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Betriebskostenabrechnung - was Sie bedenken sollten

Jedes Jahr aufs Neue flattert die Betriebskostenabrechnung ins Haus. Jedoch ist man mit dem Lesen und Verstehen der Betriebskostenabrechnung aufgrund der vielen Zahlen oftmals überfordert. Auf was Sie genau ein Auge werfen sollten, beschreibt der folgende Artikel.

Die Betriebskostenabrechnung ist ein kompliziertes Zahlenwerk.
Die Betriebskostenabrechnung ist ein kompliziertes Zahlenwerk.

Was Sie benötigen:

  • Taschenrechner
  • Stift
  • Papier
  • Wenn Sie die Betriebskostenabrechnung in den Händen halten, werfen Sie bitte zuerst einen Blick auf den Abrechnungszeitraum sowie auf die angegebene Wirtschaftseinheit. Der Zeitraum für die Nebenkostenabrechnung läuft grundsätzlich vom 01.01. bis zum 31.12. eines Jahres. Der in der Rechnung angegebene Abrechungszeitraum sollte an den Abrechungszeitraum in der vorherigen Rechnung anschließen. Beim Punkt Wirtschaftseinheit sollte die Adresse Ihrer Wohnung stehen.
  • Beachten Sie bei der Betriebskostenabrechnung auch den angegebenen Verteilerschlüssel. Der Verteilerschlüssel errechnet sich wie folgt: 1000 ./. Gesamtquadratmeter des Hauses x Quadratmeter Ihrer Wohnung. Der Verteilerschlüssel ist insoweit notwendig, da mit diesem die Gesamtkosten des Hauses auf die einzelnen Wohnungen aufgeschlüsselt werden. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass von Anfang an (bei Einzug bzw. Kauf der Wohnung) der richtige Verteilerschlüssel hinsichtlich der Nebenkosten für Ihre Wohnung ermittelt wurde. Mit dem Verteilerschlüssel können Sie nachrechnen, ob Ihr Anteil an den Gesamtkosten richtig berechnet wurde.

Betriebskostenabrechnung - Beispiel zur Veranschaulichung

  • Ermittlung Verteilerschlüssel: Gesamtquadratmeter 1250 qm, Quadratmeter Ihrer Wohnung 77 qm; Berechnung: 1000 ./. 1250 x 77 = 61,6 Euro. Hausmeisterkosten gesamt 7.000,00 Euro; Ihr Anteil: 7000,00 Euro ./. 1000 x 61,6 = 431,20 Euro.
  • Kontrollieren Sie nun die in der Rechnung aufgeführten Vorauszahlungen. Rechnen Sie die geleisteten Vorauszahlungen für Ihre Nebenkosten mit Hilfe der Kontoauszüge für den entsprechenden Abrechnungszeitraum nach. Ihre Summe der Vorauszahlungen sollte mit dem angegebenen Betrag in der Nebenkostenabrechnung übereinstimmen. Sollten sich jedoch Differenzen ergeben, so fragen Sie unbedingt bei Ihrer Hausverwaltung nach!
  • Bei den Verbrauchskosten für Heizung und Warmwasser achten Sie bitte darauf, dass in der Rechnung Ihre Einheiten bzw. Ihr Verbrauch richtig aufgeführt sind. Kontrollieren Sie dabei den Anfangs- und Endbestand des Zählers. Bei den Festkosten für Heizung und Warmwasser muss Ihre Wohnungsfläche als Multiplikator angegeben sein.
  • Zuletzt können Sie die Lohnkosten der haushaltsnahen Dienstleistungen (z. B. Hausmeisterkosten) und der Handwerkerleistungen (z. B. Reparatur für Heizung , Gartenpflege) steuermindernd bei Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen.
  • Tragen Sie die haushaltsnahen Dienstleistungen im Mantelbogen, 3. Seite, Zeile 76, Kennziffer 210 ein. Die Lohnkosten der Handwerkerleistungen tragen Sie ebenfalls im Mantelbogen, 3. Seite, Zeile 78, Kennziffer 214 ein. Legen Sie zudem die Betriebskostenabrechnung der Steuererklärung bei. 20 % dieser Kosten, maximal jedoch 600,00 Euro, werden dann von der errechneten Einkommensteuer abgezogen.
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