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Baumverschnitt selber vornehmen - so gelingt`s

Um ein gesundes Baumwachstum zu gewährleisten, ist ein regelmäßiger Baumverschnitt nötig, wobei ein unsachgemäßer Schnitt dem Baum eher schadet. Wie ein Baumverschnitt erfolgen sollte, zeigt die folgende Anleitung.

Der Baumverschnitt sollte fachgerecht ausgeführt werden.
Der Baumverschnitt sollte fachgerecht ausgeführt werden.

Was Sie benötigen:

  • Elektroastsäge
  • Kettensäge
  • Fuchsschwanz
  • Baumwachs

Wichtige Hinweise zum Baumverschnitt

  • Der richtige Zeitpunkt des Baumverschnittes spielt eine entscheidende Rolle. Dieser kann jedoch je nach Schnittform recht verschieden sein. In der Regel wird der Schnitt im Frühjahr vor dem Austrieb durchgeführt. Obstbäume hingegen können Sie von November bis zum April zurückschneiden, am besten aber zum Ende der Winterruhe.
  • Der richtige Baumverschnitt richtet sich auch nach dem Alter der Bäume. Beim Verschneiden von Bäumen sollten Sie besonders auf einen korrekten Schnittansatz achten. Setzen Sie den Schnitt immer von oben nach unten, unmittelbar hinter dem Astring an. Schneiden Sie am besten an sonnigen und vor allem frostfreien Tagen und verschließen Sie die Schnittwunden anschließend mit Baumwachs.
  • Ein unsachgemäßer Baumverschnitt kann zu Krankheiten des Baumes führen und schlimmstenfalls zu dessen Absterben. Schneiden Sie einen Baum nie bis auf den Stamm zurück.
  • Zum Verschneiden der Bäume eignen sich moderne Elektroastsägen. Diese sind mit Teleskopstangen im Handel erhältlich, sodass Sie hiermit Äste in mehr als 4 Metern Höhe, mit einem Durchmesser von mehr als 50 mm, mühelos vom Boden aus schneiden können. Für stärkere Äste eigenen sich herkömmliche Kettensägen aber auch ein Fuchsschwanz.

Baumschnittarten und deren Ausführung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Baumverschnitt fachgerecht durchzuführen. Bei jüngeren Bäumen führen Sie einen Erziehungsschnitt und bei älteren einen Erhaltungs- oder Verjüngungsschnitt durch.

  • Der Erziehungsschnitt, eine weitere Form des Baumverschnitts, zielt darauf ab, ein stabiles Grundgerüst zu bilden. Damit können Sie die spätere Form der Baumkrone festlegen. Einen Erziehungsschnitt führen Sie in der Regel erst dann durch, wenn die Blätter des Baumes voll ausgebildet sind. Kürzen Sie die Seitentriebe um ein Viertel. Krankes und totes Holz und Triebe, die nach unten, oben oder innen wachsen sowie der zweite Mitteltrieb werden hierbei entfernt. Setzen Sie hier die Schnitte immer über den Knospen der Zweige an und bei entsprechenden Seitenästen am nächststärkeren Ast bzw. an deren Basis.
  • Einen Erhaltungsschnitt, auch Auslichtungsschnitt genannt, können Sie durchführen, um größere Schattenflächen aus der Baumkrone zu nehmen. Dabei werden größere Äste wie beim Erziehungsschnitt bis zum nächsten größeren Ast abgeschnitten. Auch Korrekturen in der Form der Baumkrone können Sie hier mit durchführen.
  • Bei älteren Bäumen erfolgt der Baumverschnitt, indem Sie einen Verjüngungsschnitt durchführen. Hierbei können Sie die Baumkrone bis auf die Hälfte kürzen, wodurch das alte Kronengerüst durch den anschließenden starken Austrieb neu aufgebaut und damit verjüngt wird. Sägen Sie die Äste heraus, die in die Baumkronen hinein ragen und die meist in großer Zahl auftretenden Wasserschosser. Hierbei handelt es sich um steil nach oben wachsende peitschenartige Triebe. Kontrollieren Sie am besten im Sommer den Baum nach jungen Wasserschossern und reißen Sie diese mit der Hand an der Wurzel ab, sodass Sie auch den sich erst entwickelnden Astring mit herausreißen. Die entstandene Wunde verschließt der Baum in der Regel von selbst. Sollte die Wunde etwas größer sein, können Sie sie mit Baumwachs verschließen.
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