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Bedeutung von Calcium in der Schwangerschaft

Calcium ist der mengenmäßig wichtigste Mineralstoff im menschlichen Körper. Er spielt eine große Rolle beim Knochenaufbau des ungeborenen Kindes. Deshalb sollten Sie in der Schwangerschaft auf eine ausreichende Aufnahme dieses Mineralstoffes achten und ihn über die Nahrung zuführen. Dabei können Sie mit calciumreichen Nahrungsmitteln Ihren Tagesbedarf decken und darüber hinaus mit Vitamin D die Calciumresorption fördern.

In der Schwangerschaft sollten Sie auf eine calciumreiche Ernährung achten.
In der Schwangerschaft sollten Sie auf eine calciumreiche Ernährung achten.

Calcium ist wichtig für den Knochenaufbau

Etwa 99 Prozent von Calcium im menschlichen Körper sind zusammen mit Phosphor im Skelett und in den Zähnen gebunden. Bei einem Neugeborenen sind dort ungefähr 25 bis 30 Gramm Calcium eingelagert.

  • Der tägliche Calciumbedarf liegt in der Schwangerschaft laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) bei 1000 Milligramm. Besonders junge Schwangere unter 19 Jahren benötigen mit 1200 Milligramm pro Tag sogar noch etwas mehr.
  • In der Schwangerschaft steht die Entwicklung des ungeborenen Kindes im Organismus stets an erster Stelle. So wirken sich Mangelzustände nicht nur negativ auf die Entwicklung des Kindes, sondern auch auf die Gesundheit der Mutter aus.
  • Nehmen Sie zu wenig Calcium mit der Nahrung auf, greift der Körper auf seine eigenen Vorräte zurück. In diesem Fall wird der Mineralstoff aus den Zähnen und Knochen der Schwangeren mobilisiert, um den benötigten Bedarf des Ungeborenen zu decken.
  • So kann ein permanenter Mangel an Calcium in der Schwangerschaft zu Zahnbeschwerden führen. Dies können Sie jedoch mit dem Verzehr von calciumreichen Lebensmitteln verhindern.

In der Schwangerschaft calciumreiche Lebensmittel verzehren

Zur Deckung des täglichen Calciumbedarfs in der Schwangerschaft ist sowohl Milch als auch Gemüse geeignet.

  • Reichlich Calcium steckt in Milch und Milchprodukten wie Käse, Quark und Joghurt. Dabei enthalten einige Käsesorten, wie zum Beispiel Bergkäse, Emmentaler und Lindenberger mit etwa 1100 Milligramm je 100 Gramm besonders viel Calcium.
  • Daneben können Sie Ihren Speiseplan mit calciumhaltigen Gemüse bereichern und somit zur Deckung des Tagesbedarfs beitragen. Empfehlenswert sind Brokkoli, Kohlrabi, Fenchel, Grünkohl und Porree. Aber auch Pastinaken, Kohlrüben und Schwarzwurzeln punkten mit diesem Mineralstoff.

Faktoren, die die Calciumresorption fördern

In der Schwangerschaft sind resorptionsfördernde Substanzen von besonderer Bedeutung. Hierzu zählen unter anderem Vitamin D und Lactose. Unter Resorption versteht man die Aufnahme von Nährstoffen aus dem Speisebrei während der Verdauung.

  • Durch Vitamin D wird die Calciumresorption aus dem Darm wesentlich verbessert. Vitamin D bewirkt die Bildung eines spezifischen Carrierproteins, welches den aktiven Calciumtransport ermöglicht. Bei Vitamin D-Mangel erfolgt der Transport von Calcium nur noch begrenzt.
  • Lassen Sie sich deshalb die Sonne auf die Nase scheinen, um mit UV-Licht die Bildung von Vitamin D anzuregen – natürlich ohne es zu übertreiben. Etwa 20 Minuten täglich reichen bereits aus.
  • In der sonnenarmen Jahreszeit können Sie das Sonnenvitamin auch über die Nahrung aufnehmen. In Fisch, Avocado und Pilzen ist reichlich Vitamin D enthalten.
  • Daneben beeinflusst auch Lactose die Darmflora positiv. So fördert Lactose die Ausnutzung des Milchcalciums.

In der Schwangerschaft ist eine ausreichende Calciumzufuhr über die Nahrung für Ihre Gesundheit und den Knochenaufbau Ihres Ungeborenen besonders wichtig. Verzehren Sie deshalb Milch, Milchprodukte und calciumhaltiges Gemüse.

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