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Betriebskostenabrechnung ist zu hoch - was tun?

Jährlich flattert die Betriebskostenabrechnung ins Haus.Wenn diese jedoch zu hoch ist, fragt man sich zurecht, was nun zu tun ist. Oft enthalten Betriebskostenabrechnungen Fehler, auch wenn sie ein Guthaben aufweisen. Es ist deshalb nie verkehrt, diese Abrechnung genauer unter die Lupe zu nehmen.

Betriebskostenabrechnungen sollten immer überprüft werden.
Betriebskostenabrechnungen sollten immer überprüft werden.

Was Sie benötigen:

  • gute Nerven
  • Mietvertrag
  • Rechtsanwalt für Mietrecht
  • Mieterschutzbund

Eine Betriebskostenabrechnung wird jährlich ausgestellt und beinhaltet wiederkehrende Kosten, die Sie als Mieter zu tragen haben. Die genauen Positionen können Sie in Ihrem Mietvertrag nachlesen. Da Betriebskosten aber leider sehr oft Fehler enthalten, sollte jede Abrechnung geprüft werden, auch wenn ein Guthaben ausgezahlt wird, schließlich könnte dieses ja auch höher ausfallen. Wenn Ihnen Ihre Betriebskostenabrechnung zu hoch vorkommt, sollten Sie was tun, bevor es zu spät ist.

Inhalte einer Betriebskostenabrechnung

  • Hier werden immer wiederkehrende Kosten abgerechnet, die mit Ihrer Mietwohnung zusammenhängen. Einmalige Kosten oder Verwaltungskosten gehören nicht dazu.
  • Der Hauptpunkt der Abrechnung bezieht sich meist auf die Warmwasser- und Heizungskosten. Aber auch Müllabfuhr, Entwässerung, Fahrstuhl, Beleuchtung, Versicherungen des Gebäudes, Kabelanschluss, Straßenreinigung, Hausmeister, Gartenpflege, Schornsteinfeger oder eine regelmäßige Ungezieferbekämpfung können über die Betriebskosten abgerechnet werden.
  • Mit Ihrer Miete zahlen Sie bereits eine Vorauszahlung der Betriebskosten, fallen diese jedoch höher aus, müssen Sie eine Nachzahlung leisten.

Vorgehensweise bei einer zu hohen Abrechnung

  • Kommt Ihnen Ihre Abrechnung zu hoch vor, sollten Sie dagegen schriftlich Einspruch erheben. Sie haben dazu zwar 12 Monate zeit, doch da der Vermieter natürlich auf sein Geld pocht, sollten Sie nicht zu lange warten, da dies viele Nerven kosten kann. Hier zählt: Je eher desto besser!
  • Als Mieter sind Sie berechtigt, sämtliche Unterlagen bei Ihrem Vermieter oder der Wohngesellschaft einzusehen. Hier können Sie Rechnungen begutachten und sehen, wie die Kosten zustande gekommen sind. Da aber ein Laie davon kaum Ahnung hat, ist es hier sehr ratsam, einen Rechtsanwalt oder Mieterschutzbund damit zu beauftragen.
  • Ein Rechtsanwalt für Wohnrecht kann hier gute Dienste leisten, ist aber auch meist sehr teuer. Noch effektiver ist ein Beitritt zu einem Mieterschutzbund. Hier ist ein jährlicher Beitrag fällig, der aber gar nicht so hoch ausfällt und auch halb- oder vierteljährlich gezahlt werden kann. In der Regel beläuft sich dies auf unter 100 Euro.
  • Hier sitzen ausgebildete Rechtanwälte, die sich nur mit Mietsachen beschäftigen. Diese helfen Ihnen nicht nur bei einer hohen Betriebskostenabrechnung, sondern bei allen Mietproblemen. Schauen Sie doch mal ins Internet oder in die gelben Seiten, auch in Ihrer Nähe wird es einen Mieterbund geben.
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