Bei Verlag ein Buch veröffentlichen - so kann es klappen

Veröffentlichen Sie Ihr Buch. Veröffentlichen Sie Ihr Buch.
Wenn Sie gerne schreiben, haben Sie vielleicht auch mal den Wunsch, Ihr Buch in einem Verlag zu veröffentlichen. Beachten Sie dabei ein paar Dinge, damit Sie nicht in eine Falle tappen.
Frauke Itzerott
21.07.2011 Frauke Itzerott
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Fallen Sie nicht auf einen Druckkostenzuschuss-Verlag herein

  • Wenn Sie überlegen, Ihr Buch zu veröffentlichen und vielleicht im Internet nach einem geeigneten Verlag recherchieren, werden Sie unweigerlich auf "Verlag sucht Autoren" und andere Aufforderungen treffen. Wenn Sie einem solchen Verlag Ihr Manuskript schicken, werden Sie unheimlich schnell  einen unheimlich begeisterten Brief erhalten, in dem Ihr Manuskript in den höchsten Tönen gelobt wird, und gleich unten drunter erhalten Sie einen Kostenvoranschlag für den Druck Ihres Buches.
  • Dieser "Druckkostenzuschuss" ist es, mit dem sich solche Verlage finanzieren. Ein seriöser Verlag lebt im Gegensatz dazu von den Einnahmen aus dem Verkauf Ihres Buches, an dem Sie mit zwischen 8 und 10 Prozent beteiligt werden, je nach Vertrag.
  • Ein sogenannter Druckkostenzuschuss-Verlag wird nichts an Marketingleistung für Ihr Buch tun. Weder werden Rezensionsexemplare an die Presse geschickt, noch werden Buchvorstellungen organisiert oder Anzeigen geschaltet. Auch über das Online- und Direktmarketing auf Ständen und Messen und in Buchhandlungen werden Sie keine Werbung für Ihr Buch erhalten.
  • Ein ansprechendes Format, eine wertige Ausstattung und ein genregerechtes Layout werden Sie nur bei einem normalen Verlag bekommen. Diese Verlage suchen allerdings nicht nach Autoren und es wird schwierig werden, sie von einem neuen Buch von einem unbekannten Schriftsteller zu überzeugen. Aber bevor Sie sich an einen Druckkostenzuschuss-Verlag verkaufen, dem Sie auch noch den vollen Preis zahlen müssen, wenn Sie Ihre eigenen Bücher haben wollen, wenden Sie sich lieber an eine Druckerei und lassen sich eine kleine Auflage für sich und Ihre Fans drucken. Allerdings müssen Sie dann auf eine ISBN-Nr. verzichten.

Überzeugen Sie seriöse Anbieter, Ihr Buch zu veröffentlichen

  • Wenn Sie Ihr Manuskript nun bei einem seriösen Verlag einreichen wollen, sollten Sie ein paar Dinge wissen. Es kann mitunter lange dauern, bis Sie eine Antwort von einem Lektor erhalten. Verlage bekommen massenweise Manuskripte eingesandt und bei einem normalen Publikumsverlag wird aus tausend Manuskripten vielleicht eins gedruckt.
  • Informieren Sie sich ausführlich auf der Verlagshomepage über die Bedingungen zum Einsenden eines Manuskriptes. Dabei werden häufig ein Exposé und ein Auszug aus dem Buch, der das erste Kapitel beinhalten sollte, verlangt.
  • Versuchen Sie ein fehlerfreies, nicht handgeschriebenes Anschreiben zu verfassen, in dem Sie die wichtigen Inhalte, eine mögliche Zielgruppe und ein paar Gründe, warum ausgerechnet Ihr Buch in das Verlagsprogramm passen sollte, nennen.
  • Nur bei kleinen Verlagen lohnt es sich, einen Anruf zu tätigen und zu erfragen, ob Ihr Buch von Interesse sein könnte, denn große Verlage beschäftigen für solche Anfragen oft Praktikanten, die den Anrufer abwimmeln sollen. Beachten Sie unbedingt, ob Ihr Manuskript überhaupt in das Verlagsprogramm passt. Nichts ist so ärgerlich für einen Lektor, wie die verschwendete Zeit, ein Science-Fiction-Manuskript abzulehnen, weil der Verlag gar keine Science-Fiction-Literatur veröffentlicht.
  • Sind Sie von Ihrem Buch überzeugt, lassen Sie sich dennoch nicht entmutigen. Schließlich sind alle Schriftsteller einmal unbekannt gewesen und haben es auch geschafft, einen Verlag von sich zu überzeugen.
Diese Anleitung
Leser-Tipps (3) Ihren Tipp zur Anleitung schreiben
  • Miriam D. | 22.07.2011, 06:38

    Liebe Autorin und andere Leser! Ich betrachte diesen Artikel als eine sehr einseitige und zum Teil falsche Darstellung. Eine pauschale Diffamierung aller solcher Verlage halte ich für unprofessionell! Es gibt auch solche Verlage, die auch mit verlag sucht autouren werben, und in vollem Umfang transparent arbeiten (siehe: http://www.frieling.de/autor-werden/risikobeteiligung). Solche Verlage veröffentlichen das Buch eines Autors, welches auch inhaltlichen Qualitätsmerkmalen genügen muss (den Kriterien des Lektors für den Verlag), aber keinen wirtschaftlichen Zwängen. Diese Verlage betreiben sehr wohl Marketing und Werbung, was ich aus eigener Erfahrung weiss! Man sollte sich vielleicht im Vorhinein erkundigen, sowohl wenn man in Buch veröffentlichen möchte, als auch wen man einen Artikel verfasst, der pauschale Diffamierungen zum Inhalt hat. Herzlichst, Ihre Miriam D.

  • Frauke Itzerott | 22.07.2011, 21:35

    In dieser Anleitung warne ich lediglich vor Druckkostenzuschussverlagen anstatt sie zu diffamieren, dabei schließe ich ja nicht aus, dass es auch seriösere Angebote unter dem Motto "Verlag sucht Autoren" gibt, das ist aber nicht die Regel, sondern die Ausnahme und vielen Erstautoren ist eben nicht klar, dass ein normaler Verlag niemals Geld von einem Autor nimmt, sondern ihm ein Honorar auszahlt. Das erlebe ich immer wieder, wenn Autoren sich an unseren Verlag wenden.

  • Tanja Furtwanger | 02.11.2011, 08:41

    Hallo Frauke! Sehr schöner Bericht, der deutlich macht, dass man sich vor gewissen Verlagen schützen sollte! Vielen Dank für Ihre Warnung! Sunny Grüße Tanja

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