Die Information ist das Wichtigste bei der Gabe und Einnahme von Medikamenten. Dafür gibt es unter anderem den Beipackzettel. Oft lösen diese Beipackzettel Angst und Misstrauen aus. Wissen Sie, wie er richtig gelesen wird? Das sollten Sie wissen.
- 31.01.2011 Iris Gödecker
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Was steht überhaupt alles im Beipackzettel
- Die Inhalte des Beipackzettels für Medikamente bestimmt das Arzneimittelgesetz.
- Zuerst wird dort aufgeführt, wie ein Beipackzettel überhaupt aufgebaut ist. Danach erfolgen die Informationen über das Medikament. Dies ist meist für den Laien unverständlich, aber notwendig.
- Weiter erfolgt die Darreichungsform. Dies ist die Art des Medikaments, wie z. B. Tabletten, Kapseln oder Tropfen.
- Wichtig ist natürlich auch die sogenannte Indikation: Für welche Krankheiten wird dieses Medikament verwendet?
- Systematisch ist der Beipackzettel weiter aufgebaut: Gegenanzeigen - hier werden die Krankheiten aufgeführt, für die dieses Medikament nicht zulässig ist; Vorsichtsmaßnahmen - hier wird z. B. bei frei verkäuflichen Arzneimitteln darauf hingewiesen, dass das Medikament nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden soll.
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln: Nehmen Sie mehrere Medikamente gleichzeitig ein? Sie können sich gegenseitig beeinflussen und eventuell die Wirkungen aufheben.
- Die Warnhinweise sprechen die Gesundheit an. Vielleicht haben Sie vergessen, dem Arzt noch etwas mitzuteilen. Sie können Ihren Krankheitsverlauf noch einmal überdenken und überprüfen.
- Der Arzt wird Ihnen sicher gesagt haben, wie Sie das Medikament einnehmen sollten. Dies steht noch einmal in der Dosierungsanleitung.
- Lesen Sie die Fehler, die bei der Einnahme gemacht werden können, und was bei einer Überdosierung passieren kann.
- Ganz wichtig sind immer die Nebenwirkungen. Hier wird alles aufgeführt, was während einer klinischen Studie vorgekommen ist. Dazu gehören auch diejenigen, die nur auf einem Verdacht basieren.
- Zum Schluss erfolgt der Hinweis auf das Verfallsdatum und das Verfassungsdatum. Es ist auch wichtig, darauf zu achten.
Informationen über Medikamente richtig interpretieren
- Die Informationen auf einem Beipackzettel unterliegen gesetzlichen Vorschriften. Sobald bei einer klinischen Studie auch nur bei einem Probanden eine Nebenwirkung auftaucht, wird diese aufgeführt. Ebenfalls sind das auch Verdachtsfälle.
- Das kann dazu führen, dass der Beipackzettel, auch gerne Waschzettel genannt, unüberschaubar wird.
- Haben Sie keine Angst davor. Viele Menschen lesen den Zettel gar nicht, weil Sie die Nebenwirkungen gar nicht erst wissen wollen.
- Es ist immer wichtig, nicht nur über die eigene Krankheit, sondern auch über das Medikament Bescheid zu wissen. Davon abgesehen ist es immer möglich, dass bei Ihnen überhaupt keine Nebenwirkungen auftreten.
- Nehmen Sie sich die Zeit ihn durchzulesen, auch, wenn Ihr Arzt Ihnen schon einiges mitgeteilt hat. Er gibt ausführliche Informationen über das Medikament, die möglichen Risiken und natürlich seine Wirkung.
- Falls Sie mit dem Beipackzettel gar nicht klarkommen, können Sie ihn sich auch von einem Apotheker erklären lassen. Lassen Sie das Medikament nicht einfach weg, auch Ihren Arzt können Sie bei Unklarheiten noch einmal ansprechen.
- Lassen Sie sich von den medizinischen Fachbegriffen nicht ins Bockshorn jagen und informieren Sie sich. Falls bei einem Medikament eine Nebenwirkung auftaucht, die nicht im Beipackzettel steht, sprechen Sie Ihren Arzt oder Apotheker darauf an.