Das Bauhauptgewerbe kurz erklärt

  • Das Bauhauptgewerbe besteht aus den unterschiedlichsten Berufssparten. Damit Ihr Arbeitgeber weiß, nach welchem Tarifvertrag Ihr Lohn berechnet werden muss, sollten Sie auf jeden Fall Ihren zuständige Gewerkschaft mit dem entsprechenden Tarifvertrag erwähnen. Es kann nämlich teilweise Überschneidungen mit anderen Gewerkschaften geben.
  • Das Statistische Bundesamt zählte im Jahr 2011 über 710.000 Beschäftigte in dieser Berufssparte. Die Durchschnittsgröße der Betriebe beträgt 19 Mitarbeiter.
  • Über 90 Milliarden Euro setzt das Bauhauptgewerbe um. Im Jahr 2009 wurden 38.000 Ausbildungsverträge in dieser Branche abgeschlossen.
  • Zu den Industriezweigen gehören Hoch- und Tiefbau, Betonbauarbeiten, Erdbewegungsarbeiten. Wasser- und Landbau, Brunnenbau, Bergbau, Gerüstbau, Fassadenbau, sogar Schornsteinbau gehören zur Branche. Zimmerei und Dachdeckerei werden ebenso dazu gezählt. Die Liste ist lang und umfassend.

Tarifvertrag - Informationen

  • Die Problematik besteht darin, dass innerhalb der Bundesrepublik Deutschland tatsächlich unterschiedlichste Tarifverträge Anwendung finden können. Der neueste für den Hoch- und Tiefbau trat im Mai 2013 in Kraft.
  • Der Tarifvertrag Bau unterscheidet aber nach wie vor zwischen Ost und West. Immerhin wurde sich auf einen Mindestlohn je nach Berufssparte geeinigt. Maschinenwerker erhalten 10,25 Euro pro Stunde Mindestlohn im Osten, im Westen sind es 11,05 Euro.
  • Kraftfahrer bekommen 13,55 Euro die Stunde. Der Mindestlohn wird jedoch erst 2017 angehoben. Viel ist es also nicht und je nach Kinderzahl und Familienstand, droht sicherlich einigen noch immer Hartz IV.
  • Der Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe (BRTV) erklärt den Samstag zum arbeitsfreien Tag und laut § 8 Absatz 1 erhalten sie bezahlten Erholungsurlaub. 30 Tage Urlaub steht jedem laut Tarifvertrag zu.

Stand: August 2013