Baumerkennung - so gelingt´s

Buchen sind eine der häufigsten Baumarten. Buchen sind eine der häufigsten Baumarten.
Auf Spaziergängen können Sie sich die Zeit mit der Bestimmung der heimischen Pflanzen vertreiben – zum Beispiel bei der Baumerkennung. Vergleichen Sie die wichtigsten Merkmale der Bäume und bestimmen Sie Baumarten.
Karl M. Lund
03.02.2012 Karl M. Lund
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So können Sie Bäume erkennen

Baumerkennung gelingt, wenn Sie die grundlegenden Unterscheidungsmerkmale der Bäume kennen. Im folgenden finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Merkmale der Baumerkennung.

  • Vor den sichtbaren Merkmalen abgesehen, die sich von Art zu Art deutlich unterscheiden können, spielt zunächst einmal der Standort eine Rolle. Bäume stellen nämlich unterschiedliche Ansprüche an die Beschaffenheit des Bodens.
  • Insbesondere frei stehende Bäume können Sie an der Form der Krone bestimmen. Dieser Anhaltspunkt sowie die charakteristische Form der Blätter sind ein wichtiger Indikator der Baumerkennung. Beispielsweise verfügen Buchen, die zu den häufigsten heimischen Laubbäumen gehören, über die klassische ovale Form mit dezenter Spitze. Beide Blatthälften sind in ca. 9 schräge Rippen eingeteilt. Die Oberfläche des Blattes ist glänzend und hellgrün, die Unterseite hingegen matt. An den Rändern verfügen die Blätter der Rotbuche über feine, weiße Härchen.
  • Die Beschaffenheit und Farbe der Rinde ist ein weiteres wichtiges Merkmal zur Baumerkennung. Besonders auffällig ist die Birke, auf deren Rinde sich Hand-große, dunkle bis schwarze Flecken abzeichnen. Die Beschaffenheit der Weiß-Bestandteile der Rinde ist die einer dünn wirkenden Haut, die sich im Laufe der Zeit in dünnen Streifen erst aufrollt und dann ablöst.
  • Ein weiteres Merkmal, die Ihnen bei der Bestimmung heimischer Bäume hilft, ist die Frucht. Charakteristisch für die Linde sind etwa Ihre an einen Bumerang erinnernden, allerdings symmetrisch angeordneten Früchte, die sich schnell um sich selbst drehend zu Boden fallen, wenn Sie sich vom Baum lösen.
  • Hilfreich zur Baumerkennung ist zum einen der Besitz von Bestimmungsbüchern, die die entscheidenden Charakteristika abbilden, zum anderen hilft eine Teilnahme an Exkursionen der regionalen Forste, die Kenntnisse über den heimischen Baumbestand vermitteln.

Baumerkennung neuer Arten

  • Seit einigen Jahrzehnten finden Sie in heimischen Gärten, Parks und Waldgebieten nicht mehr nur die angestammten Baumarten. Durch bestimmte Gartenmoden und Importe aus Nordamerika und Asien hat sich die Auswahl an Sorten deutlich vergrößert. Wenn Sie also Bäume vorfinden, die aussehen wie Ahorn oder ähnliche bekannte Bäume, sich aber nicht genau zuordnen lassen, könnte es sich durchaus um eine aus Nordamerika stammende Baumart handeln.
  • In freien Landschaften finden Sie auch den Götterbaum, die Robinie oder Stauden-Lupinen vor. Auch diese, ursprünglich in anderen Regionen beheimateten sogenannten "Neophyten", gehören mittlerweile zum einheimischen Baumbestand.
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