Wenn man mit dem Motorradfahren anfängt, sollte und darf man nicht gleich mit einer großen Maschine auf die Straße. Das erste Motorrad sollte eine 125er sein. Da die Maschine, die als Beste gilt, nicht unbedingt für jeden passt, sollten Sie unbedingt intensiv vergleichen. Auf was Sie dabei achten sollten, können Sie hier nachlesen.
- 13.05.2011 Julian Grzegorczyk
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Bestes muss nicht gleich Teuerstes bedeuten
- Beim Kauf einer 125er sollten einige Kriterien beachtet werden. Zunächst kommt es darauf an, wie alt Sie sind. Haben Sie das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht, dürfen Sie nicht schneller als 80 km/h fahren. Also muss die 125er gedrosselt sein, auf maximal 11 kW und 80 km/h. Ist das Motorrad Ihrer Begierde nicht gedrosselt, informieren Sie sich, ob eine Drosselung möglich ist oder nicht.
- Der nächste Punkt, über den Sie sich Gedanken machen sollten, ist, für was möchten Sie die 125er benutzen. Planen Sie lange Fahrten, sollte die Sitz- und Lenkerposition möglichst bequem sein. Auch die Tankgröße ist wichtig, da man bei einer langen Tour nicht jede Stunde tanken möchte. Ist das Motorrad für den Alltag, also eher viele kurze Fahrten, sind diese Kriterien nicht so entscheidend. Möchten Sie die 125er im Gelände fahren, sollte sie sehr stabil und unempfindlich sein.
- Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Handling. Wenn ein Motorrad ein schlechtes Handling hat, werden Sie nicht viel Spaß am Fahren haben. Ob Sie das Motorrad handhaben können, erfahren Sie erst bei einer Probefahrt. Trotzdem gibt es Indikatoren, die etwas über das Handling verraten. Bestes Handling versprechen Motorräder mit niedrigem Gewicht und einem kleinen Radstand und Nachlauf. Natürlich sollten die Werte im Verhältnis zu Ihrer Größe und Ihrem Gewicht stehen.
- Zwar kommt es bei einer 125er nicht so sehr auf die Leistung an, da man ab 18. Jahren eh nur höchstens 25 kW bei maximal 0,16 kW/kg Leergewicht fahren darf. Trotzdem sollte man darauf achten, dass die Leistung nicht zu niedrig ist, sonst geht der Fahrspaß verloren. Des Weiteren ist ein Blick auf das Drehmoment zu empfehlen, weil dieser Aufschluss über das Fahrverhalten gibt.
- Motorräder mit niedrigem Drehmoment lassen sich angenehmer in der Stadt und auf der Landstraße fahren. Ein höheres Drehmoment lässt die 125er etwas sportlicher agieren. Hier sollten Sie sich wieder überlegen, wo Ihre Präferenzen liegen.
- Auch der Sekundärantrieb ist wichtig, es gibt Kardan-, Zahnriemen- und Kettenantriebe. Ein Kardanantrieb muss selten gewartet werden, wohingegen Zahnriemen- und Kettenantriebe öfter mal überprüft werden sollten. Aber der Nachteil vom Kardanantrieb besteht darin, dass man den Lastwechsel deutlicher spürt als beim Ketten- oder Zahnriemenantrieb.
- Anhand von diesen Punkten können Sie eine gewisse Vorauswahl treffen. Die Optik des Motorrads sollte nur eine Nebenrolle spielen. In erster Linie kommt es auf das Fahrverhalten an. Haben Sie eine Vorauswahl getroffen, nehmen Sie sich Zeit um intensive Probefahrten zu machen.
- Eine Checkliste für den Motorradkauf, gerade für gebrauchte Motorräder, findet Ihr auf der Seite www.motor-talk.de. Bestes Fahrvergnügen verspricht die 125er die den Auswahlkriterien, den Probefahrten und der Checkliste standhält. Der Preis bei einer 125er sollte auch nicht zu hoch sein, denn immerhin ist es in den meisten Fällen nur ein Einstiegsmotorrad.