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Bei der Bundeswehr für Spezialeinheiten bewerben - so wird's gemacht

Die Bundeswehr bietet ihren besten Angehörigen in speziellen Truppenteilen Gelegenheit, an vorderster Front und in geheimer Mission schwierigste Aufgaben zu lösen. Spezialeinheiten gehören nicht nur zum Bild der Bundeswehr. Sie gibt es in allen bedeutenden Armeen weltweit. Doch allen ihnen ist gemeinsam, dass einer Bewerbung eine harte Ausbildung folgt, die nicht jeder übersteht.

Spezialkräfte der Bundeswehr weltweit im Einsatz
Spezialkräfte der Bundeswehr weltweit im Einsatz © Steini1980 / Pixelio

Spezialeinheiten der Bundeswehr werden nicht nur ausgebildet, um in Friedenszeiten in Deutschland ihren Dienst zu tun. Spätestens seit den Terroranschlägen von New York sind Angehörige der Spezialtruppen weltweit in Krisengebieten im Einsatz.

Bundeswehr-Spezialeinheiten sind offen für Frauen und Männer

  • Spezialeinheiten der Bundeswehr gibt es als Kommando Spezialkräfte (KSK), Kampfschwimmer/Minentaucher, Fernspäher und Fallschirmjäger. Sie können sich auch als IT-Spezialist für eine Sondereinheit bewerben, die sich mit den Fragen eines eventuellen Cyber Wars beschäftigen.
  • In der Bundeswehr herrscht formal Gleichberechtigung. Das bedeutet, dass auch Frauen Angehörige von speziellen Einsatztruppen werden können.
  • Als Frau müssen Sie allerdings die gleichen Anforderungen erfüllen wie die Männer. Das hat bisher zur Folge, dass nur Männer in geheimer Mission beziehungsweise Kommando-Einsätzen unterwegs sind.
  • In Zukunft sollen Frauen insbesondere das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr verstärken. Es wird daher diskutiert, die hohen Anforderungen für die Aufnahmeprüfung zu senken. Frauen verschiedenster Truppenteile haben sich bei Einsätzen in Afghanistan als deeskalierend bewährt.
  • KSK ist die Abkürzung für Kommando Spezialkräfte. Es handelt sich um Spezialeinheiten …

  • Bewerben können sich Frauen und Männer gleichermaßen. Wer Tests und Ausbildung übersteht, wird einer jeweiligen Spezialeinheit zugeteilt.

Kommando Spezialkräfte - zwei Wege einer Ausbildung 

  • Geheime Einsatzfelder, unbekannte Namen und stets einsatzbereit - das sind die Markenzeichen, der auch Schattenmänner der Bundeswehr genannten, Einsatzkräfte.
  • Wenn Sie zu den rund 1.000 Männern des Kommandos Spezialkräfte gehören wollen, müssen Sie zu den Besten gehören. Obwohl Sie nach Ausbildung einer normalen Kampftruppe angehören, müssen Sie mehr als der durchschnittliche Bundeswehrangehörige leisten können.
  • Möchten Sie sich für Spezialkräfte bewerben, müssen Sie bereits der Truppe angehören. Außerdem haben Sie eine Ausbildung zum Unteroffizier oder Offizier abgeschlossen. Zu den Bedingungen gehören Fallschirmsprungtauglichkeit, gut trainiert und psychisch belastbar. Schrauben Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch. Das harte Auswahlverfahren überstehen durchschnittlich lediglich 20 bis 30 Prozent.
  • Wenn Sie noch keine militärischen Erfahrungen besitzen, bewerben sie sich an der internationalen Fernspäherschule in Pfullendorf.
  •  Zu den Vorrausetzungen, die Sie mitbringen müssen, zählen Alter zwischen 17 und 24 Jahren, Abschluss Hauptschule mit Berufsausbildung oder mittlere Reife, deutsche Staatsbürgerschaft, demokratische Grundeinstellung und ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis. 
  • Während der dreijährigen Ausbildung müssen Sie sich dann dem allgemeinen Eignungsfeststellungsverfahren stellen.

Spezialeinheiten der Bundeswehr können weltweit eingesetzt werden, was ein normales Familienleben nicht einfach macht. Sie müssen sich außerdem vor Ausbildungsbeginn für mindestens sechs Jahre verpflichten.

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