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Bauchspiegelung und Sport - das solllten Sie nach der Untersuchung beachten

Hat Ihr Arzt Ihnen eine Bauchspiegelung verordnet, wissen Sie sicherlich erst einmal nicht, was Sie bei diesem Eingriff erwartet. Auch ob und wann Sie danach wieder Sport machen dürfen, wird Ihnen erst der behandelnde Chirurg im Vorgespräch mitteilen. Um die Ungewissheit zu lindern, helfen Ihnen einige Fakten.

Bauchspiegelung bei unklaren Bauchschmerzen
Bauchspiegelung bei unklaren Bauchschmerzen

Ablauf einer Bauchspiegelung

  1. Im Vorgespräch mit dem Chirurgen und anschließend mit dem Narkosearzt erfahren Sie alles Wichtige, was Sie für die Bauchspiegelung beachten müssen. In der Regel dürfen Sie noch am Vortag Sport machen, sollten sich aber nicht übermäßig verausgaben.
  2. Im Allgemeinen wird Ihnen geraten, am Tag der Operation nichts mehr zu essen, damit der Darm relativ gelehrt ist. Der Chirurg hat so einen besseren Blick bei der Bauchspiegelung.
  3. Nachdem Sie in Vollnarkose gelegt wurden, macht der Arzt drei kleine Schnitte auf Ihrem Bauch: Einen unauffälligen Schnitt am Bauchnabel und zwei weitere kleine Schnitte innerhalb der sogenannten Bikinizone.
  4. Damit der Bauchraum möglichst gut zu untersuchen ist, wird über den Bauchnabel das Gas Kohlenstoffdioxid eingeführt. Ihr Bauch bläht sich dadurch auf.
  5. Über die Löcher führt der Arzt nun das Laparoskop, also den Bauchspiegel ein. Dieser ist mit einer Kamera über einen Monitor verbunden, sodass das Innere Ihres Bauchraumes auf dem Monitor zu sehen ist.
  6. Der Chirurg wird nun überprüfen, ob es bei diesen Vorbereitungen zu Blutungen gekommen ist. Ist alles in Ordnung, wird er sich Ihre Bauchorgane ansehen. Je nach Verdachtsdiagnose werden Gewebsproben entnommen, untersucht und unter Umständen in der gleichen Operation krankes Gewebe entfernt.
  7. Mit wenigen Nähten schließt er anschließend die kleinen Löcher und Sie werden in den Aufwachraum gebracht.
  8. Je nach Ausmaß der Operation können Sie das Krankenhaus noch am gleichen Tag in Begleitung verlassen. Selbst Auto fahren oder Sport machen dürfen Sie aber auf keinen Fall.

Sport nach der Laparoskopie

  • Bei der Bauchspiegelung, der Laparoskopie, handelt es sich um einen minimal-invasiven Eingriff. Sie behalten nur drei kleine Narben zurück.
  • Allerdings sollten Sie trotzdem bedenken, dass es sich um eine Operation handelt, bei der Komplikationen auftreten können.
  • Blutungen, Infektionen der Bauchdecke, verletzte Organe oder eine gestörte Wundheilung sind auch bei der Bauchspiegelung möglich.
  • Zwar sind die Schnitte nur klein, in Ihrem Bauchraum wurde aber einiges während der Operation geleistet. Beachten Sie, dass Sie in den ersten Tagen sich möglichst viel schonen. An Sport werden Sie wahrscheinlich nicht denken; aber auch wenn Sie wenig Schmerzen haben, denken Sie daran, dass Ihr Arzt Ihnen gesagt hat, dass Sie etwa drei Wochen auf Sport verzichten sollen.
  • Da der Darm bei dieser Operation bewegt und berührt wird, kann er für einige Tage "beleidigt" sein. Blähungen und Bauchschmerzen sind dann die Folge. Sie können die Beschwerden lindern, indem Sie leicht verdauliche Nahrung essen.
  • Das Gas, das in Ihren Bauchraum gepumpt wurde, wird nach Möglichkeit vollständig wieder abgesogen, wenn der Eingriff beendet ist. Oft bleibt jedoch ein kleiner Rest Gas enthalten, der sich dann unter Ihren Rippen versteckt. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie dadurch Schmerzen beim Atmen haben werden. Bis das Gas vollständig absorbiert ist, können bis zu drei Wochen vergehen.
  • Da Sie während der Bauchspiegelung künstlich beatmet werden, ist es außerdem möglich, dass Sie einen kratzigen Hals oder Schluckbeschwerden haben. Nach wenigen Tagen sollte diese Beschwerde aber Vergangenheit sein.
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