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Beduinenzelt – Bauanleitung

Ein "Beduinenzelt" wird schnell mit Vorstellungen von "Freiheit", "Gemeinschaft" und "herumziehen" assoziiert. Ein Beduine ist ein nomadischer Bewohner der Wüsten Arabiens. Übersetzt man die Worte "Beduine" und "nomadisch" ins Deutsche, wird schnell klar, woher die angesprochenen Assoziationen rühren. "Beduine" bedeutet "nicht sesshaft" und "nomadisch" stammt vom altgr. "nomas = mit Herden herumziehen" ab. Der Wunsch nach Freiheit kann auch Träume davon, wie ein arabischer Hirte zu leben, mit sich bringen. Leben Sie diese Träume doch einmal aus und verbringen Sie einige Zeit in Ihrem eigenen Beduinenzelt. Eine Bauanleitung dafür finden Sie hier.

So wohnlich kann ein Beduinenzelt sein.
So wohnlich kann ein Beduinenzelt sein.

Was Sie benötigen:

  • Nähmaterial für die Zelthaut:
  • festen Baumwollstoff
  • festes Nähgarn
  • Spannseile
  • Nähmaschine
  • Schere
  • zum Aufbau:
  • Zelthaut
  • Holzmast
  • 8 Seitenstangen
  • 2 Türstangen
  • 10 Heringe

Ein Beduinenzelt kann man kaufen oder selber nähen

Den Traum vom freien Leben könnten Sie sich vielleicht im Urlaub vorübergehend erfüllen. Sie benötigen ein Beduinenzelt und einen Lagerplatz, z.B. auf einem Campingplatz oder einem genehmigten Zeltplatz.

  • Der Aufbau eines gekauften Beduinenzeltes sollte Ihnen keine großen Probleme bereiten, denn der Handel bietet viele unterschiedliche Modell mit entsprechender Bauanleitung an. Interessanter ist es jedoch, ein Beduinenzelt individuell herzustellen.
  • Wie Sie ein individuelles Beduinenzelt selber herstellen können, erfahren Sie im nächsten Abschnitt und natürlich benötigen Sie dann noch die Bauanleitung im dritten Kapitel, um das Zelt korrekt aufbauen zu können.

Machen Sie sich ans Werk, denn es ist eine interessante Aufgabe, das Leben eines Beduinen nachzustellen. Früher wurden solche Zelte aus Tierhäuten gefertigt, der Handel bietet sie in hochwertigen imprägnierten Baumwollstoffen an und in dieser Art können Sie auch selber eines schneidern.

Stellen Sie ein individuelles Beduinenzelt her

Wenn Sie ein Beduinenzelt selber schneidern möchten, ist die quadratische Form leichter herzustellen als die sechseckige.

  1. Nehmen Sie einen festen, 4 x 4 m großen Baumwollstoff und nähen Sie an jede Seite einen 4 x 2 m großen Baumwollstoff an, der später drei Wände und eine Tür bildet. Auf das Mittelteil legen Sie jeweils diagonal von Ecke zu Ecke ein Spannseil. Nähen Sie dieses gut fest. Achten Sie darauf, dass die Spannseile lang genug sind, um sie später mit Heringen im Boden zu verankern.
  2. Korrekterweise sollten Sie im Mittelpunkt der Zelthaut einen kleinen Kreis einzeichnen, durch den später der Mittelpfahl gesteckt wird. Schneiden Sie diesen Kreis nicht aus, sondern nur so in Kreuzform ein, dass jeweils zwei Stoffhälften die entsprechenden Spannseile überschlagen. Dadurch entsteht eine Öffnung mit sich überkreuzenden Spannseilen.
  3. Dieses "Stoffkreuz" wird später in den Holzmast, der entsprechende Einkerbungen vorweisen muss, eingelassen. Über die so entstandene Kuppelöffnung setzen Sie eine tellerartige Abdeckung, um den Regen abzuhalten. Die Öffnung sorgt für eine Belüftung des Beduinenzeltes.

Laut traditioneller Bauanleitung werden Beduinenzelte nicht zu stark gespannt, denn die Beduinen, die sich früher in Wüsten aufhielten, sammelten durch leicht nach innen gewölbte Zeltdächer Regenwasser. Und noch ein Hinweis: Je nach Zeltart kann der Zeltmittelpunkt auch nur verstärkt, ohne Öffnung genäht werden.

Bauanleitung für das Zelt

Die Zelthaut kann als Quadrat mit anhängenden Seitenwänden geschneidert sein, wobei eine der Seitenwände auch aus drei Stofflappen bestehen kann, um den mittleren als Tür zu nutzen. Falls Sie allerdings ein sechseckiges Beduinenzelt haben, welches aus einem Zirkel mit sechs anhängenden Seiten genäht wurde, dient eine der Seitenwände als Tür. Die nachfolgende Bauanleitung können Sie in jedem Fall für beide Vorlagen nutzen:

  1. Sorgen Sie für einen sauberen Untergrund, um die Zelthaut ausbreiten zu können. Am besten legen Sie eine entsprechend große Plane auf einer steinfreien und glatten Bodenfläche aus, auf der Sie dann die Zelthaut ausbreiten können.
  2. Schlagen Sie nun zu zweit die Zelthaut einmal glatt bis zur Hälfte um und stecken Sie den Masten, der später mittig das Dach stützt, tief genug in den Boden. Zweckmäßig ist es, wenn Sie zuvor eine tief greifende Bodenhülse setzen, in die sich der Masten verankern lässt (bei gekauften Zelten gehört das zum Lieferumfang)
  3. Nun müssen Sie vorsichtig sein, damit der Stoff nicht beschädigt wird, denn es gilt, gemeinsam die übergeschlagene Zelthaut aufzunehmen und hoch genug über den Masten zu ziehen, bis dieser in den eingenähten, verstärkten Mittelpunkt (der teilweise luftdurchlässig gearbeitet sein kann), einrastet.
  4. Jetzt wird das Beduinenzelt zunächst gespannt, indem Sie mit Ihrem Helfer jeweils in der Diagonale, also gegenüberstehend, kräftig an den Spannseilen ziehen und diese mit Heringen im Boden verankern. Die Spannseile sind von der Kuppel bis zum Zirkelende eingenäht und liegen dann frei beweglich zwischen den Wänden. Auf diese Weise ist das Dach gespannt, während die Wände noch beweglich sind.
  5. Schlagen Sie nun die Seitenstangen dort in den Boden ein, wo die Stoffwände bereits herunterfallen. Befestigen und spannen Sie die Wände jeweils zwischen zwei Stangen.
  6. Eine Seitenwand und zwar die, an deren Ende sich ebenfalls zwei Spannseile befinden, messen Sie in ihrer Länge und Breite aus. Übertragen Sie dieses Maß auf den Boden, um an den jeweiligen Außenecken die zwei Türstangen im Boden zu verankern.
  7. Ziehen Sie nun die Seitenwand, die als Tür dient, über die beiden Türstangen und verankern Sie sie mit den Spannseilen und den zwei letzten Heringen im Boden.

Sorgen Sie schließlich für Gemütlichkeit in Ihrem Beduinenzelt, indem Sie dieses mit Teppichen, Sitzkissen und Wasserpfeifen ausstatten.

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