- 20.09.2010 Anne Pinus
- Flexibilität
- Aufgeschossenheit
- Selbstbewusstsein
- Kreativität und Individualität
Es folgen unzählige Bewerbungen, Höhen und Tiefen im Berufsfindungs-Marathon. Wie aber finden die Realschüler den geeigneten Beruf? Wie entdecken sie ihre Fähigkeiten und Stärken? Was sagen Zeugnisnoten über die Persönlichkeit aus?
- Unter den vielfältigen Möglichkeiten stehen zum Beispiel kaufmännische Berufe, Ausbildungen rund um Metall und Elektronik oder auch Tätigkeiten im Bereich Reisen und Verkehr zur Auswahl. So können schnell Alternativen gefunden werden, falls es mit dem Traumjob nicht klappt.
- Sinnvoll ist es, sich schon in der vorletzten Klasse ernsthafte Gedanken über die Zeit nach der Realschule zu machen, um einen geeigneten Beruf zu finden.
Berufe für Realschüler finden
Um den geeigneten Beruf zu finden, müssen Sie von sich selbst wissen, was Sie können und was Sie wollen:
- Sie sollten sich Gedanken zu Ihrer Persönlichkeit aber auch zu den Erwartungen von Arbeitgebern machen. In einer Stärken - Schwächen Analyse kann gezielt ein Persönlichkeitsprofil erstellt werden als Grundlage der Berufswahl und Bewerbung.
- Je mehr sich ein Beruf mit den eigenen Fähigkeiten, Stärken und Interessen deckt, umso größer ist der Erfolg.
- Informationssuche: Informationen über alle Berufe sind in Berufsinformationszentren (BIZ) der Agentur für Arbeit oder unter www.berufenet.de zu finden. Zudem werden auch Eignungstests angeboten um die Berufswahl zu optimieren.
Den geeigneten Job finden
Es gibt typische Frauenberufe und typische Männerberufe. Hier finden Sie einige Beispiele und geeignete Berufsgruppen speziell für Realschüler:
- Bereich Kaufleute und Verwaltung:
Bürokaufmann/ Bürokauffrau
Fachangestellte/-r für Arbeitsförderung
Fachangestellte/-r für Bürokommunikation
Justizfachangestellte/-r
Kaufmann/ Kauffrau für Bürokommunikation
Kaufmann/ Kauffrau für Groß- und Außenhandel
Verwaltungsfachangestellte/-r
- Bereich Metall und Elektronik:
Feinwerkmechaniker/-in
Fertigungsmechaniker/-in
Konstruktionsmechaniker/-in
Maschinen- und Anlagenführer/-in
Metallbauer/-in
Teilezurichter/-in
Zerspannungsmechaniker/-in
- Weitere interessante Bereiche:
Chemie, Medizin, Wellness
Reisen und Verkehr
Tier und Natur
Technik und Zeichnen
- Neuer Ausbildungsberuf zum 01. August 2011: Fachangestellte/-r für Arbeitsmarktdienstleistungen
- Modernisierte Ausbildungsberufe:
Bootsbauer/ Bootsbauerin
Buchhändler/ Buchhändlerin
Drucktechnologe/ Drucktechnologin
Fachkraft für Lederverarbeitung/ Fachkraft für Lederverarbeitung
Mediengestalter Flexografie/ Mediengestalterin Flexografie
Reiseverkehrskaufmann/ Reiseverkehrskauffrau
Siebdrucktechnologe/ Siebdrucktechnologin
Textilgestalter im Handwerk/ Textilgestalterin im Handwerk
Mehr Informationen und Links zu Berufen finden Sie auf den Seiten des Bundesinstituts für Berufsbildung http://www.bibb.de/de/ausbildungsinfos-online.htm
Auf dem Weg zum geeigneten Job: Vorgehensweise und Entscheidungsprozess
Eine Entscheidung fürs weitere Leben oder ein erster Schritt in die Berufswelt?
- Erstellen einer Liste mit den für Sie interessanten Berufsgruppen
- Gezieltes Durchlesen der Berufsbeschreibungen nach der Rangliste
Achtung: Vermeidung einer vorschnellen Entscheidung für einen bestimmten Beruf - Abgleich mit den eigenen Fähigkeiten und Interessen
- Geeignete und passende Berufe aufschreiben
Wichtig: Oft stellt man sich eine Ausbildung oder Beruf ganz anders vor, als sie in Wirklichkeit sind.
- Um Enttäuschungen oder unangenehme Überraschungen zu vermeiden, sind Betriebspraktika oder Ferienjobs zu empfehlen.
- Manchmal kann ein Praktikum oder Ferienjob auch sehr positiv sein und gerade in der Firma Vorteile auf eine Ausbildung verschaffen.
- Gespräche mit Verwandten und Bekannten über einen favorisierten Beruf helfen bei einer Entscheidung.
Für den geeigneten Job bewerben, aber wie?
- Vermeiden Sie Standardschreiben: Ein individuelles und kreatives Anschreiben kommen besser an und garantieren oft eine Einladung zu einem Eignungstest und/ oder Vorstellungsgespräch
- Im Vorstellungsgespräch ist Selbstbewusstsein gefragt. Achtung: Spielen Sie keine Rolle
- Flexibilität ist ebenfalls wichtig, denn die Ausbildung ist vielleicht nicht in der Heimatstadt.
Wenn das Vorstellungsgespräch erfolgreich war, werden Sie einen Ausbildungsvertrag bekommen
- In der Regel dauert die Ausbildung drei Jahre und wechselt zwischen Berufsschul- und Ausbildungszeiten an der Ausbildungsstelle.
- In jedem Ausbildungsjahr steigt die Vergütung mit jedem Jahr an. Weitere Informationen unter http://www.bibb.de/ausbildungsverguetung.
- Für weitere Informationen eignet sich das Buch "Berufsstart für Realschüler: 56 Berufe, 56 Chancen" (von Reinhard Selka und Birgit Ostwald. Bertelsmann, Ausgabe - März 2008)