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Becher des Pythagoras - Wissenswertes

Wer zu schnell und hastig trinkt, kann sich schnell verschlucken. Dieses wusste bereits der antike griechische Gelehrte und Philosoph Pythagoras. Die Erfindung des Pythagoras, dass ein Becher nicht über Maßen gefüllt werden soll, sieht dabei vor, dass der Becher sich über den Schoß des Gierigen ergießt. Was dahinter steckt, ist in jedem Falle belustigend sowie auch interessant.

Pythagoras setzte sein Wissen auch für praktische Dinge des Alltags ein.
Pythagoras setzte sein Wissen auch für praktische Dinge des Alltags ein.

Der Becher des griechischen Gelehrten - Informatives

Bei dem Becher des Pythagoras handelt es sich um eine bestimmte Konstruktion zum Trinken von Getränken des Gelehrten.

  • Der pythagoreische Becher wird mitunter auch als Becher der Gerechtigkeit bezeichnet und stellt ein Trinkgefäß dar, das Durstige davon abhalten soll, zu hastig und auch zu viel auf einmal zu trinken, sondern lediglich moderate Mengen auf einmal zu verzehren.
  • Der Becher ist so konstruiert, dass das Gefäß sich lediglich bis zu einem bestimmten Füllmaß, bzw. bis zu einer bestimmten Höhe füllen lässt. Gießt der Durstige hingegen direkt zu viel ein oder auch nach, so ergießt sich der gesamte Inhalt über diesen, bzw. seinen Schoß.
  • Der Hintergrund der Becherkonstruktion ist der, dass Pythagoras vor allem gierige Trinker - vor allem, was Wein anbelangt - zur Bescheidenheit erziehen wollte.
  • Nach einer Legende ist der Becher des Pythagoras das Resultat der Beobachtungen des Gelehrten. Denn der griechische Philosoph sorgte sich über den Weinkonsum der Arbeiter, die die Wasserversorgung der Insel Samos sicherstellen sollten, und dem Wein über die Maßen frönten, sodass der Becher einen Lösungsansatz bringen sollte. Wenn Sie die griechische Insel Samos besuchen möchten, so können Sie hier den Becher als Andenken erwerben, oft wird das Trinkgefäß auch als Scherzartikel angeboten.

Das Trinkgefäß von Pythagoras in seinem Aufbau

Der Becher des Pythagoras benötigt eine bestimmte Form, damit sich die Funktion voll entfalten kann und bei einem zu hohen Füllgrad das Getränk entsprechend ausläuft.

  • Der Becher sieht von außen aus wie ein gewöhnlicher Becher oder ein gewöhnliches Trinkgefäß. Allerdings befindet sich im Inneren eine Mittelsäule über dem Schaft des Trinkbechers. Direkt unterhalb des Schaftes am Becherboden ist eine kleine Öffnung mit einem Loch in der Mitte platziert.
  • Um eine Verbindung zum Getränk zu schaffen, befindet sich ein kleines Röhrchen im Inneren der Mittelsäule mit einem Loch, sodass der Kontakt besteht. Das bedeutet, es befinden sich über die Mittelsäule mit dem Röhrchen zwei Löcher im Becher, eines am Becherboden unter dem Becher, das andere zum Becherinhalt, also dem Getränk.
  • Wird der Becher mit Wein, Wasser oder anderweitigen Getränken gefüllt, so steigen diese durch das kleine Röhrchen im Inneren der Mittelsäule bis zur Spitze des Röhrchens. Bleibt der Flüssigkeitspegel unterhalb der Mittelsäule, besteht keine Gefahr des Auslaufens.
  • Wird allerdings mehr Flüssigkeit eingefüllt, sodass das Niveau der inneren Kammer mit den Röhrchen überstiegen wird, so läuft der gesamte Inhalt über das Röhrchen, das mit dem Getränk verbunden ist über das zweite Röhrchen am Becherboden aus. Praktisch verwirklicht der Becher des Pythagoras damit das sog. Saugheberprinzip.
  • Das Saugheberprinzip wird in Griechenland seit geraumer Zeit in der Praxis auch verwendet, indem aus höher liegenden, schweren Weinfässern, das Getränk in Gefäße gefüllt wird, um das Anheben der schweren Fässer zu vermeiden.

Entsprechend wissen Sie nun, dass aus praktischen Erfahrungsgehalten einerseits Produkte wie der Becher des Pythagoras sich zum Scherz eignen, andererseits stellt das Wissen um die Funktion auch einen hohen Nutzwert dar, um die Arbeit zu erleichtern.

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