Betreutes Wohnen für Jugendliche - so bekommen Sie einen Platz

Betreutes Wohnen für Jugendliche als Chance in schwierigen Zeiten. Betreutes Wohnen für Jugendliche als Chance in schwierigen Zeiten.
Unter gewissen familiären Umständen ist es sinnvoll, wenn Jugendliche von zu Hause ausziehen und in eine Einrichtung für betreutes Wohnen gehen. Dort werden die Jugendlichen von Sozialpädagogen betreut und im Alltag unterstützt.
Melanie Meißner
25.01.2011 Melanie Meißner

Betreutes Wohnen beantragen

  • Bei schwerwiegenden familiären Problemen wie Alkoholismus, Vernachlässigung oder Gewalt wenden Sie sich umgehend an das zuständige Jugendamt. Dort erhalten Sie ausführliche Beratung und Hilfe. Nur das Jugendamt selbst kann Ihnen einen Platz in einer Einrichtung für betreutes Wohnen vermitteln. 
  • Betreutes Wohnen wird normalerweise für Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren beantragt, wenn das Elternhaus massive Erziehungsdefizite aufweist.
  • Außerdem kann betreutes Wohnen sinnvoll sein, wenn Eltern und Jugendliche während der Pubertät in ständigem Konflikt zueinanderstehen. Eine räumliche Distanz durch Auszug kann die Konfliktlage entschärfen. 

Sozialpädagogische Unterstützung für Jugendliche

  • Das betreute Wohnen soll Jugendlichen helfen, selbstständig zu werden und diese bei der Persönlichkeitsbildung stärken. Wesentlich hierbei ist die Bereitschaft des Jugendlichen, sich an vereinbarte Regeln und Aufgaben zu halten und damit seinen Beitrag zum Gelingen dieser Maßnahme zu leisten.
  • Bei den meisten Einrichtungen gibt es eine Probezeit für den Jugendlichen. Der Jugendliche muss zeigen, dass er bereit ist, Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen. Hierzu gehört auch, dass er verlässlich zur Schule/Ausbildung oder zur Arbeit geht.
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