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Berührungsängste überwinden - so geht's in der Partnerschaft

Der eine braucht große Nähe, der andere vielleicht mehr Distanz - grundlegende Bedürfnisse in einer Partnerschaft können sehr unterschiedlich sein. Wenn es zudem nicht Ihre Sache ist, sich sofort jemandem zu öffnen und anzuvertrauen, haben Ihre Berührungsängste für Sie vielleicht sogar eine Schutzfunktion.

Menschen brauchen unterschiedlich viel Nähe.
Menschen brauchen unterschiedlich viel Nähe.

Eine Partnerschaft lebt nicht nur von äußeren, sondern vor allem auch von "inneren" Berührungen. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, jemanden nahe an sich herankommen zu lassen und Ihre Berührungsängste Ihnen dabei im Weg zu stehen scheinen, dann sollten Sie versuchen, diese Schritt für Schritt kleiner werden zu lassen.

Berührungsängste können eine wichtige Funktion haben

  • Wenn Sie vor etwas Angst haben, kann das auch bedeuten, dass Sie sich vor etwas schützen wollen. Vielleicht sehen Sie bewusst oder unbewusst Gefahren, denen Sie unbedingt aus dem Weg gehen wollen.
  • Vielleicht haben Sie auch schon schlechte Erfahrungen damit gemacht, sich einem Menschen anzuvertrauen und zu öffnen. Wenn das Vertrauen missbraucht wurde, kann es schwer sein, sich neu und ohne jeden Vorbehalt auf jemanden einzulassen.
  • Wenn Sie sich in einer Partnerschaft dann eher in Ihrer "Sicherheitszone" einigeln und "Sicherheitsschranken" zwischen sich und Ihrem Partner errichten, wird dieser Ihr Verhalten möglicherweise gar nicht einordnen können.
  • Sie sollten daher ein offenes Gespräch mit Ihrem Partner darüber führen, ob frühere Erfahrungen Ihr jetziges Verhalten beeinflussen. Je nachdem, wie verständnisvoll Ihr Partner oder Ihre Partnerin reagiert, merken Sie dann vielleicht schon, dass Sie einen Menschen vor sich haben, vor dem Sie keine Angst zu haben brauchen.

Nähe und Distanz ausbalancieren

  • In einer Partnerschaft kann es immer wieder neu die Aufgabe sein, Nähe und Distanz so auszubalancieren, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse auf beiden Seiten erfüllt sind.
  • Daher ist es ein wichtiger Schritt, dass Sie sich überhaupt darüber im Klaren sind, wie groß Ihr Distanz- oder Ihr Nähebedürfnis ist.
  • Wenn Sie große Berührungsängste haben, werden Sie diese kaum mit einem Mal über den Haufen werden können. Gehen Sie lieber in kleinen Schritten vor und ermöglichen sich so immer wieder die Erfahrung, dass es Ihnen nicht schadet, wenn Sie sich Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin gegenüber mehr und mehr öffnen.
  • Sprechen Sie über sich selbst, über Ihre Wünsche, Hoffnungen und Bedürfnisse. Wenn Ihr Gegenüber damit nicht achtsam umgeht, dann ist er vielleicht auch der falsche Partner für Sie.

Berührungsängste abzubauen, kann ein langer Weg sein. In einer Partnerschaft sollten Sie diesen gemeinsam beschreiten, um auch gemeinsam ans Ziel zu kommen.    

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