- 28.11.2010 Daniela Leder
Das OS ermöglicht die grundsätzliche Funktion eines Computers. Es verwaltet den Arbeitsspeicher, den Prozessor, die vorhandenen Ein- und Ausgabegeräte und das Dateisystem, steuert die Ausführung von Programmen und bietet dem Benutzer eine graphische Benutzeroberfläche. Die verschiedenen OS erfüllen diese Aufgaben auf unterschiedliche Weise.
Die wichtigsten OS, Versionen und Editionen
Die verschiedenen Systeme lassen sich in etwa folgendermaßen einteilen:
- Die bekanntesten privat genutzten Betriebssystemfamilien sind Windows, Linux und auf Apple-Rechnern Mac OS X. Daneben gibt es weitere Systeme, die weniger bekannt sind und häufiger im betrieblichen Umfeld vorkommen, zum Beispiel UNIX und seine verschiedenen Derivate.
- In jeder der verschiedenen Betriebssystemfamilien gibt es jeweils unterschiedliche Versionen, wobei meist etwa alle drei Jahre neue Versionen entwickelt werden. In der weit verbreiteten Windows-Familie waren die letzten aktuellen Client-Versionen zum Beispiel Windows XP, Windows Vista und Windows 7.
- Innerhalb einer Betriebssystemversion werden verschiedene Editionen unterschieden, die einen unterschiedlich großen Funktionsumfang bieten, wobei Editionen mit größerem Funktionsumfang deutlich teurer sind. Windows 7 ist zum Beispiel in den Editionen Starter, Basic, Premium, Professional, Ultimate und Enterprise erhältlich.
- Moderne Systeme werden zusätzlich meist als 32- und 64-Bit-Version angeboten.
Bestes OS: Kriterien für die Auswahl
Angesichts der Vielzahl von sich ergebenden Optionen ist es nicht einfach, das für einen selbst am besten geeignete OS zu finden. Bei der Auswahl können folgende Überlegungen hilfreich sein.
- Systemvoraussetzungen: Erfüllt die vorhandene oder geplante Hardware die Systemvoraussetzungen des OS? Hat die Hardware auch darüber hinaus noch Ressourcen? Die reine Erfüllung der Systemvoraussetzungen bietet meist nicht genügend Leistung.
- 32- oder 64 Bit: Wenn Ihr Rechner 4 GB und mehr an RAM bekommen soll, sollten Sie ein 64-Bit-Betriebssystem verwenden, denn unter einer 32-Bit-Version können Sie maximal 4 GB addressieren, meist sind aber nur etwas mehr als 3 GB wirklich nutzbar.
- Treiber: Wenn Sie ältere oder spezielle Hardware haben, sollten Sie vor Anschaffung eines OS zuerst klären, ob es für diese Hardware Treiber gibt.
- Hardware Compatibility List (HCL): Wenn Sie sichergehen wollen, dass Sie alle vorhandene Hardware mit einem neuen OS verwenden können, hilft Ihnen die HCL, die alle mit diesem OS getesteten Hardwarekomponenten auflistet.
- Software: Auch Software hat Systemvoraussetzungen. Wenn Sie bestehende Software weiterverwenden wollen oder den Einsatz spezieller Software mit besonderen Anforderungen planen, achten Sie darauf, dass das OS diese Systemvoraussetzungen erfüllt.
- Geplanter Einsatz: Soll der Rechner Teil eines Netzwerks werden? Dann müssen Sie darauf achten, dass das OS die entsprechenden Netzwerkfunktionen unterstützt. Soll der Rechner von mehreren Benutzern genutzt werden? Dann sollten Sie auf Mehrbenutzerfähigkeit achten, um entsprechende Sicherheit zu gewährleisten. Solche und ähnliche Fragen sollten im Vorfeld geklärt werden.
- Preis: Während Linux kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden kann, müssen Sie zum Beispiel für Windows-Systeme zum Teil ordentlich bezahlen. Welches System erhalten Sie eventuell beim Kauf Ihrer Hardware vorinstalliert?
- Sicherheit: Allgemein werden Windows-Systeme viel häufiger angegriffen als Rechner zum Beispiel unter Linux oder Mac OS X, da sie viel häufiger vorkommen. Wenn Sie einen Windows-Rechner verwenden, müssen Sie ihn daher intensiver schützen.
- Benutzerfreundlichkeit: Systeme unterscheiden sich in ihrer Benutzerfreundlichkeit. Während früher Linux vor allem für Computerfreaks geeignet war, kann es heute durchaus auch für den normalen Benutzer bedienungsfreundlich sein. Dennoch müssen Sie sich in manche Systeme länger einarbeiten als in andere. Das hängt aber auch von Ihrer Vorerfahrung ab.
- Ausstattung: Die meisten OS bringen bereits eine recht gute Ausstattung mit. Dennoch kann es lohnen zu überprüfen, welche Bordmittel bereits vorhanden sind. Sind zum Beispiel Tools für Backup, Mediennutzung etc. integriert?
- Umgang mit Problemen: Wenn Sie sich nicht selbst sehr gut auskennen und die meisten Probleme selbständig lösen können, stellen Sie wahrscheinlich fest, dass Sie für einen Windows-Rechner sehr viel eher Hilfe im Bekanntenkreis finden als für einen Rechner unter Mac OS X. Auch das kann ein wichtiges Kriterium sein.
- Verschiedene Editionen: Innerhalb einer Betriebssystemfamilie sollten Sie die verschiedenen Editionen vergleichen und feststellen, welche Ihren Anforderungen am besten entspricht. Für die Vergleiche bieten die Hersteller in der Regel eigene Webseiten im Internet. Editionen unterscheiden sich zum Beispiel in ihrer Netzwerkfähigkeit, in Sicherheitsfunktionen, in optischen Möglichkeiten, der Nutzung von Mediainhalten u.v.a.