziert anhört, ist furchtbar einfach: Sie legen sich Ihren “Chitinpanzer” so auf einem mit Zeitungspapier gut gepolsterten Tisch aus, dass ein Panzerglied das andere um die gewünschte Breite überlappt. Nun nehmen Sie sich sehr feste Klammern oder kleine Zwingen und verbinden die einzelnen Glieder kurzfristig an den Außenseiten.
  7. Am oberen Rand der Überlappung werden beide Folien auf einmal alle paar Zentimeter mit einem kleinen Loch versehen, so groß, dass später eine Stopfnadel mit einem Gummifaden durchgezogen werden kann. Das geht z. B. mit einem erst dünnen, dann dickeren Nagel und einem Hammer, später könnten Sie z. B. mit einer Spitzraspel nacharbeiten. Auch pure Gewalt und eine Schere helfen dabei, das Gummi durchzuziehen, aber immer Vorsicht, dass Sie sich nicht schneiden.
  8. Jeweils durch zwei nebeneinanderliegende Löcher wird jetzt ein Gummiband gezogen und verknotet, bald haben Sie einen wunderbaren, beweglichen Chitinpanzer. Jeweils im Bereich der Achseln muss die oberste Platte ein etwas größeres Loch bekommen, durch das ein ca. 3 cm dickes Gummiband gezogen werden und zu einer Schlaufe geknotet werden kann, mit der Sie Ihren Panzer über die Arme streifen. Damit diese Träger nicht seitlich wegrutschen, werden sie im Rücken verbunden.

Die Accessoires machen den Bettfloh zum Knaller

  1. Der Floh braucht jetzt noch sechs Beine. Die könnten Sie z. B. aus braunem Filz ausschneiden, dann können Sie wunderbar haarige und auch mehrfach die Richtung wechselnde Beine ausschneiden, die Sie einfach mit ein paar Stichen seitlich am T-Shirt befestigen. Diese Beine halten einiges aus, und sie stören noch nicht einmal beim Tanzen.
  2. Damit ist der ambitionierte Bettfloh ausstattungsmäßig aber noch nicht zufrieden. Natürlich möchte er ein Fell, darin lebt er nun einmal am liebsten. Prima wäre es, wenn Sie einen so richtig zotteligen, künstlichen Flokati fänden (künstlich wegen des geringen Gewichts), jeder andere Zottelplüsch geht natürlich auch - je länger die Haare sind, desto besser. Ihr Fell tragen Sie einfach lässig über die Schulter - wenn Sie möchten, können Sie mit rotem Edding noch ein Einstichloch anfertigen.
  3. Wer über ein gutes Maß an Selbstironie verfügt, stattet sein Bettfloh-Kostüm mit einer riesigen Flasche Ungeziefer-Spray aus. Die könnte z. B. selbst gemacht aus einer leeren 3-Liter-Flasche Waschmittel, deren Etikett entfernt wird und die nun mit einem recht erschreckenden Aufkleber versehen wird, den Sie selbst auf dem Computer gestaltet haben.

Vergessen Sie nicht, sich “flohgemäß” zu schminken, je nachdem, ob Sie als weiblicher oder männlicher Bettfloh gehen. Wie ein Floh im Gesicht aussieht, bleibt Ihrer Fantasie überlassen, wer sich traut, malt sich aber auf jeden Fall ein wenig rotes “Opferblut” - vielleicht in Spritzern - rund um den Mund.

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