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Bei Wertpapieren das Bezugsrecht ausüben - so geht's

Das deutsche Aktienrecht sieht vor, dass bei einer Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien Altaktionäre ein Bezugsrecht für junge Aktien haben. Dieses können, müssen sie aber nicht ausüben.

Eigene Bezugsrechte ermöglichen den Erwerb junger Aktien.
Eigene Bezugsrechte ermöglichen den Erwerb junger Aktien.

Bezugsrechte sind nicht zwingend

  • Normalerweise geht eine Kapitalerhöhung mit einer Ausgabe junger Aktien einher. Bei einer ordentlichen Kapitalerhöhung kann mit einer Dreiviertelmehrheit der Aktionäre ein Bezugsrecht ausgeschlossen werden.
  • Bezugsrechte werden in einer bestimmten Quote ausgegeben. Vereinfacht wäre ein Beispiel, dass für zehn Stammaktien eine junge Aktie erworben werden kann. Eine Aktie stellt in diesem Fall ein zehntel Bezugsrecht dar.
  • Als Aktienbesitzer erhalten Sie eines Tages Post von Ihrer Depotbank. Diese teilt Ihnen mit, dass das Unternehmen, in das Sie investiert haben, eine Kapitalerhöhung plant und fragt an, ob Sie das Bezugsrecht ausüben möchten. 
  • Als Aktionär haben Sie die Möglichkeit, junge Aktien zu erwerben. Legen Sie das obige Beispiel zugrunde: Sie besitzen 95 Aktien. Sie können jetzt das Bezugsrecht für 9 junge Aktien ausüben. 

Aktienbesitzer müssen die Option nicht ausüben

  • Bei einem Bezugsrecht von 10:1 und 95 Aktien verbleiben fünf Bezugsrechte. Sie haben jetzt die Wahl, entweder noch weitere Bezugsrechte zu erwerben, um weitere Käufe ausüben zu können. Alternativ können Sie Ihre fünf überzähligen Bezugsrechte auch über die Börse verkaufen. Für den Bezugsrechtehandel gibt es eine Frist, die vor der Kapitalerhöhung endet. In dieser Zeit können Aktienbesitzer Rechte hinzu- oder verkaufen. 
  • Durch die Bezugsrechte wird bei einer Kapitalerhöhung sichergestellt, dass Altaktionäre in gleichem Maße wie vor der Kapitalerhöhung am Unternehmen beteiligt bleiben. Möchte ein Anleger sein Bezugsrecht nicht ausüben, sinkt sein Anteil am Unternehmensbesitz.
  • Für die Aktiengesellschaften ist es einfacher, über Bezugsrechte für Altaktionäre junge Aktien platzieren zu können, als über einen Börsengang neue Aktionäre für das Unternehmen zu gewinnen.  
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