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Beinkrampf - was tun?

Viele Menschen kennen Muskelkrämpfe - unwillkürliche und starke Kontraktionen der Skelettmuskulatur, die sehr schmerzhaft sind. Meist treten sie in den Beinen auf, in der Muskulatur der Waden und des Oberschenkels. Besonders gemein ist ein nächtlicher Beinkrampf, der nach einer größeren muskulären Belastung auftritt. Allerdings trifft es manche Menschen auch schon während der Belastung - der Schmerz schießt plötzlich ein, zwingt zum Anhalten und man wünscht sich nichts sehnlicher, als dass es aufhört.

Beinkrämpfe kann man verhindern.
Beinkrämpfe kann man verhindern.

Was Sie benötigen:

  • genügende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr
  • angepasste körperliche Belastung
  • einen warmen Körper
  • nicht zu eng sitzende Kleidung

Wenn Sie verstehen, warum und wie Beinkrämpfe entstehen, werden Sie es auch leichter haben, diesen zu begegnen, somit müssen Sie den Schmerz nicht länger ertragen als unbedingt nötig.

Warum tritt ein Beinkrampf auf?

  • Es gibt diverse Erkrankungen, in deren Folge Muskelkrämpfe auftreten und diese Krämpfe kann man nur sinnvoll behandeln, wenn die Grunderkrankung im Fokus ärztlichen Interesses steht. Unter einer angepassten Therapie verschwinden in der Regel auch die Krämpfe, die hier nur Nebenbaustellen sind. Haben Sie also gehäuft unter Muskelkrämpfen zu leiden, ohne dafür einen Grund finden zu können, suchen Sie einen Arzt auf.
  • Auch in der Schwangerschaft treten vermehrt Beinkrämpfe auf, diese werden dann meist mit Gaben von Folsäure und Magnesium behandelt und verschwinden nach der Geburt des Kindes im Normalfall wieder von allein.
  • Der Rest der Krampfbetroffenen und das sind die Meisten, leidet an idiopathischen Krämpfen, was nichts anderes heißt, als dass der Grund dafür nicht sicher geklärt ist. Wenn Sie zu diesen Menschen gehören, stecken Sie nicht gleich den Kopf in den Sand. Es gibt Möglichkeiten, mit dem Beinkrampf umzugehen und seine Häufigkeit zu reduzieren.

Wie kann man Beinkrämpfe verhindern?

Es gibt vier Dinge, die bei der Entstehung eines Muskelkrampfes scheinbar eine wichtige Rolle spielen. Kennt man diese, kann man sie gezielt vermeiden, das senkt in den allermeisten Fällen die Krampfhäufigkeit deutlich.

  • Ein hoher Flüssigkeits- und damit auch Elektrolytverlust scheint die Krampfwahrscheinlichkeit zu erhöhen. Trinken Sie also schon vor körperlicher Belastung oder vor dem Sport viel mineralhaltige Wässer oder aber Apfelschorle. Während des Sportes sollten Sie permanent kleine Mengen weitertrinken. Einem Elektrolytverlust kann man auch mit dem häufigen Verzehr von Bananen entgegen wirken. Nahrungsergänzungsmittel brauchen Sie eigentlich nur, wenn Sie sich sehr einseitig ernähren und gleichzeitig Leistungssport betreiben.
  • Eine sehr hohe Trainingsbelastung bei untrainierten Menschen provoziert ebenfalls Krämpfe. Lassen Sie es also langsam angehen und steigern Sie Ihre Belastung zwar stetig, aber nicht in zu großen Schritten.
  • Auch krampfverstärkend wirkt Kälte. Sorgen Sie also dafür, dass Ihr Körper beim Sport oder bei körperlicher Belastung warm ist und das schon, bevor die Belastung beginnt. Das können Sie mit einem Aufwärmprogramm oder geeigneter Kleidung schaffen.
  • Achten Sie bei der Kleidung zwar auf die wärmende Funktion, aber Sie sollten auch im Blick behalten, dass zu enge Kleidung die Krampfanfälligkeit erhöht. Schuhe, Socken, Hosen und Hosenabschlüsse sollten also nicht allzu eng sein.

Und was ist, wenn doch ein Beinkrampf auftritt?

  • Wenn trotz guter Vorbereitung ein Beinkrampf aufgetreten ist, entlasten Sie unverzüglich die entsprechende Seite, indem Sie sich auf das andere Bein stellen oder sich hinsetzen.
  • Wenn Sie dazu Gelegenheit haben, ist eine leichte passive Dehnung gegen die Krampfrichtung lindernd. Wenn zum Beispiel die Wade krampft, stützen Sie sich mit den Händen gegen eine Wand, stellen das betroffene Bein vorsichtig langsam nach hinten auf und verlagern das Gewicht des Körpers nach vorne.




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